147424

Audio 180% 4.0

10.03.2009 | 08:00 Uhr |

Audio 180% 4.0 ist eine nette Sammlung von Audio-Tools. Einige Mängel muss der Nutzer auch in der aktuellen Version hinnehmen. Teils sehr kleine Fenster und die fehlende Rückkehr-Möglichkeit aus den einzelnen Tools zum Startfenster erschweren die Bedienung unnötig.

Die Installation verlief im Test auf allen Rechnern problemlos, erforderte aber unter Vista einen Neustart. Das Startfenster zeigt sich in gewohntem Schwarz und bietet Zugriff auf die bereits aus Version 3.0 bekannten Tools: AudioPlayer, AudioStreamer, Audio CD Brenner, MP3-Brenner, Sound Editor, Audio CD Ripper, Audio Converter, iPod Updater und Audio Recorder. Der AudioPlayer überzeugt durch einfache Bedienung. Die Übersicht leidet aber etwas unter dem sehr kleinen Programmfenster, das sich nicht vergrößern lässt – besonders auf hochauflösenden TFTs ist die Bedienung daher etwas fummelig. Der Player spielt gängige Formate wie MP3, OGG-Vorbis, WAV und WMA. Lautstärke, Balance und Trackposition lassen sich bequem über Schubleisten verändern. Über zahlreiche Einstellungen kann man Songs an den persönlichen Geschmack anpassen. Der Equalizer verbesserte im Test schlechte Aufnahmen deutlich, Effekte wie Phaser, Hall, Flanger und Echo runden die Einstellungsmöglichkeiten ab.

Handhabung: Negativ fällt auf, dass der Player immer nur einzelne Stücke abspielt und keine Playlisten unterstützt. Zudem ließ sich das Programm im Test nicht beenden, falls im ausgewählten Laufwerk keine Audio-CD lag. Kurios: Manchmal startete im Test Audio Recorder statt Audio Player nach Klick auf das Icon. Mit dem AudioStreamer lassen sich Beiträge von Internet-Radiosendern direkt als MP3 auf Festplatte speichern. Die umfangreiche Senderliste wird aus dem Netz bezogen und aktualisiert. AudioStreamer zeigt während der Wiedergabe alle wichtigen Infos wie etwa Sendername, Genre, URL, Bitrate, Interpret und Musiktitel an und speichert die aufgenommene MP3s mit allen Angaben. Die Suchfunktion nach Sendern zeigte sich im Test als wenig hilfreich. Keiner der bekannten Münchner Lokalsender wurde gefunden, obwohl sie im Web vertreten sind. Auch das manuelle Hinzufügen dieser Stationen erwies sich als unmöglich, da AudioStreamer nur mit ShoutCast/IceCast-Sendern zusammen arbeitet. Die vorhandenen Sender können mitgeschnitten werden (maximal acht Sender gleichzeitig), die Musikstücke werden meist einzeln inklusive ID3-Tag gespeichert. Einige getestete Sender lieferten dagegen nur eine große Datei ab, die dann manuell in einzelne Songs zerlegt werden musste. Im Test brachen Aufnahmen meist nach einigen Stunden ab. Wer sich quasi über Nacht eine umfangreiche Musiksammlung zulegen will, braucht Geduld.

Der Audio CD Brenner ist frei von überflüssigen Funktionen und erstellt schnell und einfach Musik-Scheiben. Burnproof und Mehrfach-Kopien einer Zusammenstellung werden unterstützt. Der MP3-Brenner ist beinahe ein vollwertiges Brennprogramm, das neben MP3-CDs/DVDs auch (bootfähige) Datenscheiben erstellt. Der Sound-Editor liest MP3-, OGG-Vorbis-, WAV- und WMA-Dateien und kann jedes Projekt auch in diesen Formaten speichern. Die Oberfläche ist relativ übersichtlich, die Bedienung erschließt sich bereits nach kurzer Einarbeitung. Im Test war die Software beim Einlesen und Bearbeiten größerer Audio-Dateien etwas langsam, doch dank der umfangreichen Funktionen blieb der Gesamteindruck positiv. Flott arbeitete der Audio CD Ripper. Hier fiel negativ auf, dass jeder Track einer Musik-CD einzeln ausgewählt werden muss – nervig, wenn man eine größere CD-Sammlung einlesen möchte. Interpret, Album- und Songtitel holt sich das Programm auf Wunsch aus dem Internet. Der Audio-Konverter liest und speichert die bereits genannten Formate. Im Test gab es an diesem Tool nichts zu beanstanden. Der iPod Updater startete nicht ohne installiertes iTunes und erkannte im Test die aktuelle Version 8 dieser Software nicht. Zudem funktioniert das Tool auch nur, wenn der iPod mit der iTunes-Mediathek logisch verbunden ist. Brav arbeitete der Audio Recorder: der automatische Scan entdeckte jeweils den aktiven Audio-Eingang, die Aufnahme-Lautstärke ließ sich gut einstellen. Die Option “Automatische Aufnahme“ zerlegte dagegen manchmal ein Lied in lauter kleine Stücke mit wenigen Sekunden Dauer. Im Test ließen sich zudem im Aufnahmeverlauf keine Dateien löschen.

Fazit: Die einzelnen Tools sind ganz nett und helfen beim Vergrößern, Bearbeiten und Verwalten der Musik-Sammlung. Doch auch die aktuelle Version 4 bietet noch keine einheitliche Bedienerführung.

Alternative: Audials One ( www.audials.com ) ist etwas teurer, bietet dafür einen wesentliche größeren Funktions-Umfang.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,7

Anbieter:

Franzis

Weblink:

www.franzis.de

Preis:

40 Euro

Betriebssysteme:

Windows 98, ME, 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 24 MB

0 Kommentare zu diesem Artikel
147424