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Die Systemkamera mit dem geringsten Bildrauschen
Ricoh präsentiert hier ein revolutionäres Kamerakonzept, das es auf dem Kameramarkt jedoch schwer hat. Denn während sich die GXR technisch zwischen Kompaktkamera und Systemkamera (mit und ohne Spiegel) ansiedeln lässt, geht der Preis doch eher in Richtung SLR der Mittel- bis Oberklasse. Und dafür war die Bildqualität - zumindest mit dem getesteten Modul - nicht gut genug. Mit einem besseren Modul und einem kleinen Preisnachlass könnte sich die Ricoh GXR jedoch zu einem Geheimtipp mausern - denn Ausstattung, Bedienung und Arbeitsgeschwindigkeit sind mehr als optimal.
Ein gutes Rauschverhalten, ein sehr hoher Dynamikumfang, aber Probleme bei der Auflösung - das alles stellten die Tester bei ihren Messungen der Samsung NX200 fest. Lobenswert war auch die einfache Handhabung per iFn-Taste am Objektiv und die überwiegend hohe Arbeitsgeschwindigkeit der Systemkamera.
Die Bildqualität der Panasonic Lumix DMC-GX1X enttäuschte hinsichtlich der Auflösung. Dafür kann sich der Dynamikumfang der Systemkamera sehen lassen, und auch das Rauschverhalten erwies sich als vorbildlich. Das Motorzoom-Objektiv ist von der Bedienung und der Geschwindigkeit her ein Knaller, bleibt jedoch Geschmackssache.
Aufgrund des dezentrierten Objektivs blieb die Sony NEX-7 hinter den Erwartungen zurück. Zwar war das Rauschverhalten vorbildlich, und auch der Dynamikumfang war hoch. Die zum Rand hin stark nachlassende Auflösung zwang jedoch den Wirkungsgrad in die Knie - und schmälert das Fotovergnügen deutlich. Eine wahre Freude war dagegen die Bedienung der NEX-7: Dank separater Einstellräder für die wichtigsten Bildparameter ging sie gut von der Hand. Ein praktisches Feature ist auch der klappbare Bildschirm.
Die Sony NEX-5 ist eine besonders kleine und kompakte Systemkamera. Ihre Bildqualität war größtenteils gut. Anlass zur Kritik gab lediglich die etwas zu niedrige Ausgangsdynamik. Der hoch auflösende 7,62-Zentimeter-Bildschirm ist bemerkenswert.
Die Olympus PEN E-PM1 ist das derzeit kleinste und günstigste der erhältlichen PEN-Modelle. Das merkt man vor allem an der Ausstattung, aber auch an der Bildqualität der Systemkamera: Insgesamt liegen die Ergebnisse der Olympus PEN E-PM1 hinter denen der aktuellen Schwestermodelle zurück. Dafür kommt die kompakte Bauweise der Handhabung der E-PM1 zugute.
Die PEN E-PL3 führt die Systemkamera-Reihe von Olympus konsequent weiter. Sie schnitt in den Bildqualitätstests überwiegend gut ab. Lediglich die Auflösung im Weitwinkelbereich und die Ausgangsdynamik waren etwas zu niedrig. Dafür erzielte die Kamera Bestnoten in punkto Bildrauschen. Und das Klappdisplay, der schnelle Autofokus und das kompakte Gehäuse sprechen für sich.
Die Olympus PEN E-P3 ist optisch ein Hingucker. Auch wenn sie nicht gerade zu den leichtesten Systemkameras gehört, gefiel den Testern die Bedienung sehr gut - sei es über das Touchdisplay oder über die gewohnten Knöpfe. Die Bildqualität hatte jedoch einige Macken. So fielen die Randabdunkelung des Kit-Objektivs sowie die etwas zu niedrige Ausgangsdynamik auf. Das Rauschverhalten der Olympus PEN E-P3 gehört jedoch mit zu den besten.
Olympus hat mit der PEN E-PL2 seine Systemkamerareihe konsequent weiterentwickelt - mit größerem und besserem Bildschirm, mehr ISO und optimierter Bedienung. Die Bildqualität reicht zwar nicht ans Vorgängermodell heran, kann sich aber immer noch sehen lassen. Und das zu einem sehr attraktiven Preis.
Samsungs erste spiegellose Systemkamera machte einen guten Eindruck, auch wenn sie - zumindeste mit dem Kit-Objektiv - eine zu niedrige Auflösung erzielte. Das Rauschverhalten war dagegen sehr gut, und auch der Dynamikumfang konnte überzeugen.







27.02.12
Der geneigte Leser sollte beachten, dass hier keineswegs die Systemkameras mit dem besten Rauschverhalten aufgeführt sind, wie man es dem Titel nach erwarten könnte.
Hier sind leider nur die Modelle gelistet, die von PC-Welt zufällig schon irgendwann mal getestet worden sind, egal, ob sie bereits von besseren Nachfolgemodellen ersetzt wurden. Einige aktuelle Kameras mit sichtbar deutlich besserem Rauschverhalten werden leider nicht einmal erwähnt. Hierzu zählt die in Fachkreisen diesbezüglich durchweg hoch gelobte Sony NEX-5N. Die aber wird hier leider gar nicht erst getestet, und sie wird demnach bei keinem Vergleich genannt. Das verzerrt solche Vergleiche deutlich, macht sie gar sinnlos.
Wer sich selbst einmal einen überzeugenden visuellen Eindruck vom Rauschverhalten, der Bildqualität und der Detail-Auflösung von Digitalkameras machen möchte, der findet ergänzend zu diesem PC-Welt-Artikel eine Vergleichsseite auf dpreview <dot> com ( dpreview <dot> com / reviews / studiocompare.asp ). Hier lassen sich immer vier Kameras miteinander vergleichen, wobei ein genormtes Testbild in vergleichbarem Crop bei wählbaren ISO-Werten betrachtet werden kann.
Off Topic:
Es ist zwar sinnvoll, vergleichbare Modelle zu wählen, aber auch der Vergleich eines Kompaktmodells mit einer Systemkamera und einer Vollformat DSLR ist sehr aufschlussreich. Diese Erfahrung relativiert die Tests von Digitalkameras unterschiedlicher Bauart. Danach wird niemand mehr behaupten können, die Bildqualität von Kompaktmodellen mit Mini-Sensor käme an die von DSLRs oder Systemkameras mit APS-C Sensor heran. Das ist physikalisch unmöglich und sehr deutlich zu sehen.
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27.02.12
die Sony NEX-5N wurde von uns nicht getestet, weil unser Fokus damals auf günstigen Kompaktkameras lag - eine Entscheidung der damaligen Chefredaktion.
Doch obwohl das Gerät mittlerweile schon etwas älter ist, habe ich die NEX-5N heute bei Sony bestellt. Schließlich wollen wir ja nicht, dass jemand auf die Idee kommt, wir würden manche Hersteller schlechter behandeln als andere.
Und natürlich kommen in unseren Vergleichstest nur die Kamera vor, die wir schon getestet haben - wie sonst sollten wir besagte Vergleichstests erstellen?
Mit freundlichen Grüßen,
Verena Ottmann
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