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Freetunes 2.0

23.09.2008 | 08:30 Uhr |

Freetunes 2.0 hebt DRM-Nutzungsbeschränkungen bei heruntergeladenen Musikstücken auf. Das Tool kommt allerdings ohne eigenen MP3-Encoder.

Wer Musik über legale Download-Plattformen lädt, wird durch deren DRM-Beschränkungen in den Verwendungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Freetunes verspricht, diese Einschränkungen legal aufzuheben, indem es die geschützten Songs abspielt und zugleich in ein uneingeschränkt nutzbares Format wie MP3 aufzeichnet. In unserem Test funktionierte das tadellos mit einer ganzen Reihe geschützter Formate, von iTunes-Hörbüchern bis zu Musicload-WMVs. Damit Meldungen über neue Mails oder andere Aktivitäten am PC die Aufnahme nicht beeinträchtigen, lassen sich Systemklänge während der Aufzeichnung deaktivieren. Irritiert hat uns lediglich, dass diese Option nicht per Default eingeschaltet ist. Wie bei Programmen dieser Preisklasse üblich, fehlt ein eigener MP3-Encoder. Neben dem Lame-Encoder kann die Software aber auch die zum Windows Media Player gehörenden Encoder nutzen.

Handhabung: Freetunes verarbeitet auch ungeschützte Dateiformate: So ist es möglich, die Audiospur von aus dem Netz geladenen Videoclips abzutrennen oder MP3-Dateien in das Ogg-Vorbis-Format zu übertragen, das bei nahezu gleicher Klangqualität noch einmal deutlich weniger Speicherplatz verbraucht. Ungeschützte Songs werden nicht über die Soundkarte konvertiert, sondern schneller durch Software-Algorithmen. Klangverluste waren dabei nicht hörbar, können aber, je nach Ausgangsdatei und Ausgabe-Einstellungen nicht ganz ausgeschlossen werden.

Nicht überzeugt hat uns der integrierte Player: Er dient wohl in erster Linie dazu, die frisch konvertierten Songs zu prüfen, bietet aber nicht einmal einen eigenen Lautstärkeregler, geschweige denn eine Playlist-Verwaltung oder ähnlich komfortable Funktionen. Die Bedienung des gesamten Tools ist dafür allerdings auch absolut einsteigertauglich, an keiner Stelle wird vertieftes Knowhow gefordert. Allenfalls ließe sich die Auswahl der zu konvertierenden Dateien verfeinern: Per Klicken und Ziehen geht das nämlich nicht. Über den Auswahldialog lassen sich aber zumindest gleich mehrere Dateien in einem Zug auswählen.

Fazit: DRM-geschützte Songs sind auf dem Rückzug. Wer seine Festplatte voll davon hat, sie aber ohne Beschränkungen nutzen möchte, findet in Freetunes einen nützlichen Helfer.

Alternative: Tunebite ( www.audials.com ) bietet ähnliche Konvertierungsmöglichkeiten und ist bei geschützten Musikstücken oft schneller.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 1,9

Anbieter:

Engelmann Media GmbH

Weblink:

www.engelmann.com

Preis:

18,- Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 18 MB

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