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Die besten Grafikkarten bis 200 €

20.04.2009 | 17:15 Uhr |

Nach dem jüngsten Schlagabtausch zwischen AMD und Nvidia sind die Preise der Ober- und Mitteklassemodelle eingebrochen. High-End-Leistung gibt’s nun für unter 200 Euro.

Grafikleistung unter Crysis bei höchster Bildqualität
Vergrößern Grafikleistung unter Crysis bei höchster Bildqualität
© 2014

Wieder ein großer Kampf zwischen den großen Grafikchipschmieden AMD und Nvidia . AMD hat ihr bisheriges High-End-Modell, den ATI Radeon HD 4870 ordentlich übertaktet und ihn unter dem neuen Namen 4890 auf den Markt gebracht. Somit fiel der Preis des 4870ers, woraufhin Nvidia mit dem Geforce GTX 275 nachziehen musste – dieser ist ebenfalls eine aufgebohrte Grafikkarte mit neuem Aufkleber: Die Geforce GTX 260 ist nun als 275er zu haben.

Übersicht statt Chaos
Bei so viel Trubel rund um kryptische Grafikchipbezeichnungen ist eine Übersicht hilfreich. Die Auswahl der leistungsfähigsten Chips bis und über 200 Euro haben wir in der folgenden Tabelle für Sie zusammengestellt. Bei den angegebenen Preisen handelt es sich übrigens um eine aktuelle Straßenpreisermittlung – nicht um die Preise der getesteten Modelle. Die Angaben geben eine Einschätzung – so viel Geld müssen Sie derzeit für ein aktuelles Mittelklasse- respektive High-End-Modell ausgeben.

Hersteller / Modellbezeichnung

ATI Radeon HD 4850

ATI Radeon HD 4870

ATI Radeon HD 4890

Nvidia Geforce GTX 275

Nvidia Geforce GTX 285

Nvidia Geforce GTX 295

Grafikkartenpreis

ab 120 Euro

ab 140 Euro

knapp 200 Euro

ab 210 Euro

ab 285 Euro

ab 420 Euro

Speicher / -Typ

ab 512 MB / GDDR3

ab 512 MB / GDDR5

1024 MB / GDDR5

896 MB / GDDR3

1024 MB / GDDR3

2x 1024 MB / GDDR3

Anzahl Shader

800

800

800

216

240

2x 240

Bildrate in Crysis
bei höchster Bildqualität
in der Auflösung
1280 x 1024 Pixeln

ab 23 Bilder/s

ab 28 Bilder/s

ab 33 Bilder/s

ab 31 Bilder/s

ab 35 Bilder/s

ab 45 Bilder/s

Das können Grafikkarten bis 200 Euro
Von der Hardware-Seite gesehen erhalten Sie zwei digitale Schnittstellen (meist in Dual-DVI-Ausführung) sowie einen analogen Videosignal-Ausgang. Software-Seite steht Ihnen beispielsweise die Möglichkeit der Wiedergabe von HD-Videos von Blu-Ray-Medien offen. Ebenfalls kann jedes Modell alle 3D-Spiele aus der vergangenen DirectX-9-Zeit auf flüssige Bildraten beschleunigen – in jeder Auflösung, bis hinauf zu 2560 x 1600 Bildpunkten und bei höchster Bildqualität. Aktuelle 3D-Titel mit DirectX-10-Technik laufen bei den Grafikkarten bis 200 Euro auch mit 1600 x 1200 beziehungsweise 2560 x 1600 Bildpunkten ruckelfrei. Ausnahmen sind die besonders aufwändigen DirectX-10-Spiele Far Cry 2 und Crysis: Mit keinem aktuellen Modell sind 2560 x 1600 Bildpunkte ruckelfrei zu sehen, also schneller als mit 25 Bildern/s. Wie schnell die einzelnen Chips in dem Spiel Crysis bei 1280 x 1024 Pixeln waren, erfahren Sie im Diagramm.

Teils sehr hohe Systemvoraussetzungen
Leistungsaufnahme: Die aktuellen Mittelklassegrafikkarten sind sehr leistungsfähig. Oft verbraten sie aber auch eine Menge Leistung. Daher muss auch das PC-Netzteil entsprechend stark sein. Selbst für die Einstiegsmodelle der Mittelklasse, die mit den Grafikchips Geforce 9600 GT oder Radeon HD 4850 arbeiten, sollte Ihr PC ein Netzteil besitzen, das 350 bis 400 Watt liefert. Um die stärkeren Modelle mit Geforce-9800-GTX- oder Radeon-HD-4870-Chip anzufeuern sollte Ihr PC mit einem 450-Watt-Netzteil ausgestattet sein.
Hitzeentwicklung: Die vom Netzteil aufgenommene Leistung setzen Grafikchips größtenteils in Wärme um und geben diese über Kühlkörper wieder ab. Bei Leistungsaufnahmen von über 150 Watt ist klar, dass der PC über eine gute Belüftung verfügen muss, um nicht zum Backofen zu werden. Wir empfehlen deswegen einen leisen Gehäuselüfter einzubauen. In den meisten Gehäusen ist dafür ein Platz im Innern, an der Gehäusefront ganz unten vorgesehen – flüsterleise 120-Millimeter-Lüfter, die gerade mal eine Lautstärke von 10 dB(A) oder weniger erzeugen, sind schon für 7 Euro erhältlich.

Wir testen ständig die neuesten Grafikkarten in unserem Testlabor. Wie gut eine Grafikkarte in den DirectX-9- und DX-10-Benchmarks abgeschnitten hat und wie stark sie unseren Testrechner unter anderem bei der HD-Video-Wiedergabe entlasten konnte, erfahren Sie in den jeweiligen Testberichten.

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