Digitalkamera

Benq GH700 im Test

Mittwoch den 23.05.2012 um 10:00 Uhr

von Verena Ottmann

Benq GH700 im Test
Vergrößern Benq GH700 im Test
© Benq
Mit der GH700 betritt Benq den Markt der günstigen Bridge-Kameras und weckt mit Full-HD-Videofunktion und schneller Serienbildfunktion die Neugierde der Anwender. Lesen Sie im Test, ob das 21fach-Zoomobjektiv mit Bildstabilisator sowie der BSI-CMOS-Sensor im Test überzeugen konnten.
Die Benq GH700 ist eine der wenigen aktuellen Digitalkameras, der standardmäßig eine Tasche beiliegt. Allerdings riecht diese derart unangenehm nach Gummi, dass der Hersteller lieber darauf hätte verzichten sollen. Eine weitere Besonderheit der GH700 ist ihr Lichtempfindlichkeitsbereich, der bei ISO 160 beginnt.

Bildqualität: Zu wenig Auflösung und Dynamik, aber gutes Rauschverhalten

Obwohl der rückseitig beleuchtete CMOS-Bildsensor der Benq GH700 theoretisch 15,9 Megapixel darstellen kann, nutzte die Kamera im Test nur eine ausreichende effektive Auflösung von 3,1 Megapixeln. Der Grund dafür: Bei kurzer Brennweite ließ die Auflösung zum Bildrand hin stark nach. Im Normal- und Telebereich waren die Messwerte grundsätzlich etwas zu niedrig. Hinzu kommt eine sehr starke tonnenförmige Verzeichnung des Objektivs bei kurzer und mittlerer Brennweite.

BILDQUALITÄT Benq GH700 (Note 2,57)
Wirkungsgrad / effektive Auflösung 44,40 % / 3,11 Megapixel
Bildrauschen: bei ISO 160 / 200 / 400 / 800 / 1600 2,39 / 2,14 / 2,01 / 2,12 / 2,51
Darstellbare Blendenstufen (Eingangsdynamik)/ Helligkeitsstufen (Ausgangsdynamik) 8,6 / 242
Scharfzeichnung 19,20 %
Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele 0,7 / 0,0 / 0,0 Blenden
Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele -1,6 / -1,5 / -0,7 %

Die Eingangsdynamik war hoch, die Ausgangsdynamik lag unterhalb des Durchschnitts. Damit kann die Benq GH700 zwar kontrastreiche Motive darstellen, ohne zuviele Details in Lichtern und Schatten zu verlieren. Die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen könnte jedoch höher sein. Positiv zu bewerten war dagegen das Rauschverhalten der Benq GH700: Sogar bei der höchst möglichen ISO-Einstellung blieben die Bildfehler vernachlässigbar.


Ausstattung: Superzoom und viele Modi

Der Bildschirm der Benq GH700 ist 3 Zoll groß.
Vergrößern Der Bildschirm der Benq GH700 ist 3 Zoll groß.
© Benq

Die Benq GH700 ist das nunmehr zweite Superzoom-Model des Herstellers. Ihr 21fach-Zoomobjektiv arbeitet mit einer Brennweite von 25 bis 525 Millimetern und hat einen optischen Bildstabilisator integriert. Das Display kommt mit 3 Zoll in der derzeit üblichen Größe, und auch die Auflösung liegt mit 460 000 Bildpunkten auf Standardniveau. Dennoch gibt es Kameradisplays, die höher auflösen und dementsprechend das Kamerabild schärfer wiedergeben. Einen extra Sucher hat die Benq-Kamera übrigens nicht.

AUSSTATTUNG Benq GH700 (Note: 4,13)
Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite 21,0fach / 25,0-525 Millimeter
Sucher nein
Bildstabilisator optisch
Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar 7,62 Zentimeter / 0,46 Megapixel / nein
Blendenvorwahl / Zeitvorwahl nein / nein
Anschlüsse USB, HDMI
Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand 17 / 1 Zentimeter

Dafür nimmt sie Videos mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 60 Vollbildern pro Sekunde auf. Bei den Belichtungsmodi können Sie wählen zwischen der Vollautomatik, der Programmautomatik (die unter anderem die Belichtungskorrektur sowie das Anpassen von Weißabgleich, ISO, Belichtungsmessung und Messbereich zulässt) sowie einer manuellen Belichtung. Ist Letztere aktiviert, stehen Ihnen eine Alternativ-Blende und diverse Verschlusszeiten zur Verfügung. Zudem finden Sie auf dem Moduswählrad den Zugang zu den 17 Motivprogrammen, der Serienbildfunktion mit zehn Bildern pro Sekunde, dem HDR-Modus sowie zwei Einstellungen für Nachtaufnahmen.

Das 21fach-Zoomobjektiv der Benq GH700 ist in dieser
Preisklasse eine Besonderheit.
Vergrößern Das 21fach-Zoomobjektiv der Benq GH700 ist in dieser Preisklasse eine Besonderheit.
© Benq

Handhabung: Zwiespältige Bedienung und hakeliges Batteriefach

Die Bedienung der Benq GH700 hat ihre Stärken und Schwächen. So gibt's für die Full-HD-Videofunktion einen extra Knopf auf der Gehäuserückseite, der praktischerweise rot markiert ist. Dagegen ist die Belichtungskorrektur, die nicht in allen Belichtungsmodi verfügbar ist, nur über das Menü aufrufbar, was etwas umständlich ist.


