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Acer Aspire 5530G-703G32Bi

21.10.2008 | 07:46 Uhr |

Das Acer Aspire 5530G-703G32Bi basiert auf der Puma-Plattform von AMD. Neben zwei Grafikchips bringt es ein Blu-Ray-Laufwerk mit - bei einem Preis von rund 800 Euro ist es eines der günstigsten Notebooks für die Wiedergabe von HD-Videos.

Die neue Laptop-Plattform Puma von AMD bringt interessante technische Neuerungen mit: Zum Beispiel Hybrid Graphics, das auch das Acer 5530G-703G32Bi nutzt. Das Notebook besitzt zwei Grafikchips: Einen leistungsfähigen für Spiele auf der 3D-Karte HD3470 sowie einen stromsparenden im Chipsatz M780G für den Standardbetrieb. Im Akkubetrieb nutzt man die Chipsatz-Grafik, um die Laufzeit zu verlängern, während man im Netzbetrieb problemlos auf die 3D-Karte mit der höheren Leistungsaufnahme zurückgreifen kann: Diese Technik nennt AMD PowerXpress. Auch Crossfire hält mit der Puma-Plattform Einzug in die Notebookwelt: Ähnlich wie beim PC kann man auch beim Acer-Laptop die beiden Grafikchips zusammenschalten, um auf diese Weise die 3D-Leistung zu erhöhen.

Beim Tempo liegt das Acer Aspire 5530G auf den hinteren Rängen
Vergrößern Beim Tempo liegt das Acer Aspire 5530G auf den hinteren Rängen
© 2014

Tempo: Im Acer Aspire 5530G-703G32Bi steckt der Turion X2 RM-70, der mit 2,0 GHz arbeitet. Obwohl er zur Puma-Plattform gehört, ähnelt er dem Turion 64 X2 TL-60: Er ist auch genauso rechenstark – im CPU-Benchmark Cinebench liegen beide Prozessoren fast gleichauf. An Intels aktuelle Penryn-Generation reicht der Turion X2 bei weitem nicht heran: Er erreicht eher das Niveau eines Pentium Dual-Core – also der Doppelkern-Einsteigerklasse. Das gilt auch für das ganze Notebook: Im Sysmark 2007 erzielte das Aspire 5530G 67 Punkte – ein für diese Preisklasse ziemlich schwaches Ergebnis. Auch die zweifache Grafiklösung enttäuschte: Die Grafikkarte Mobility Radeon HD3470 reicht zwar für ältere Spiele wie Far Cry aus – hier können Sie in der maximalen Display-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten ruckelfrei spielen. Doch für anspruchsvollere Spiele wird es eng. Da hilft auch der Crossfire-Modus nichts: Im 3D Mark 06 bringt er zwar ein um rund 15 Prozent höheres Ergebnis. Doch in realen Spielen mit aufwändigeren Effekten wie etwa F.E.A.R. hat er überhaupt keinen messbaren Effekt.

Ausstattung: Das Acer-Notebook bringt ein Blu-Ray-Laufwerk mit. Es ist damit mit einem Preis von rund 800 Euro eines der günstigsten Laptops zum Abspielen von HD-Videos. Auch die restliche Ausstattung ist ordentlich mit 320-GB-Festplatte und GBit-LAN. Das WLAN-Modul versteht sich nur auf den älteren 11g-Standard. Der für ein Blu-Ray-Notebook obligatorische HDMI-Ausgang sitzt beim Acer Aspire 5530G auf der linken Gehäuseseite. Außerdem verfügt der Mobilrechner über vier USB-Ports und drei Audiobuchsen. Ein Firewire-Anschluss fehlt. Beim ersten Start installiert das Notebook übrigens zunächst einmal eine ganze Wagenladung voller Tools: Daher kann man erst 1,5 Stunden nach dem ersten Einschalten mit dem Laptop arbeiten.

Ergonomie: Das spiegelnde 15,4 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten – das reicht für Blu-Ray-Filme in 720p, aber nicht für die originalgetreue Darstellung von Filmen in Full-HD-Auflösung. Insgesamt ist die Bildqualität des Displays nicht schlecht - fürs Filmeschauen aber nicht ideal: Dafür sollten Kontrast, Leuchtdichte und Farbwiedergabe noch besser sein. Der Lüfter dreht sich oft – auch wenn das Notebook nur wenig zu tun hat: Mit 0,7 Sone bleibt er aber leise.

Beim Test der Akkulaufzeit überzeugt das Acer Aspire 5530G nicht
Vergrößern Beim Test der Akkulaufzeit überzeugt das Acer Aspire 5530G nicht
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Mobilität: Die doppelte Grafik im Acer Aspire 5530G soll vor allem die Akkulaufzeit verlängern: Ohne Netzstrom arbeitet das Notebook mit der stromsparenden Chipsatz-Grafik statt der 3D-Karte, die eine deutlich höhere Leistungsaufnahme besitzt. Allerdings gibt es im Grafikkartentreiber keine Option, mit der man manuell von der 3D-Karte auf die Chipsatzgrafik umschalten kann – laut Acer soll das automatisch passieren, wenn das Notebook mit Akkustrom läuft. Doch bei unserem Testgerät klappte das nicht: Es schaffte nicht einmal zwei Stunden ohne Netzstrom und nahm dabei über 26 Watt auf – was darauf hindeutet, dass auch im Akkubetrieb die 3D-Karte die Grafikausgabe übernimmt. Eventuell lässt sich dieses Problem mit einem künftigen Treiber-Update ausräumen. Beim Schauen eines Blu-Ray-Films gab das Acer-Notebook schon nach 47 Minuten auf – für mobile HD-Unterhaltung ist es also untauglich.

Handhabung: Die Tastatur gab beim Tippen etwas nach. Beim schnellen Schreiben klapperten die Tasten recht laut, der Tastenhub war ausreichend. Dafür fanden wir das Touchpad-Feld zu glatt – der Finger findet wenig Widerstand, wodurch sich der Mauszeiger nur unpräzise lenken lässt.

Verarbeitung: Das perlgraue Design des Vorgängers Aspire 5920G kam offenbar bei den Kunden nicht gut an. Das Aspire 5930G besitzt auf jeden Fall wieder ein konventionelleres Gehäuse-Design mit einem blau-schwarzen Glanzdeckel und einer matt-grauen Handballenablage. Die blauen LEDs für Statusanzeige und Bedientasten sowie die leuchtend blaue Linie zum Einschaltknopf, wenn das Netzteil eingesteckt ist, hat Acer aber übernommen.

Fazit: Das Acer Aspire 5530G ist ein günstiges Blu-Ray-Notebook. Sonst kann es nicht überzeugen: Die Neuerungen der Puma-Plattform sind schlampig oder gar nicht umgesetzt, Rechenleistung und Akkulaufzeit sind wenig beeindruckend.

Alternativen: Wer auf das Blu-Ray-Laufwerk verzichten kann, findet im Fujitsu-Siemens Amilo Pa 2510 eine ähnlich leistungsfähige, aber deutliche günstigere Lösung.

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