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Cowon S9

26.02.2009 | 13:30 Uhr |

Der Cowon S9 will besser sein als der iPod Touch von Apple. Er sieht so ähnlich aus und bietet ein berührungsempfindliches Display. Der S9 ist auch etwas teurer. Wir gehen der Frage nach, ob der S9 die bessere Wahl ist.

Spezial-Connector: Ein mitgeliefertes Kabel verbindet den Player mit dem PC
Vergrößern Spezial-Connector: Ein mitgeliefertes Kabel verbindet den Player mit dem PC
© 2014

Hier kommt eine neue Display-Technik zum Einsatz. Sie nennt sich AMOLED und wird aus den Begriffen Active, Matrix und OLED (Organic Light Emitting Diode) gebildet. Ein OLED-Display arbeitet anders als ein TFT-Bildschirm, bei denen verschiedenfarbige Strukturen von einer Hintergrundbeleuchtung durchleuchtet werden. Bei einem OLED-Displays leuchtet jeder Bildpunkt selbst. Und die Begriffe Active Matrix beziehen sich auf die Berührungsempfindlichkeit der Display-Oberfläche. Die Bildqualität konnte uns von der Helligkeit, von der Brillanz und vom Kontrast her überzeugen. Sie ist praktisch nicht Blickwinkelabhängig - bei jedem anderen Playerdisplay sinkt der Kontrast, sobald der Blickwinkel nicht senkrecht zum Display ist. Die Auflösung beträgt 272 x 480 Pixel. Das Vorbild dieses Players - der iPod Touch von Apple - stellt 320 x 480 Bildpunkte dar. Inwieweit sich der S9 noch von Apples Multimedia-Flaggschiff unterscheidet und ob sich der Aufpreis des S9 lohnt, haben wir im Testcenter untersucht.

Ausstattung: Der Cowon S9 hat im Gegensatz zum iPod Touch ein eingebautes Radio, ein Diktiergerät sowie die Möglichkeit, Flash-Applikationen laufen zu lassen. Auch ein Bluetooth-Sender zum Betrieb von drahtlosen Ohrhörer ist integriert. Im Vergleich zum Apple-Player fehlen jedoch die Programme, die durch ein WLAN-Modul möglich werden: Internet-Browser, Youtube-Player, Google Maps, Wettervorhersage und vieles mehr. Folgendes Zubehör ist von Cowon für den S9 erhältlich: TV-Out-Kabel (15 Euro), Line-In-Kabel (15 Euro), USB-Netzteil (19 Euro), Ledertaschen (schwarz, 29 Euro), Plastikhüllen (9 Euro) sowie Schutzfolien (9 Euro).

Brillantes OLED-Display
Vergrößern Brillantes OLED-Display
© 2014

Handhabung: Das Berührungsempfindliche Display reagiert sehr präzise und flott. Der integrierte Bewegungssensor ist dafür verantwortlich, dass das Bild je nach Ausrichtung im Hochkant- oder im Querformat angezeigt wird - alles wie beim iPod Touch von Apple. Selbst die Cower-Flow-Funktion hat Cowon nachempfunden, durch die Sie bequem durch ihre Musiksammlung navigieren können. Eine Zoom-Funktion durch das Auseinanderziehen von zwei Fingern klappt nicht - hierfür müssen Sie erst einen virtuellen Schieberegler mit einem Finger hin und her bewegen. Die Menüs sind teilweise gewöhnungsbedürftig. Die Beschleunigungs- und Trägheitseffekte die beim iPod Touch durch schnelles Hin- und Herschieben von Bildschirminhalten imitiert werden, wurden von Cowon nicht realisiert.

Die Schnittstellengeschwindigkeit lag bei durchschnittlichen 3,3 MB/s - um den Player vollständig zu befüllen benötigen Sie also rund 80 Minuten. Musik, Videos und Bilder können Sie einfach per Drag & Drop in die entsprechenden Ordner auf den Player ziehen - lästige Extra-Software ist nicht nötig. Die Ladezeiten des Akkus betragen laut Hersteller 5 Stunden (angeschlossen am PC) beziehungsweise 3 Stunden in Verbindung mit einem Ladegerät (nicht im Lieferumfang enthalten). Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller 50 Stunden. In unserem Praxistest hielt der S9 27:10 Stunden durch.

Wie es mit dem Klang und der Audioqualität steht sowie das Testfazit, die Alternativen des S9 und seine Varianten finden Sie auf der nächsten Seite dieses Tests.

Vergleichstest: Multimedia-Player

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