1939874

Atelco 4home! im Test

06.05.2014 | 11:11 Uhr |

Atelco stattet den Fertig-PC 4home! mit alltagstauglichen Komponenten aus: Einer 120-GB-SSD, Intel-Pentium-Prozessor und 4GB Arbeitsspeicher. Dann springt aber die flotte Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 750 Ti ins Auge. Wie es um die Praxis-Leistung steht und ob Sie doch das ein oder andere Spielchen wagen dürfen, verrät Ihnen der Test.

Wer sich einen Komplett-PC wie den Atelco 4home! für rund 500 Euro zulegt darf davon ausgehen, dass alle alltäglichen Arbeiten wie das Transkodieren von Filmen und Musik oder Bearbeiten der Urlaubsfotos und Dokumente keine Probleme darstellen. Wenn es aber ums Gaming geht, dann wird die Luft aufgrund der hohen Anforderungen doch etwas dünn, flüssige Bildraten sind meist nur in häßlich niedrigen Grafik-Details möglich. Abhilfe kann hier in der Regel eine schnelle Grafikkarte schaffen: Atelco meint, dass die in Form der Nvidia Geforce GTX 750 Ti vertreten ist.

Ausstattung im Überblick

Bei dem Prozessor handelt es sich um den Intel Pentium G3220 , einen günstigen Haswell-Ableger mit 3 GHz Taktrate. Es sind lediglich zwei physikalische Rechenkerne vertreten, Hyper-Threading fehlt. Dafür ist eine integrierte Grafik im Chip, von der Sie aber nicht viel erwarten sollten. Zur weiteren Ausstattung zählen 4 GB DDR3-Arbeitsspeicher von G.Skill mit 1600 MHz Takt, verteilt auf zwei Speichermodule. Bei der Hauptplatine fällt Atelcos Wahl auf das Asus H81M-Plus im platzsparenden Micro-ATX-Format. Das Mainboard verfügt über speziell verarbeitete Komponenten (Asus 5X Protection), um in Sachen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zu punkten.

Der Pentium-Prozessor verfügt nur über zwei Kerne – für den Alltag ist das ausreichend.
Vergrößern Der Pentium-Prozessor verfügt nur über zwei Kerne – für den Alltag ist das ausreichend.

Der Speicher setzt sich aus der 120 GB großen SSD M500 von Crucial und einer Seagate-Festplatte mit 1 TB Kapazität: So profitieren Sie von flotten Datenraten und kurzen Reaktionszeiten, haben aber dennoch Platz für größere Datenmengen. Die Speichergröße der HDD ist mittlerweile Standard. Wenn es um Schnittstellen geht, dann beschränkt sich der PC auf das Nötigste wie USB 3.0, Video-Schnittstellen und Mehrkanal-Audio-Buchsen an der Rückseite. In den Tabellen erhalten Sie mehr Informationen.

An der Frontseite stehen zwei weitere USB-3.0-Ports zur Verfügung. Am Gehäuse selbst ist kein Gamer verloren gegangen – im Gegenteil, hierbei handelt es sich um ein schlichtes Case für den unauffälligen Einsatz im Büro oder unter dem heimischen Schreibtisch. Wirklich schön ist das Case letztendlich nicht, aber das ist ja Geschmackssache.

An der Front stehen zwei USB-3.0-Ports zur Verfügung, darüber befindet sich der DVD-Brenner von LG.
Vergrößern An der Front stehen zwei USB-3.0-Ports zur Verfügung, darüber befindet sich der DVD-Brenner von LG.

Nvidia-Grafik: Maxwell für preisbewusste Spieler

Als Grafikkarte kommt die MSI Geforce GTX 750 Ti OC zum Einsatz, unser Test des Referenzdesigns wies die Karte als definitive Empfehlung für den kleinen Geldbeutel oder den bescheidenen Aufrüster aus. Doch im Gegensatz zur Referenz verfügt die Version von MSI über eine umfassendere Kühlung in Form eines größeren Radiators und zwei Lüftern – ein extra Stromanschluss ist wider Erwarten nicht nötig. Außerdem ist der Chip-Takt um knapp 40 MHz höher („OC“, Overclocked), während der Grafikspeicher und –Takt gleich bleiben (4 GB respektive 1350 MHz).

