225006

PowerDVD 9 Ultra

03.04.2009 | 08:00 Uhr |

PowerDVD 9 bietet eine schärfere und kontrastreichere Wiedergabe für DVD-Videos als die Vorversion. Ein integrierter Scaler sorgt für ein besseres DVD-Bild auf hochauflösenden Displays. Blu-ray-Discs unterstützte die Software inklusive Features wie BD-Live im Test einwandfrei.

Nach der schnellen Installation ist PowerDVD 9 ohne PC-Neustart einsatzbereit. Die Software verfügt über zwei Bedienerführungen.

Handhabung: Der voreingestellte Classic-Modus ist für die Nutzung auf PC oder Notebook gedacht. Der Cinema-Modus ist für Anwender bestimmt, die den PC an ein großes Display im Wohnzimmer anschließen und das Programm mittels Fernbedienung steuern möchten. Beide Modi funktionierten im Test problemlos, die Umschaltung dauerte aber jeweils etwas. Gut: Die DVD- und Blu-ray-Wiedergabe lässt sich auch direkt aus Windows Media Center heraus nutzen. Zu eingelegten Scheiben bezieht PowerDVD Informationen wie Bewertungen, Inhaltsangaben und Cover aus der Online-Community Moovielive.com . Alle getesteten Blu-ray-Discs gab PowerDVD 9 problemlos wieder, nur bei Hancock konnten wir das Film-Menü nicht mit der Maus, sondern nur via Tastatur steuern. BD-Live funktionierte tadellos. Auch eine etwas exotischere Produktion in 1080i mit hohen Datenraten von 38 MBit/s bereitete der Software keine Probleme. Negativ fiel nur auf, dass PowerDVD einige Blu-ray-Discs nach dem erneuten Einlegen wieder von vorne abspielte, statt die Wiedergabe an der letzten Stop-Position fortzusetzen.

Zusätzlich zu DVDs und Blu-rays spielt Power DVD weitere HD-Formate wie AVCHD und AVREC ab. DVD-Videos profitieren bei der Wiedergabe von der Bildoptimierung „TrueTheater“. Ein DVD-Scaler und das Framerate-Upscaling sorgen für ein schärferes, flüssiges Bild bei hochauflösender Darstellung. Außerdem werden bei aktiviertem TrueTheater Farbe, Kontrast und Helligkeit deutlich verbessert. Das Ergebnis hängt natürlich von der Qualität des Ausgangsmaterials ab, doch im Test war die Darstellung in den meisten Fällen subjektiv besser. Für seine Echtzeitberechnungen benötigt True Theater einiges an Prozessorleistung. Im Test stieg die Auslastung der beiden CPU-Kerne um 15 bis 20 Prozent. Mit einem kostenlosen Update, das demnächst folgen soll, will Cyberlink hardwareseitig vorhandene Video-Beschleunigung unterstützen und so die CPU-Last senken. Schon jetzt nutzt True Theater mehrere Rechen-Kerne und Hyperthreading aus.

Mit FancyView gibt es eine neue Möglichkeit der Navigation durch das eigene Filmarchiv. Wie in einem Karussell laufen die Coverbilder der eigenen Scheiben durch. Durch Auswahl eines Eintrags erhält man bei DVDs Miniaturansichten der einzelnen Kapitel - bei Blu-rays ist das aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Aus dem gleichen Grund darf PowerDVD 9 auch keine Blu-ray-Filme von der Festplatte abspielen.

Fazit: Die aktuelle Version Power DVD 9 Ultra ist zwar teuer, doch bietet das Programm mit seinen neuen Funktionen vollendeten Filmgenuss vor dem PC oder dem Wohnzimmer-Display. Im Test kam es einmal zu einem Absturz. Ohne Blu-Ray-Unterstützung ist Power DVD 9 ab rund 40 Euro zu haben.

Alternative: Win DVD 9 Plus Blu-ray ( www.corel.de ) bietet zu einem nahezu identischen Preis ähnliche Leistung und spielt zudem HD-DVDs ab.

BEWERTUNG

Funktionen (35%): Note 1,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Hardware-Auslastung (20 %): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 1,5

Anbieter:

Cyberlink

Weblink:

www.cyberlink.de

Preis:

ca. 80 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 740 MB

0 Kommentare zu diesem Artikel
225006