06.02.2007, 12:00

Thomas Rau

Benq Joybook R55

Das Benq Joybook R55 verbindet schlankes, schnittiges Design mit aktueller Prozessor-Technik von Intel. Außerdem ist es ziemlich preiswert.
Tempo: Im Leistungstest Sysmark 2004SE schaffte das Joybook R55 konkurrenzfähige 189 Punkte. Benq verschenkt bei der Geschwindigkeit aber einige Prozent: Im Notebook sitzt nur DDR2-533-Speicher statt des etwas schnelleren DDR2-667-RAM. Außerdem begnügt sich das Joybook R55 mit einem Speicherriegel und verzichtet damit auf den Dual-Channel-Modus. Die 3D-Leistung reicht Gelegenheitsspielern, die auf aktuelle Games, hohe Auflösungen und maximale Effekte verzichten können: Bei Far Cry schaffte das Joybook R55 zum Beispiel erst in der XGA-Auflösung (1024 x 768) spielbare 38 Bilder pro Sekunde.
Ausstattung: Hier knausert Benq – andere Notebooks in dieser Preisklasse bieten mehr als eine nur 80 GB große Festplatte sowie einen DVD-Brenner ohne RAM-Unterstützung. Dafür stimmt’s in der Netzwerk-Abteilung: Das Joybook R55 besitzt einen Gigabit-LAN-Chip, 802.11a/g-WLAN sowie Bluetooth 2.0. Auch bei den Schnittstellen gibt es nichts zu meckern: Die vier USB-Ports (je zwei an der linken und rechten Gehäuseseite) lassen sich alle nutzen, da sie weit genug auseinander liegen. Außerdem finden sich drei Audiobuchsen am Joybook R55. Wem die Schnittstellen nicht ausreichen, kann einen optional erhältlichen Port-Replikator an der linken Gehäuseseite anschließen.
Ergonomie: Das Display gefiel mit recht hoher, gut verteilter Helligkeit und kräftigen Farben. Der Kontrast war nicht besonders hoch, genügt aber vollauf für Text- und Tabellenarbeit. Der Lüfter war selbst unter voller Last nur in sehr ruhiger Umgebung hörbar.
Handhabung: Die Tastatur liegt recht stabil auf und vermittelte ein angenehmes Schreibgefühl. Beim schnellen Tippen war sie aber laut.
Mobilität: Der Akku des Joybook ist ziemlich klein – das macht schlank: Mit 2,8 Kilogramm ist das Notebook recht leicht für einen Mobilrechner mit 15,4 Zoll großem Display. Doch diesen Gewichtsvorteil kann man unterwegs kaum nutzen, denn das Joybook R55 schaffte nur knapp über zwei Stunden Batterielaufzeit – vor allem, weil die Grafikkarte auch im 2D-Betrieb heftig am Akku saugt.
Fazit: Die Pluspunkte des Joybook R55 sind neben dem günstigen Preis das ordentliche Display und das attraktive Design. Ansonsten lieferte es solides Mittelmaß, nur die Akkulaufzeit enttäuschte.
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