Bilder-Tool

Nik Dfine 1.0 Grafiksuite

Donnerstag den 29.05.2008 um 08:30 Uhr

von Dirk Bongardt

Nik Dfine 1.0 Grafiksuite ist kein Stand-alone-Programm, sondern ein Plug-in für gängige Bildbearbeitungen. Es beseitigt das so genannte Bildrauschen und hat uns im Test voll überzeugt.

Bildrauschen zu beseitigen ist die primäre Aufgabe von Nik Dfine . Die Software ist ein Plug-in für Bildbearbeitungen, die eine entsprechende Schnittstelle für 8BF-Filter haben. Die Bezeichnung „Grafiksuite“ im Programmnamen ist daher irreführend. In den Genuss des vollen Funktionsumfangs kommen außerdem nur Nutzer von Adobe Photoshop und Photoshop Elements. Für diese Programme liegt ein Plug-in bei, mit dessen Hilfe sich selektiv einzelne Bildbereiche entrauschen lassen.

Das Haupt-Plug-in arbeitet, wie wir uns überzeugen konnten, aber auch in Freeware anstandslos. Dfine beseitigt mehrere Arten von Rauschen und ähnlichen Effekten: Luminanzrauschen, Farbrauschen, sogar die durch zu starke Kompression ent-
standenen JPG-Artefakte kann der Filter reduzieren. Zusätzlich bietet das Tool Optionen zur Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Farben. Eine unerfreuliche Überraschung erlebten wir bei dem Versuch, ein Kameraprofil zu laden: Zum Lieferumfang gehört kein einziges Profil. Für den Download aus dem Web wird der Nutzer mit rund 15 Euro pro unterstützter Kamera zur Kasse gebeten.

Ansehnliche Ergebnisse konnten wir allerdings auch ohne ein solches Profil er-
zielen: Der Filterdialog bietet die Möglichkeit, mehrere Entrauschungs- und Opti-
mierungsvorgänge zu kombinieren und dabei die Intensität jedes einzelnen Prozesses genau zu steuern. Neben dem Ausgangsbild zeigt der Dialog eine Vorschau auf das zu erwartende Resultat und bis zu drei Detail-Ansichten – nach unserem Geschmack allerdings etwas zu klein. Ein Highlight ist die Dokumentation: Sie erklärt sehr detailliert die Bedienung, enthält Beispielfotos und vermittelt Know-how zu den technischen Hintergründen. Leider gibt es sie nur als PDF-Dokument.

Fazit: Bildrauschen ist ein lästiges Übel, das mit den Bordmitteln der meisten Bildbearbeitungen nur schwer zu bekämpfen ist. Nik Dfine erledigt die Aufgabe meisterhaft, ist aber für ein reines Spezialwerkzeug zu teuer.

Alternative: Neat Image ( www.neatimage.com ) gibt es als Plug-in und als allein lauffähiges Programm.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 1,6

Anbieter:
Franzis Verlag GmbH
Weblink:
www.franzis.de
Preis:
50 Euro
Betriebssysteme:
Windows 98/ME, 2000, XP, Vista
Plattenplatz:
ca. 11 MB

Donnerstag den 29.05.2008 um 08:30 Uhr

von Dirk Bongardt

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