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Fujitsu-Siemens Amilo Pi 3540

18.11.2008 | 09:13 Uhr |

Für rund 900 Euro bietet das Centrino-2-Notebook Fujitsu-Siemens Amilo Pi 3540 einen schnellen Core-2-Duo-Prozessor und ein Blu-Ray-Laufwerk. Aktuelle Technik zum fairen Preis also - doch unser Test zeigt, dass die Mischung nicht ganz stimmt.

Fujitsu-Siemens Amilo Pi 3540 im Benchmark-Verglech
Vergrößern Fujitsu-Siemens Amilo Pi 3540 im Benchmark-Verglech
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Im Amilo-Notebook ist das Blu-Ray-Laufwerk Optiarc BC-5500S für die Wiedergabe von High-Definition-Filmen zuständig. Während es Blu-Ray-Medien nur lesen kann, beschreibt es alle DVD-Formate - auch doppellagige und RAM-Medien. Blu-Ray-Filme in 1080i/p stellt das Amilo-Notebook allerdings nicht originalgetreu dar: Sein Display besitzt nur eine maximale Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Die Bildqualität leidet darunter aber nicht, sondern eher unter dem 15,4-Zoll-Format: Denn die HD-Filme wirken auf größeren Diagonalen besonders eindrucksvoll.

Tempo: Dank Centrino 2 und 4 GB Arbeitsspeicher liegt das Rechentempo des Amilo-Notebooks sehr hoch. Das beweisen seine 118 Punkte im Leistungstest Sysmark 2007 - besonders hohe Tempowerte erzielte der Laptop bei der Bild- und Videobearbeitung. Mit der 3D-Karte von Nvidia laufen immerhin ältere Spiele noch ruckelfrei in der maximalen Displayauflösung: Bei Far Cry schaffte das Amilo 41 Bilder pro Sekunde, bei F.E.A.R. 34 Bilder pro Sekunde - jeweils ohne Kantenglättung. Für aktuelle DX9-Spiele ist der Grafikchip definitiv zu langsam: World in Conflict ruckelte bei 1280 x 800 Bildpunkten und mittleren Details mit 10 Bildern pro Sekunde.

Ausstattung: Das Blu-Ray-Laufwerk hebt die Ausstattung über das sonst für diese Preisklasse übliche Niveau, eine 320-GB-Festplatte darf man hier dagegen erwarten. Bei den Schnittstellen fällt das Amilo Pi 3540 dagegen ein wenig ab: Es bietet nur drei USB-Ports, einen davon als USB-/e-SATA-Kombianschluss. Firewire, TV-out und Modem fehlen, dafür gibt es einen HDMI-Ausgang und drei Audiobuchsen. Praktisch: Die Anschlussbuchsen für externe Monitore sowie der LAN-Port sind an der Gehäuserückseite platziert - die entsprechenden Kabel sind dann ordentlich hinter dem Notebook aufgeräumt.

Ergonomie: Die Displayqualität beim Amilo Pi 3540 passt nicht ganz zur Positionierung als Multimedia- und High-Definition-Laptop. Kontrast und Helligkeit sind niedrig beziehungsweise durchschnittlich. Auch Farben gibt das Display mau und etwas dunkel wieder. Einzig aufgrund der sehr gleichmäßigen Helligkeitsverteilung kann es Pluspunkte sammeln. Positiv: Der Lüfter dreht höchstens mit 0,6 Sone - das ist selbst in einer sehr leisen Umgebung kaum zu hören.

Mobilität: Das Powermanagement hat Fujitsu-Siemens beim Amilo Pi 3540 nicht im Griff - es läuft nur etwas über zwei Stunden im Akkubetrieb - andere Centrino-2-Notebooks mit ähnlicher Ausstattung bieten deutlich mehr. Bei der Wiedergabe einer Blu-Ray-Scheibe ist schon nach 1:14 Stunden Schluss - zu wenig, um die meisten Filme bis zum Abspann zu sehen. Für unterwegs ist das Amilo Pi 3540 ohnehin weniger geeignet: Es wiegt über drei Kilogramm.

Handhabung: Der Touchpad des Amilo Pi 3540 ist ausreichend groß und griffig - dennoch fällt das genaue Positionieren des Mauszeigers schwer. Die Mausersatztasten verfügen über einen sehr deutlichen Druckpunkt, knacken aber recht laut. Die stabile Tastatur gibt beim Tippen nur ein wenig nach, der Tasten-Druckpunkt ist ausreichend deutlich.

Verarbeitung: Das schwarz-weiße Gehäuse des Amilo Pi 3540 ist solide verarbeitet - beim Anfassen und Anheben ließ es kein Knarzen vernehmen. Auf dem matt-weißen Deckel fallen Fingerabdrücke weniger auf als auf einem glanzlackierten Design.

Fazit: Das Fujitsu-Siemens Amilo Pi 3540 bietet Blu-Ray-Laufwerk und hohe Rechenleistung - eine gute Kombination zu einem günstigen Preis. Dafür muss man Abstriche bei Displayqualität und Akkulaufzeit machen.

Alternativen: Wem es nur um die Blu-Ray-Wiedergabe geht, kommt mit dem deutlich rechenschwächeren Acer Aspire 5530G für rund 800 Euro günstiger weg. Auch längere HD-Filme ohne Netzstrom kann man dank eines beigelegten Hochleistungsakkus mit dem Medion Akoya S5610 bis zum Schluss anschauen.

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