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Rollei Flexline 140

06.05.2009 | 18:42 Uhr |

Sparfüchse aufgepasst: Rollei legt der Flexline 140 einen zweiten Akku bei. Außerdem bietet die Kamera beinahe ein Weitwinkelobjektiv - eine von vielen Überraschungen im Test.

Testbericht

Mit ihrem Brennweitenbereich ab 30 Millimeter passt die Rollei Flexline 140 zwar nicht ins "klassische" Weitwinkelsegment. Für ihre Preisklasse ist der Wert jedoch durchaus etwas Besonderes.

Ausstattung: Ebenso besonders ist die Lichtempfindlichkeit der Kamera. Manuell können Sie nämlich nur ISO 80 bis ISO 400 einstellen - was sich wiederum positiv auf das Rauschverhalten des Rollei-Modells auswirkte. Die ISO-Automatik verwendet auch höhere ISO-Stufen (bis ISO 1600) und liefert damit die Voraussetzung für den digitalen Bildstabilisator. Um Wackler zu vermeiden, erhöht dieser die Empfindlichkeit und sorgt damit für eine kürzere Belichtungszeit.

Interessant: Die Lichtfrequenz lässt sich auf 50 oder 60 Hz einstellen und somit der Netzfrequenz aupassen - das ist vor allem für Aufnahmen bei künstlicher Beleuchtung wichtig. Wählen Sie für Europa 50 Hz und für die USA beziehungsweise Asien 60 Hz.

Bildqualität: Die Auflösung des Rollei-Modells verlief über den gesamten Brennweitenbereich sehr gleichmäßig, ließ also zum Bildrand hin kaum nach. Allerdings reichte dieses Ergebnis trotzdem nur für einen befriedigenden Wirkungsgrad, da die gemessene Auflösung besonders im Weitwinkelbereich für diese Megapixelklasse zu niedrig war. Deutlich besser schnitt die 10-Megapixel-Kamera hinsichtlich Bildrauschens ab: Von ISO 80 bis ISO 400 ermittelten wir sehr gute Ergebnisse. Auch die Eingangsdynamik war hoch, was bedeutet, auch kontrastreiche Motive lassen sich ohne ausgebrannte Lichter und Schatten darstellen. Die Eingangsdynamik, die den Tonwertreichtum einer Kamera wiederspiegelt, war dagegen nur befriedigend.

Handhabung: Die Flexline 140 löste einigermaßen schnell aus. Allerdings fanden wir die Bedienung zum Teil etwas umständlich. So sind zwei Schritte nötig, um die Belichtungskorrektur über den extra Knopf zu nutzen. Und um vom Aufnahme- ins Szenemenü zu gelangen, müssen Sie die Einstellung für den Videomodus überspringen.

Fazit: Die Rollei-Kamera hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits überzeugte uns die Bildqualität hinsichtlich des Rauschens und der Eingangsdynamik. Die Ausgangsdynamik und die Auflösung waren dagegen zu niedrig. Ähnliches erlebten wir bei der Ausstattung, denn der zweite Akku und die 30mm-Brennweite sind toll. Die manuellen Möglichkeiten und die Auslöseverzögerung ließen jedoch zu wünschen übrig.

Alternativen: Die Kodak V803 liegt in der gleichen Preisklasse wie die Rollei Flexline 140, hatte jedoch eine etwas bessere Bildqualität. Sie arbeitet mit 8 statt 10 Megapixeln.

Varianten:
Rollei Flexline 140 schwarz/silberfarben
Rollei Flexline 140 blau/silberfarben
Rollei Flexline 140 braun/goldfarben

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten der Rollei Flexline 140 finden Sie auf der nächsten Seite.

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