Mit der MSI Geforce GTX 750 Ti OC steckt eine spieletaugliche Grafikkarte im Atelco-PC.
Vergrößern Mit der MSI Geforce GTX 750 Ti OC steckt eine spieletaugliche Grafikkarte im Atelco-PC.
© MSI

Spiele-Test mit Titanfall

Um die Grafik-Leistung des 4home! auf die Probe zu stellen, installieren wir den flotten Multiplayer-Shooter „ Titanfall “, das eine stark überarbeitete Source-Engine nutzt. Die Einstellung der Grafik-Details überlassen wir dem Tool Geforce Experience , das dank Verbindung zu den Nvidia-Datenbanken in der Cloud automatisch die besten Einstellungen für die Komponenten des Atelco 4home! bestimmt. Und wir sind überrascht, welches Grafik-Niveau als „optimal“ gilt: Zweifache Multisample-Kantenglättung (MSAA), 16-fache anisotropische Filterung sowie durchgängig das höchste Detail-Level. Wir starten direkt das Spiel und machen uns auf in Multiplayer-Gefechte, um eine möglichst realitätsnahe Bildrate zu messen. Schlussendlich messen wir im Schnitt respektable 51 Bilder pro Sekunde, was selbst für einen so schnellen Shooter absolut flüssig ist.

In Titanfall messen wir flüssige Bildraten – ideal für einen so flotten Multiplayer-Shooter.
Vergrößern In Titanfall messen wir flüssige Bildraten – ideal für einen so flotten Multiplayer-Shooter.

Gratis-Download: Nvidia Geforce Experience

Kommt es allerdings auf die reine CPU-Leistung an, dann schneidet der Pentium-Prozessor nur mäßig ab – sowohl bei der Einzel-, als auch bei der Mehrkern-Leistung. Für den Preis ist die CPU leistungsmäßig aber in Ordnung. Im synthetischen Benchmark PCMark 8 lässt sich der Computer im unteren Mittelfeld einordnen, im grafisch aufwändigen 3DMark eher im oberen Einsteigersegment.

Geschwindigkeit

Atelco 4home!

Büro- und Multimedia-Leistung (PCMark 8, Home conventional / Creative conventional)

1894 / 1914 Punkte

Prozessor-Leistung (Cinebench R15, ein Kern / alle Kerne)

114 / 222 Punkte

Spiele-Leistung

3DMark (Ice Storm / Cloud Gate / Fire Strike)

55 427 / 7949 / 3545 Punkte

Titanfall: Hohe Einstellungen, 2x MSAA, 16x AF (1.920 x 1.080 Pixel)

51 Bilder/s

Geforce Experience mit Shadowplay

Doch Geforce Experience kann in der aktuellen Version noch mehr, als optimale Grafikeinstellungen zu definieren. Fester Bestandteil ist mittlerweile auch „ Shadowplay “, das vom Prinzip her nichts anderes als ein Bildschirm-Aufnahme-Programm ist, aber speziell auf Gamer ausgelegt ist. Dabei nimmt das Tool stets immer die letzten 20 Minuten Ihres Gameplays auf, die sich per Tastendruck jederzeit abspeichern lassen. Auch manuelle Aufnahmen sind ohne weiteres möglich, die mögliche Aufnahmezeit ist nur durch Ihren Speicherplatz limitiert. Gleich integriert ist die Möglichkeit, seine Aufnahmen auf Twitch hochzuladen, um seine glorreichen Spielmomente auch mit der Öffentlichkeit zu teilen. Für die aktuelle Let’s-Player-Manie ist das natürlich von Vorteil.

Shadowplay ist für Let's-Player eine feine Sache, sofern die Hardware-Voraussetzungen erfüllt sind.
Vergrößern Shadowplay ist für Let's-Player eine feine Sache, sofern die Hardware-Voraussetzungen erfüllt sind.

Positiv zu erwähnen ist, dass die Aufnahme nur wenige Ressourcen frisst, Leistungseinbußen bewegen sich noch im einstelligen Prozentbereich. Allerdings lässt sich das Tool auf dem Atelco 4home! nicht nutzen, da im System mindestens ein Intel Core i3-2100 stecken muss. Außerdem existieren auf dem Markt zahlreiche weitere Alternativen zu Shadowplay, die sogar noch ein etwas besseres Feintuning erlauben – sofern Sie ein versierter Let’s-Player mit überdurchschnittlichen Ansprüchen sind.

Stromverbrauch und Betriebsgeräusch

Ein PC dieser Preis- und Leistungs-Kategorie sollte nicht viel Strom verbrauchen, schließlich ist er im Büro mindestens 8 Stunden täglich eingeschaltet, Zuhause sind Stromfresser ebenfalls ungern gesehen. Doch wir können Sie beruhigen, mit maximal 135 Watt unter voller Auslastung der CPU und der Grafikkarte ist der Atelco 4home! angenehm zurückhaltend. Weniger schön finden wir die Tatsache, dass der PC im heruntergefahrenen Zustand noch 1,3 Watt zieht – selbst wenn wir den Power-Schalter des Netzteils umlegen, verlangt der PC noch 0,3 Watt.  In Sachen Betriebsgeräusch ist der PC mit maximal 1,7 Sone deutlich hörbar, was unter anderem am verbauten Intel-Boxed-Kühler und der Dual-Lüfter-Grafikkarte liegt. Im einfachen Desktop-Betrieb beläuft sich die Lautstärke auf 0,8 Sone. Im Übrigen kommt das 300-Watt-Netzteil von HCE, das laut Hersteller über eine Effizienz von 80 Prozent verfügt. Allerdings handelt es sich beim Siegel nicht um das Zertifikat der bekannten 80-Plus-Organisation.