463 Gramm inklusive Batterien (vier AA-Batterien liegen bei) und Speicherkarte sind für eine Bridge-Kamera okay. Allerdings hatten wir immer wieder Probleme, das Batteriefach zu schließen, da sich der Mechanismus leicht verhakte.

HANDHABUNG Benq GH700 (Note: 3,43)
Bedienung und Menüstruktur etwas kompliziert
Abmessungen (L x B x H), Gewicht 113 x 85 x 76 Millimeter / 463 Gramm
Arbeitsgeschwindigkeit schnell
Qualität Bildschirm sehr scharf
Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF ja / ja / ja / ja

Fazit der Benq GH700

Benq GH700
Vergrößern Benq GH700
© Benq

Die Benq GH700 eignet sich vor allem für preisbewusste Anwender, die keinen allzu großen Anspruch an die Bildqualität stellen. So war das Rauschverhalten der Kamera vorbildlich, die Auflösung und die Ausgangsdynamik erwiesen sich jedoch als zu niedrig. Die Ausstattung bietet mit dem optischen Stabilisator und der Full-HD-Videofunktion einige Besonderheiten für diese Preisklasse. Andererseits ist die Bedienung teils zu umständlich. Und die müffelnde Tasche ist ein echter Abturner.


TESTERGEBNIS (NOTEN) Benq GH700
Bildqualität (50%) 2,57
Ausstattung (25%) 4,13
Handhabung (20%) 3,43
Service (5%) 1,54
Testnote befriedigend (3,08)
Preis-Leistung noch preiswert
ALLGEMEINE DATEN Benq GH700
Testkategorie Digitalkameras
Digitalkamera-Hersteller Benq
Internetadresse www.benq.de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung) 199 Euro
Benqs technische Hotline 0180/5333226
Garantie des Herstellers 24 Monate
TECHNISCHE DATEN Benq GH700
Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite 21fach / 25-525 Millimeter
Sucher nein
Bildstabilisator optisch
Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar 7,62 Zentimeter / 0,46 Megapixel / nein
Blendenvorwahl / Zeitvorwahl nein / nein
Digitales Zoom: maximal 5fach
Anschlüsse USB, HDMI
Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand 17 / 1 Zentimeter
Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung ja / ja
Serienbildfunktion / Videofunktion 10 Bilder/s / 1920 x 1080 (60 Bilder/s)
interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten 85 MB / SDHC
Akku / Ladegerät / Netzteil nein / nein / nein
Software Arcsoft Media Impression
TESTERGEBNISSE Benq GH700
Arbeitsgeschwindigkeit schnell
Qualität Bildschirm sehr scharf
Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF ja / ja / ja / ja
Service
Service-Hotline: deutschsprachig / Wochenenddienst / Öffnungsstunden / durchgehend / per E-Mail erreichbar ja / nein / 8 Stunden / ja / ja
Internetseite: deutschsprachig / Handbuch verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar ja / ja / ja

Mittwoch den 23.05.2012 um 10:00 Uhr

von Verena Ottmann

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • magiceye04 23:01 | 02.03.2014

    Zitat: hadela
    Bildqualität erfüllt keine hohen Ansprüche? Ja liebe Leute, wo lebt ihr denn.

    Dass die Kamera Deinen (geringen?) Ansprüchen genügt, mußt Du der PCWELT doch nicht vorwerfen.

    Aber ein paar Testfotos zum Download und selber begutachten wären durchaus nützlich gewesen.

    Preisleistungsmäßig hat die Kamera wohl schon einen guten Platz erreicht, wenn sie überhaupt Bilder macht.

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  • chipchap 22:04 | 02.03.2014

    Zitat: hadela
    sondern um die Kamera.
    Ich würde auch noch einen Zweitsatz Akkus kaufen.
    Viel Spaß beim Knipsen.

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  • hadela 10:12 | 02.03.2014

    Nun ja, es geht ja eigentlich nicht um eine Grundsatzdiskussion über Energiespender, sondern um die Kamera.
    Sollte jeder seinen Weg finden, jedenfalls habe ich mir erst mal ein neues Ladegerät gekauft, damit die Akkus auch wirklich voll geladen sind.

    Wünsche jedem viel Spaß beim Fotografieren.

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  • chipchap 12:27 | 01.03.2014

    Zitat: hadela
    Bitte begründen, Akkus sind zwar wiederaufladbar, haben aber keine so hohe Kapazität wie Alkalinebatterien.
    Da sagen alle Tests aber etwas anderes.
    Und unsere Kameraverkäufer auch.
    Außerdem liefern Akkus einen wesentlich höheren Kurzschlußstrom.
    Ein fast leerer AAA-Akku hat z. B. 2,5 A, eine Alkalibatterie gleicher Bauform und Spannung nur 0,3A Dauerstrom (eben gerade gemessen).

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  • hadela 20:21 | 28.02.2014

    Bitte begründen, Akkus sind zwar wiederaufladbar, haben aber keine so hohe Kapazität wie Alkalinebatterien. Die sind allerdings sehr unterschiedlich. Manche liefern einen Kurzschlusstrom von 7 Ampere, andere nur 4 Ampere. Was für Batterien sollte man nehmen?

    Die Kamera aber braucht offenbar relativ viel Strom, meine Akkus sind immer recht schnell leer. Muss mal andere probieren.

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