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BenQ VL3735

16.04.2007 | 08:50 Uhr |

Lange hat BenQ den 37-Zoll-LCD-TV VL3735 als Nachfolger des DV3750 aufgebaut – jetzt endlich ist ersterer auch verfügbar. Vordergründig hat sich vor allem das Gehäuse geändert; die Lautsprecher befinden sich nun unter dem TV-Gerät.

Note 3,0 (befriedigend)
Preis ca. 1600 Euro
web www.benq.de

Plus Volle HD-Tauglichkeit bei guter Bildqualität, guter Klang
Minus Unbefriedigende PAL-Darstellung

DIREKTZUGANG Beim Aufstellen des Fernsehers sind die analogen Schnittstellen optimal erreichbar
Vergrößern DIREKTZUGANG Beim Aufstellen des Fernsehers sind die analogen Schnittstellen optimal erreichbar

LCD-FERNSEHER: Ein Rückblick: Ende 2005 kam der DV3750 als einer der ersten Full- HD-LCDs auf den Markt und überzeugte mit einer sehr guten PAL-Darstellung. Neben kleinen Bedienungsproblemen ließ aber die Zuspielung über VGA oder DVI aus mehreren Gründen zu wünschen übrig. Der VL3735 steht nun in der Pflicht, es besser zu machen.

ONE SIZE FITS ALL Seit BenQ Fernseher baut, wird diese brauchbare Fernbedienung mit allen Modellen ausgeliefert
Vergrößern ONE SIZE FITS ALL Seit BenQ Fernseher baut, wird diese brauchbare Fernbedienung mit allen Modellen ausgeliefert

AUSSTATTUNG/BEDIENUNG: Bei der Bedienung gibt es nur kosmetische Änderungen. Wie die anderen BenQ-TVs bietet auch dieser ein sehr einfaches Menü und eine gute Fernbedienung. Vor allem die Schnittstellenausstattung ist üppig. Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet der VL3735 einige Schnittstellen nur dann zur Auswahl an, wenn ein Kabel angeschlossen ist. Auch viel besser: Die Formaterkennung 4:3, 16:9 oder Letterbox-Zoom klappt automatisch nach Bildinhalt oder Scart-Signalisierung – so erwarten wir das!

BILD-/TONQUALITÄT: Die Wiedergabe von PAL interlaced oder progressiv, über Scart oder den Komponenteneingang – eine der Stärken des Vorgängers –, enttäuscht uns schwer. Nur wirklich billige LCD-Fernseher machen das noch schlechter. Erträglich sind sehr detailreiche Bilder nur, wenn der Schärferegler auf der niedrigsten Stufe steht. Live-TV ist nicht so stark betroffen, weil es da ohnehin an Detailauflösung mangelt. Ganz anders sieht es digital aus: Über HDMI kann bis 1080p mit 50 oder 60 Hz zugespielt werden. Das klappt auch mit PCs, wobei der VGA-Eingang nur maximal WXGA (1360 x 768 Punkte) schafft. Aber auch diese Auflösung ist nicht perfekt implementiert, so dass keine richtige 1:1-Darstellung möglich ist. Der Klang der Lautsprecher ist richtig gut. Ob mit oder ohne Virtual Surround, sie bieten eine ausgewogene Tonalität, einen schönen Stereohorizont und sogar ein paar Bässe.

Alle Testergebnisse im Überblick
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FAZIT: Wer sich von PAL jetzt verabschieden will und sofort zu HDMI überwechseln möchte, wird mit dem BenQ VL3735 gut bedient. Denn HDMI-Schnittstelle und hochauflösendes Panel sind richtig miteinander verschaltet. Das ist nicht selbstverständlich – erst recht nicht in dieser Preisklasse –, aber optimal für Media-Center. Die traurige PAL-Darstellung bleibt aber ein Mangel, der sich nur durch externe Signalaufbereitung beheben lässt, etwa per HD-Upscaling über einen guten AV-Receiver.

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