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Medion Akoya Mini 1311 im Test

07.10.2009 | 09:00 Uhr |

Notebook oder Netbook? Das Mini-Notebook Medion Akoya E1312 liegt irgendwo dazwischen. Aldi verkauft es ab dem 8. Oktober zum dritten Mal. Wir hatten ein baugleiches Netbook im Test.

In unserem Test-Labor fand sich das Medion Akoya E1311 ein, das Medion im eigenen Online-Shop derzeit für 399 Euro verkauft. Es ist baugleich zum Aldi-Netbook Akoya E1312, das ab dem 8.10. bei Aldi erhältlich ist : Allerdings bekommen die Käufer bei Aldi drei Jahre Garantie und eine bessere Software-Ausstattung. Außerdem verkauft Aldi das Medion Akoya E1312 jetzt mit einem 9-Zellen-Akku. Anfang Juli und Ende August 2009 bekamen die Käufer des E1312 nur einen 6-Zellen-Akku - dieser Akku lag auch unserem Testgerät des Akoya E1311 bei. Den 9-Zellen-Akku kann man sich als Zubehör kaufen - im Medion-Shop kostet er 69 Euro.

Akkulaufzeit
Egal, ob man das Medion Akoya E1312 als Netbook oder leichtes Notebook bezeichnet: Am wichtigsten für diese Geräteklasse ist eine lange Akkulaufzeit - und hier kann der Mobil-Zwerg von Medion nicht überzeugen. Mit dem 6-Zellen-Akku (4,4 Ah, 49 Wattstunden) hielt er im Test nur knapp unter 3,5 Stunden beim WLAN-Surfen und 2,5 Stunden beim Abspielen eines Videos durch. Aktuelle Atom-Netbooks laufen mit der gleichen Akku-Kapazität rund 1,5 Stunden bis eine Stunde länger.
Mit dem 9-Zellen-Akku (6,6 Ah, 73 Wattstunden), den Aldi dem Akoya E1312 spendiert, dürfte das Aldi-Netbook auf eine Laufzeit von rund fünf Stunden beim WLAN-Surfen und 3:45 Stunden bei der Video-Wiedergabe kommen: Erst mit dem großen Akku erreicht das Akoya E1312 also Akku-Laufzeiten, die annähernd auf Netbook-Niveau liegen.
Allerdings erkauft man sich mit der längeren Laufzeit auch zusätzliches Gewicht: Schon mit dem 6-Zellen-Akku bringt das Aldi-Netbook 1,44 Kilogramm auf die Waage - mit dem 9-Zellen-Akku dürften es 1,6 Kilogramm mehr sein. Bereits mit dem Standard-Akku ist es also etwas schwerer als andere Netbooks mit 11,6-Zoll-Display, die bei 1,35 Kilogramm liegen. Und der 9-Zellen-Akku macht es dicker als 12-Zoll-Netbooks, die knapp unter 1,6 Kilogramm wiegen. Immerhin bleibt das Medion Akoya E1312 leichter als günstige Subnotebooks mit 13,3 Zoll großem Display wie das Acer Aspire 3810T: Die schlagen das Aldi-Netbook mit einer Akku-Laufzeit von über acht Stunden aber ganz klar in der Ausdauer.

Auch das Netzteil des Medion Akoya E1312 ist übrigens mit 400 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht.
Atom-Netbooks sind außerdem deutlich sparsamer als das Medion Akoya E1312 - sowohl im Akkubetrieb als auch an der Steckdose. Netbooks mit großem Display nehmen an der Steckdose rund 12 Watt auf, wenn das System nichts zu tun hat, und rund 16 bis 18 Watt unter Last. Das Medion Akoya E1312 gönnte sich dagegen schon beim Nichtstun knapp über 20 Watt und nahm unter Last 33 Watt auf.

Display
Das 11,6 Zoll große Display des Medion Akoya E1312 zeigt eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten - wie andere Netbooks mit 11,6-Zoll-Display und die meisten Notebooks mit 13,3 Zoll großem Bildschirm.
Im Test maßen wir eine nur mittelmäßige Helligkeit von 152 cd/m2: Für draußen ist das Netbook daher aufgrund des spiegelnden Displays kaum geeignet, für Innenräume reicht die Leuchtdichte aber problemlos aus. Farben stellte das Medion Akoya E1312 recht ordentlich dar. Hauttöne gerieten ihm aber zu hell.
Auffällig: Im Vergleich zu den meisten Netbooks mit Atom-Prozessor dreht der Lüfter im Medion Akoya E1312 öfter - im Test war er fast ständig aktiv. Zwar störte er mit maximal 0,6 Sone höchstens in absolut ruhiger Umgebung - doch viele Netbooks zeigen, dass es noch leiser geht.

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