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Medion Akoya S5610

15.10.2008 | 10:00 Uhr |

Im Akoya S5610 verbindet Medion zwei aktuelle Technik-Trends: Centrino 2 und Blu-Ray. Ob das 15,4-Zoll-Notebook des Aldi-Lieferanten wirklich großes Kino und hohe Rechenleistung bieten kann, klärt unser Test.

Fast an die Spitze schafft es das Medion Akoya S5610 im Leistungstest Sysmark 2007
Vergrößern Fast an die Spitze schafft es das Medion Akoya S5610 im Leistungstest Sysmark 2007
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Bei den Aldi-Notebooks zeigt sich Medion meist spendabel, was Software- und Zusatzausstattung angeht. Auch beim Akoya S5610, das Medion zum Beispiel über den eigenen Online-Shop vertreibt, gibt's ein ungewöhnliches Extra: Medion legt einen zweiten Akku bei. Neben dem Standard-Akku mit 8 Zellen, liegt ein Hochleistungsakku mit 12 Zellen im Karton.

Tempo: Der Mobilprozessor Intel Core 2 Duo P9500 mit 2,53 GHz garantiert üppige Rechenleistung in Standard-Anwendungen – im Sysmark 2007 schaffte das Medion-Notebook sehr gute 126 Punkte. Für dieses hohe Tempo genügen auch die 3 GB DDR2-667, die Medion verbaut – mehr oder höher getakteter Speicher, wie ihn andere Notebook-Hersteller einsetzen, bringt in der Praxis kein Leistungsplus. Bei Spielen schneidet das Medion Akoya S5610 nicht so gut ab: Die AMD-Grafikkarte Mobility Radeon HD3470 bewältigt höchstens ältere Spiele wie Far Cry ruckelfrei in der maximalen Displayauflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Spiele mit anspruchsvollen oder sogar DirectX-10-Effekten laufen nicht flüssig.

Ausstattung: Das Blu-Ray-Laufwerk macht das Medion-Notebook fit für die HD-Ausgabe. Auch die restliche Ausstattung entspricht dem, was man bei diesem hohen Preis erwarten darf. Bei den Schnittstellen ist Medion aber zu sparsam: Modem, Firewire und TV-Ausgang fehlen. Außerdem gibt es nur zwei USB-Ports, zusätzlich aber immerhin noch eine kombinierte USB-/e-SATA-Buchse auf der rechten Seite. Das Netzteil besitzt einen Einschaltknopf, wie bei Medion-Notebooks üblich.

Mobilität: Mit dem Medion-Notebook kann man Blu-Ray-Filme nicht nur genießen, wenn das Notebook an der Steckdose hängt, sondern auch unterwegs. Mit dem Hochleistungs-Akku hält das Notebook bei der HD-Wiedergabe knapp drei Stunden durch. Beim üblichen Office-Betrieb sind damit 4:40 Stunden drin. Mit dem Standardakku reicht es für drei Stunden bei Standard-Anwendungen und 1:45 Stunden beim Blu-Ray-Schauen. Steckt der große Akku im Notebook, steht es übrigens leicht schräg und der Akku ragt hinten rund zwei Zentimeter übers Gehäuse hinaus. Mit 2,68 Kilogramm Gewicht kann man den Mobilrechner auch gelegentlich unterwegs mitnehmen. Der große Akku macht das Notebook 240 Gramm schwerer.

Ergonomie: Das entspiegelte Display zeigte eine ordentliche Bildqualität – für echtes Kino-Feeling liegen Helligkeit und Kontrast aber zu niedrig. Farben stellt das Display aber leuchtend und satt dar. Mit der maximalen Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten lassen sich Filme in Full-HD aber nicht mit der optimalen Auflösung wiedergeben. Ein Schwachpunkt des Medion-Notebooks ist der laute Lüfter: Er dreht sich schon bei geringer Last hörbar. Unter voller Last erreicht er dann bis zu 2,6 Sone und ist damit störend laut.

Handhabung: Die stabile Tastatur besitzt Tasten mit deutlichem Druckpunkt. Außerdem spendiert ihr Medion einen dreispaltigen Ziffernblock. Das Touchpad hat zwar ein sehr großes Feld, aber kleine Tasten, was die Bedienung erschwert.

Fazit: Das Medion Akoya S5610 ist ein leistungsstarkes Blu-Ray-Notebook mit ordentlichem Display. Dank des mitgelieferten Zweitakkus eignet es sich auch fürs Filmeschauen unterwegs. Einziger deutlicher Schwachpunkt ist der laute Lüfter.

Alternativen: Rund 100 Euro günstiger, aber nicht so rechenstark ist das Blu-Ray-Notebook Acer Aspire 6920G . Ebenfalls mit einem Blu-Ray-Laufwerk lässt sich das Dell Studio 1535 ausstatten.

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