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MSI K9N2 Diamond

01.10.2008 | 11:27 Uhr |

MSI liefert die K9N2 Diamond mit einer Soundblaster-Steckkarte im PCIe-Format aus, die 7.1-HD-Sound ausgibt. Außerdem hat die Platine als einer der wenigen aktuellen Modelle zwei IDE-Buchsen, an denen Sie bis zu vier Laufwerke betreiben können.

Die auffällige Heatpipe der Platine deutet es schon an: Die MSI K9N2 Diamond hat ordentlich Power und muss gut gekühlt werden. Und unsere Tests bestätigten den ersten Eindruck: Die Platine ist superschnell! Aber sie hat auch ihre Nachteile - etwa den hohen Stromverbrauch.
Tempo: Bei unseren Geschwindigkeitstests, die wir mit Cinebench R10 und PC Mark Vantage durchführen, schnitt die Platine mit den bisher besten Ergebnissen ab. So erzielte sie im PC Mark Vantage in beinahe jeder Disziplin den Bestwert. Lediglich beim "Gaming"- und beim "Communications"-Test musste sie zurückstecken. Dafür erbrachte sie im Cinebench-Benchmark im 4-CPU-Test ebenfalls wieder das bisher beste Ergebnis.

Ausstattung: Neben der vom Chipsatz unterstützen IDE-Buchse besitzt die Platine noch einen weiteren IDE-Anschluss, um den sich der JMB363-Chip kümmert. Insgesamt können Sie also bis zu vier Atapi-Laufwerke - Festplatten oder Brenner - daran anschließen. Möchten Sie die integrierte Grafik nutzen, steht Ihnen ein DVI-Anschluss zur Verfügung, der sich per mitgeliefertem Adapter in eine HDMI-Schnittstelle verwandeln lässt. In Verbindung mit einem der drei 16x-PCIe-Steckplätze lässt sich unter Windows Vista auch Hybrid-SLI nutzen. Alternativ können Sie drei Grafikkarten zu einem so genannten 3-Way-SLI-Verbund zusammenfassen - die nötigen Steckverbindungen liegen bei. Allerdings arbeitet dann nur eine Karte mit 16facher, die beiden anderen mit je 8facher Datenrate.
Die Sockel-AM2+-Platine bietet vier eSATA- und zwei Firewire-Anschlüsse, von denen sie einige erst mittels Slotblech nachrüsten müssen. Auch diese legt MSI dem Board bei.

Handhabung: Die Bestückung der Speicherslots für den Dual-Channel ist im Handbuch etwas irreführend illustiert, da die Position der einzelnen Slots darin nicht mit der Anordnung auf dem Board übereinstimmt. Immerhin setzt das Handbuch nicht voraus, dass der Anwender den farblichen Unterschied zwischen "blue" (einmal fälschlicherweise "bule" geschrieben) und "mazarine", einem dunkleren Blauton, kennt - hier hilft die Anzahl der einzelnen Slots weiter. Das Booten von USB-Laufwerk und USB-Stick absolvierte die MSI-Platine tadellos. Vor allem Letztes ging superschnell vonstatten, was nicht immer der Fall ist. Weniger lobenswert ist dagegen der Stromverbrauch des Boards: Mit 4,8 Watt im ausgeschalteten Zustand erzielte sie das bisher schlechteste Ergebnis, und auch die Messwerte im Idel-Modus und bei Volllast waren vergleichsweise hoch.

Übertaktbarkeit: Die Platine bietet die üblichen Übertaktungsmöglichkeiten im Bios. So lassen sich Takt und Spannung von CPU, Speicher und auch der PCIe-Takt ändern. Außerdem können sie den Multiplikator, zusätzliche Speichereinstellungen und die Hypertransport-Konfiguration anpassen. Weitere Overclocking-Features finden Sie in den beiliegenden Programmen MSI Dual Core Center und Ntune Utility.

Fazit: Wer eine schnelle Platine sucht, bei der der Preis keine Rolle spielt, sollte bei diesem MSI-Board zugreifen. Es ist in jeder Hinsicht gut ausgestattet und ließ sich gut übertakten. Besonders lobenswert fanden wir auch, dass MSI der Platine viel benötigtes Zubehör beilegt - etwa SLI-Steckverbindungen, Slotbleche und Adapter -, so dass keine weiteren Kosten auf Sie zukommen, falls Sie die Funktionen der K9N2 Diamond voll auskosten wollen. Der hohe Stromverbrauch ist jedoch ein Nachteil.

Alternative: Können Sie auf HD-Sound, integrierte Grafik, einen LAN- und einen IDE-Anschluss verzichten, bekommen Sie für etwa 70 Euro weniger die MSI K9A2 Platinum . Sie hat unter anderem vier 16x-PCIe-Slots und war die bisher zweitschnellste Platine im Test.

Vergleichstest: Die besten Hauptplatinen mit Sockel AM2+

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