11.04.2008, 11:00

Thomas Rau

Blaues Wunder

Acer Aspire 6920G

Großes Kino-Feeling soll mit dem Acer Aspire 6920G aufkommen: Es ist eines der ersten Notebooks, das ein 16-Zoll-Display mit 16:9-Seitenverhältnis besitzt.
Verarbeitung: Das Design des Aspire 6920G nennt Acer „Gemstone Blue“. Und tatsächlich gibt es viel Blaues am Notebook zu bestaunen – etwa einen blau leuchtenden Ring um die Strombuchse und das Kensington-Schloß oder eine blaue Farblinie, die zum Einschaltknopf führt. Auch einige Elemente der Cinedash-Konsole, dem Bedienfeld für Multimedia-Anwendungen, strahlen blau. Das Gehäuse, der Displayrahmen und die Tastenkappen sind aber in glänzendem Schwarz gehalten. Die Handballenablage ist mit einer kratzfesten, aufgerauten Kunststoffoberfläche in Hellgrau und einer unaufdringlichen Musterung versehen.

Ergonomie: Das stark spiegelnde 16-Zoll-Display zeigt 1366 x 768 Bildpunkte. Diese 16:9-Auflösung kommt dem Seitenverhältnis von Filmen näher als das übliche 16:10 oder 15:9, das derzeitige Notebooks bieten. Bei Standard-Anwendungen ergibt das aber ein recht grobes Raster von 98 dpi. Das entspricht etwa der Auflösung 1440 x 900 Pixel auf einem 17-Zoll-Display oder 1280 x 800 auf einem 15,4-Zoll-Bildschirm.
Acer verspricht für das Aspire 6920G einen deutlich größeren Farbraum als ihn normale Laptop-Displays bieten: Und tatsächlich stellte das Acer Aspire 6920G Farben sehr kraftvoll und satt dar, besonders Rot geriet sehr knackig. Auch Hauttöne gelangen sehr natürlich und überzeugten ebenso wie das tiefe Schwarz. Die maximale Helligkeit lag bei 200 cd/m2, die durchschnittliche Leuchtdichte bei 170 cd/m2 – gute, aber keine überragenden Werte. Enttäuscht waren wir dagegen von den Ergebnissen bei Helligkeitsverteilung und Kontrast. Der Lüfter im Acer Aspire 6920G dreht fast ständig. Er wird aber auch unter Last nie lauter als 0,7 Sone und stört deshalb nicht.
Tempo: Sowohl der Prozessor Core 2 Duo T8100 als auch die Grafikkarte Nvidia Geforce 9500M GS im Acer Aspire 6920G stammen aus der oberen Mitteklasse. Dort platzierte sich das Notebook auch im Leistungstest Sysmark 2007 mit 107 Punkten. Der 4 GB große Arbeitsspeicher machte sich nur bei Bild- oder Videobearbeitung leicht positiv bemerkbar. Da Windows Vista ohnehin nur mit maximal 3070 MB arbeitet, geht die Bestückung mit zwei 2-GB-Riegeln höchstens als Marketing-Gag durch. Außer man möchte auf dem Aspire 6920G ein 64-Bit-Betriebssystem installieren – dann lassen sich mit einem passenden Bios-Update die vollen 4 GB nutzen, da der Chipsatz PM965 Memory Remapping unterstützt. Der Geforce 9500M GS stellte auch aktuelle Spiele wie Company of Heroes in der maximalen Auflösung ruckelfrei dar.

Ausstattung: Passend zum 16:9-Display steckt ein Blu-Ray-Leselaufwerk im Aspire 6920G. Es beschreibt auch DVD-Medien aller Formate. Die Festplatte fasst üppige 320 GB. Das Acer Aspire 6920G besitzt vier USB-Ports, allerdings liegen auf der rechten Seite drei davon eng beieinander. Die drei Audiobuchsen lassen sich für den Anschluss einer 5.1-Anlage konfigurieren. Der Sound des Aspire 6920G ist für Notebook-Verhältnisse exzellent – vor allem die Höhen und die Mittellagen klingen überzeugend. Der sogenannte Tuba-Subwoofer erzeugt dagegen nur wenig Druck. Einen externen Monitor kann man per VGA oder HDMI ans Notebook anstöpseln. Schnittstellen wie Firewire, TV-out oder e-SATA fehlen dem Acer-Notebook. Dafür bringt es eine Webcam und einen Fingerprint-Leser mit. Acer legt keine Recovery-Medien bei: Die muss man sich über das installierte Backup-Tool selbst erstellen.
Handhabung: Links neben der Tastatur platziert Acer die Cinedash-Medienkonsole. Damit steuert man Musik, Filme und Diashows in Multimedia-Programmen wie dem Windows Media Player oder Acers MCE-Alternative Arcade Deluxe. Die blau oder weiß leuchtenden Tasten reagieren schon auf eine sehr leichte Berührung. Durch Menüs navigiert man Ipod-ähnlich über ein kreisförmiges Bedienelement. Weniger gut gelungen ist die Tastatur: Sie erzeugt ein schwammiges Schreibgefühl, weil sie bereits bei leichtem Druck deutlich nachgibt.

Mobilität: Überraschend sparsam zeigte sich das Acer Aspire 6920G im Akkubetrieb. Trotz Grafikkarte zog es nur rund 18 Watt und erreichte dadurch knapp drei Stunden Laufzeit. Allerdings ist der Acer-Laptop mit 3,28 Kilogramm schwerer als manches 17-Zoll-Notebook.
Fazit: Das Acer Aspire 6920G ist ein gelungenes Multimedia-Notebook für zuhause. Tempo und Ausstattung sind ordentlich, die Bedienung innovativ und das Design unaufdringlich schick.
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