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One Click Wipe

08.07.2008 | 08:30 Uhr |

Die Bildbearbeitung One Click Wipe bietet nach dem Laden eines Fotos einen Dialog, der Lösungen für zwölf typische Bildprobleme anbietet.

Der Name ist Understatement: One Click Wipe ist eine Bildbearbeitung, die sich nicht auf Funktionen beschränkt, deren Anwendung nur einen einzigen Mausklick erfordert. In unserem Test wurde aber schnell klar, warum die Entwickler diesen Namen gewählt haben: Nach dem Öffnen eines Fotos erscheint ein Dialog, der auf einen Blick Lösungen für 12 typische Bildprobleme anbietet. Ein Klick genügt dann, um dieses Problem anzugehen.

Die angebotenen Optimierungen sind gut gewählt: Unterbelichtung, flaue Farben, rote Augen, perspektivische Verzerrungen oder durch Linsenfehler gekrümmte Linien lassen sich ebenso bereinigen wie Nebel, Bildrauschen und Farbsäume. Für die Verbesserung von Porträts steht eine „Digital Beauty“-Funktion zur Verfügung, die auf unseren Testbildern Hautunreinheiten fast vollständig verschwinden ließ. Auch das Tool „Ungewünschte Form“, mit dessen Hilfe sich Äpfel in Birnen verwandeln lassen, eignete sich hervorragend, um den Bierbauch unseres Testers verschwinden zu lassen. Ganze Objekte entfernen soll die Funktion „Unerwünschtes Objekt“ - das gelang uns allerdings nur mit viel Mühe und deutlichen Abstrichen in Sachen Qualität.

Handhabung : Mit diesen Funktionen erschöpft sich das Potential der Software aber längst nicht. So stehen etliche Rahmen-Werkzeuge zur Verfügung, über Farbthemen und andere Spezialeffekte lassen sich außerdem Effekte auf die Fotos anwenden, die von zarten Verfeinerungen bis hin zu drastischen Verfremdungen reichen. Nach längeren Bildbearbeitungs-Sitzungen empfanden wir die „History“ als immens nützlich, über die wir gezielt zu jedem vorhergehenden Bearbeitungsschritt zurückkehren konnten.

Weniger imponiert hat uns indessen das zum Lieferumfang gehörende Bildverwaltungstool „One Click Wipe Album“, das im Test des öfteren mit einer kryptischen Fehlermeldung abstürzte. Das Bildverwaltungswerkzeug kann aber immerhin bessere Bildschirmschoner erstellen als sie mit Windows allein möglich wären und bietet die Option, ein Webalbum zu erstellen.

Fazit: Schon der Preis macht klar: Das Programm kann mit Photoshop und Co nicht konkurrieren. Der spezielle, problemorientierte Ansatz macht die Software jedoch für Hobbyfotografen attraktiv, die schnelle Ergebnisse erwarten.

Alternative: Picasa ( http://picasa.google.com ) ist kostenlos und bietet ähnlich einfache Bearbeitungsfunktionen.

BEWERTUNG

Bildbearbeitung (40 %): Note 2,0
Bedienung (30 %): Note 1,5
Bildverwaltung (15 %): Note 3,0
Online-Auftritt (10 %): Note 3,0
Systemanforderungen (5 %): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,1

Anbieter:

Franzis Verlag GmbH

Weblink:

www.franzis.de

Preis:

30 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 26 MB

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