Das Netzteil leistet brutto 300 Watt, allerdings handelt es sich bei der Zertifizierung nicht um das Siegel der 80-Plus-Foundation.
Vergrößern Das Netzteil leistet brutto 300 Watt, allerdings handelt es sich bei der Zertifizierung nicht um das Siegel der 80-Plus-Foundation.

Umwelt und Gesundheit

Atelco 4home!

Stromverbrauch: Heruntergefahren

1,3 Watt

Stromverbrauch: Netzschalter aus

0,3 Watt

Stromverbrauch: Last

135 Watt

Stromverbrauch: Energie sparen

2,3 Watt

Stromverbrauch: Desktop-Betrieb

41 Watt

Betriebsgeräusch: geringe Last

0,8 Sone

Betriebsgeräusch: hohe Last

1,7 Sone

Test-Fazit zum Atelco 4home!

Käufer des Atelco 4home! dürfen einen voll alltagstauglichen Komplett-Rechner erwarten, der sogar eine anständige Leistung in Spielen bei 1080p bietet. Bei anspruchsvolleren Games dürfte es oft auch schon genügen, wenn Sie sachte an der Detailschraube drehen, um durchweg flüssige Bildraten zu erhalten. Positiv sind auch der geringe Stromverbrauch und der Einsatz von Marken-Komponenten.

Eher weniger gefallen haben uns das recht preiswert anmutende Gehäuse und das auffällige Betriebsgeräusch – unserer Meinung nach ein schwerwiegendes Kriterium beim Kauf eines Komplett-PCs. Wenn Sie sich die gleichen Komponenten selbst kaufen und zusammenbauen, kommen Sie auf etwa 520 Euro (ohne Versandkosten). Das ist sogar noch teurer, und obendrauf gewährt Ihnen Atelco auch eine lange Garantiezeit von 5 Jahren!  

Ein spieletauglicher Komplett-PC für wenig Geld, allerdings mit eher mäßigen Optik und lautem Betriebsgeräusch.
Vergrößern Ein spieletauglicher Komplett-PC für wenig Geld, allerdings mit eher mäßigen Optik und lautem Betriebsgeräusch.

Allgemeine Daten

Atelco 4home!

Hersteller

Atelco

Test-Kategorie

PCs

Internetadresse

www.atelco.de

Preis der Test-Konfiguration

499 Euro

Technische Hotline

01805/020020

Garantie

60 Monate

Ausstattung

Caseking Royal Gaming Beast

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

4096 / 4096 / 16 384 MB

Speicher

SSD (Nennkapazität / verfügbar)

120 / 112 GB

HDD (Nennkapazität / verfügbar)

1000 / 932 GB

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner (LG HL-DT-ST DVDRAM GH24NSB0)

Speicherkartenleser

nein

Netzwerk: Kabel (Typ)

Realtek PCIe GBE Family Controller

Netzwerk: WLAN (Standard)

nicht vorhanden

Anschlüsse

4x USB 2.0, 4x USB 3.0, 2x PS/2, 2x DVI, 2x HDMI, 2x VGA, 5.1 Audio-Klinke

CPU-Kühlung

Intel-Boxed-Kühler

Gehäuse

Atelco 6T-Serie

Netzteil: Bezeichnung / Nennleistung / Zertifizierung

HEC-300TC-2WE / 300 Watt / keine offizielle

Technische Daten

Atelco 4home!

Hauptplatine

Asus H81M-Plus (C2)

Chipsatz

Intel H81

Bios-Version

American Megatrends 0701

Prozessor (Takt / physikalische Kerne)

Intel Pentium G3220 /3,0 GHz / 2)

Grafikkarte: Bezeichnung / Shader / Chiptakt / (physikalischer) Speichertakt

MSI Geforce GTX 750 Ti OC / 640 Stück / 1059 MHz / 1350 MHz

Grafikspeicher (shared)

2048 MB GDDR5 (nein)

Grafiktreiber

Forceware 337.50 (9.18.13.3750)

Festplatte(n)

Crucial M500 (SSD), Seagate ST1000DM033-1CH162 (HDD)

Soundchip

Onboard: Realtek High Definition Audio

TV-Modul

nicht vorhanden

Betriebssystem

Windows 8.1, 64-Bit

0 Kommentare zu diesem Artikel
1939874