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Sony BDP-S350 kurz vorgestellt

17.03.2009 | 15:05 Uhr |

Im hart umkämpften Segment der erschwinglichen Blu-ray-Player ist auch Sony mit dem BDP-S350 vertreten. Wir haben das Gerät unter die Lupe genommen.

Sony BDP-S350 - die Rückseite
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Sonys Blu-ray-Player BDP-S350 ist im Preissegment zwischen 200 und 300 Euro angesiedelt. Gleich nach dem Auspacken des Sony-Geräts fiel uns die hochwertige Verarbeitung auf, die man in diesem Preisbereich nicht immer erwarten kann. Das Gehäuse wirkt stabil, die blau schimmernde Front sieht edel aus. Auch die beigelegte Fernbedienung ist gut durchdacht und ermöglicht zudem die Steuerung eines TV-Geräts. Leider sind die Tasten nicht hintergrundbeleuchtet, was im abgedunkelten Heimkino-Raum von Nachteil sein kann.

An Schnittstellen bietet der BDP-S350 jeweils einen HDMI-, Komponenten-, (S-)Video- und Ethernet-Anschluss. Zusätzlich sind ein analoger Stereo-Ausgang und digitale Audio-Buchsen in den Varianten Koax und Optisch vorhanden. Auf einen Scart-Anschluss sowie analoge 7.1-Ausgänge wurde verzichtet. Ein USB-Port dient zum Anschluss eines Flash-Speichermediums, ohne das die Nutzung von BD-Live-Inhalten nicht möglich ist. Der Player unterstützt BD-Live zudem nicht von Haus aus. Immerhin kann die Funktion per Update nachgerüstet werden – eine entsprechende Anleitung liegt dem Player bei.

Nachdem der Player mit einem HD-fähigen LCD-TV und einem 5.1-Heimkino-System verbunden wurde, ist zunächst Warten angesagt: Zum Hochfahren und Einlesen einer Blu-ray-Disc benötigt der BDP-S350 rund eine halbe Minute. Ein Schnellstart-Modus liest die Film-Discs zwar in knapp sechs Sekunden ein, verhindert aber den Stand-by-Betrieb des Players und verbraucht somit mehr Energie. Ansonsten gibt sich Sonys Player recht stromsparend: Im Betrieb verbraucht das Gerät rund 26 Watt, im Stand-by nur 0,3 Watt.

Die Bildqualität von abgespielten Blu-ray-Discs im 1080p-Modus ist hervorragend: Der BDP-S350 glänzt mit scharfer Darstellung, sehr guter Detaildurchzeichnung und dank 24p-Unterstützung flüssigen Kameraschwenks. DVDs kann der Player auf die HD-Formate 720p und 1080p hochskalieren. Im Praxistest funktionierte das sehr gut: Bis auf minimale Artefakte an sehr dünnen Linien waren praktisch keine Scaler-bedingten Bildfehler festzustellen. Neben Blu-ray-Discs und DVDs unterstützt der Player Audio-CDs und JPEG-Bilddateien. Andere Formate, wie beispielsweise MP3, DivX oder Xvid, spielt das Gerät leider nicht ab.

Bei der Audio-Qualität gab es erwartungsgemäß nichts zu meckern: Die Tonspuren der abgespielten Blu-ray-Discs wurden kräftig und subjektiv ohne Verzerrungen wiedergegeben. Neben den gängigen DVD-Audioformaten unterstützt der BDP-S350 die Blu-ray-Tonstandards Dolby True HD und DTS-HD. Die Bedienung und Konfiguration des Players wird über die „XrossMediaBar“ getaufte Oberfläche abgewickelt. Sie ist sehr gut strukturiert und lässt sich problemlos und ohne vorherigen Blick in das Handbuch bedienen.

Sony liefert mit dem BDP-S350 einen Blu-ray-Player mit sehr guter Bild- und Tonqualität sowie leistungsfähigem DVD-Upscaling zum moderaten Preis von derzeit knapp 220 Euro ab. Das Gerät leistet sich keine größeren Schwächen und glänzt mit hochwertiger Verarbeitung und durchdachter Benutzerführung. Lediglich die fehlende Unterstützung von zusätzlichen digitalen Audio- und Videoformaten sowie die lange Startzeit sind zu kritisieren.

Hersteller: Sony
Web: www.sony.de
Preis: zirka 220 Euro

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