1540751

Test: Asus Transformer Pad Infinity (TF700T)

05.09.2012 | 10:00 Uhr |

Das Transformer Pad Infinity ist das erste Android-Tablet mit Full-HD-Auflösung. Ob sich Asus damit neben Apple und Samsung in der Elite der Luxus-Tablets etablieren kann, klärt der PC-WELT-Test.

Wenn es um die besten Tablets geht, fällt den meisten das Apple iPad oder das Samsung Galaxy Tab ein. Dabei hat Asus mit der Transformer-Serie Android-Modelle im Angebot, die sich mit den beiden Top-Marken locker messen können: Das Transformer Pad Infinity beispielsweise bietet ein 10,1-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung und einen schnellen Prozessor.

Schick von allen Seiten: Asus Transformer Pad Infinity
Vergrößern Schick von allen Seiten: Asus Transformer Pad Infinity
© Asus

Und auch beim Aussehen steht das Asus-Tablet nicht zurück: Es steckt in einem neun Millimeter flachen, stabilen Metallgehäuse, dessen champagner-goldene Rückseite konzentrische Kreise zieren. Ganz ohne Makel ist es nicht: Die mechanischen Tasten zum Einschalten und für die Lautstärke liegen zu tief im Gehäuse, auf der rechten Seite entdeckten wir Spaltmaße zwischen Panel und Rahmen.

Schnelle Bedienung, super-scharfes Bild

Auf dem Asus-Tablet läuft noch Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich): Der Hersteller hat aber bereits ein Update auf Jelly Bean in Aussicht gestellt. Die Bedienung läuft flüssig, nur ganz selten setzt das Tablet Fingergesten verzögert um. Nur beim Drehen des Bildinhaltes lässt sich das Infinity Pad mit rund zwei Sekunden ein bisschen viel Zeit - der Bildwechsel wird aber angenehm flüssig angezeigt. Beim Zoomen von Webseiten arbeitet das Asus-Tablet ebenfalls nicht so schnell wie beispielsweise das Nexus 7: Kein Wunder, muss es doch bei einer Auflösung von 1920 x 1200 deutlich mehr Bildpunkte bewegen als andere Tablets.

Bedienung

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 1,53)

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

angenehm / angenehm / ja / kapazitiv

Spracheingabe

ja

Doch das Display ist eines der Highlights des Asus-Tablets: Es zeigt ein helles, kontraststarkes und knackscharfes Bild - seine Punktedichte von 224 ppi wird nur vom Retina-Display des iPad 3 übertroffen. Die normale Leuchtstärke von 379 cd/qm können Sie über den Modus Super-IPS+ auf satte 569 cd/qm steigern: Das geht zwar auf Kosten der Akkulaufzeit, erlaubt aber auch den Bildschirm im direkten Sonnenlicht problemlos abzulesen. Das Display ist sehr blickwinkelstabil, stellt Farben aber zu kräftig dar - die meisten Film- und Fotostars haben daher gut durchblutete Backen.

Bildschirm

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 2,16)

Diagonale / Auflösung / Punktdichte

10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) / 1920 x 1200 Bildpunkte / 224 dpi

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

379 cd/m² / 1139:1 / gering

Quad-Core-Prozessor mit Extra-Turbo

Asus nutzt im Infinity Pad den Quad-Core-Prozessor Tegra 3 T33: Er arbeitet mit maximal 1,6 GHz im Mehrkernbetrieb etwas schneller als der T30 (1,3 GHz), den alle bisherigen Quad-Core-Tablets einsetzten. Im Browser-Test Sunspider schlägt sich das aber nicht nieder: Das Infinity Pad bleibt hinter dem iPad 3 und dem Nexus 7 zurück, und ist auch kaum schneller als Android-Tablets mit dem T30. Daran ändert auch der Normal-Modus nichts, in dem der T33 mit bis zu 1,7 GHz läuft. Das Umschalten der CPU über das Einstellungs-Menü können Sie sich also sparen - belassen Sie das Tablet am besten immer im Modus "Ausgeglichen".

Bei der Grafikleistung spielt das Transformer vorne mit
Vergrößern Bei der Grafikleistung spielt das Transformer vorne mit

Im Spiele-Benchmark GL Benchmark ist das Asus-Tablet sehr schnell unterwegs und erweist sich als das derzeit schnellste Android-Gerät. In nativer Full-HD-Auflösung reicht die Grafikleistung aber nicht mehr für flüssiges Spielen aus: Im GL Benchmark 2.5, der auch in 1080p-auflösung testet, erreicht das Transformer nur maximal 13 Bilder pro Sekunde.

Beim Websurfen drückt das TF700T dagegen aufs Tempo: Webseiten zeigt es im Durchschnitt in 4,7 Sekunden an, was auch am schnellen WLAN liegt. Das arbeitet allerdings nur über die 2,4-GHz-Frequenz.

Geschwindigkeit und Multimedia

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 2,36)

Browser: Geschwindigkeit (Sunspider) / Smartbench 2011 / GL-Benchmark / mittlere Ladezeit für Webseiten

1891.7 Millisekunden / 7830 Punkte / 75 Bilder pro Sekunde / 4,70 Sekunden

WLAN-Geschwindigkeit

26,7 MBit/s

Startzeit: aus ausgeschaltetem Zustand / aus Bereitschafts-Modus

39 / 1 Sekunden

Dateien auf Gerät übertragen (700 MB)

336 Sekunden

Üppige Speicheraustattung, ein LTE-Modell kommt noch

Im Asus-Tablet sitzen 64 GB Speicher. Das Modell ohne Docking bekommen Sie derzeit für rund 600 Euro, mit der Docking-Tastatur kostet das Infinity rund 120 Euro mehr. Vom Transformer Pad Infinity wird es auch ein Modell mit LTE geben. Per Micro-HDMI-Ausgang können Sie das Tablet an einen Fernseher anschließen, über die Docking-Buchse mittels des mitgelieferten USB-Kabels an einen PC. Der ohnehin große Speicher lässt sich per Micro-SD-Karte erweitern. Auf die beiden Kameras können Sie direkt aus dem Sperrbildschirm zugreifen. Die rückwärtige schießt Fotos mit 8 Megapixel, die Front-Kamera bietet 1920 x 1080 Bildpunkte. Mit Full-HD-Auflösung können Sie auch Videos aufnehmen.

Kein Spitzenplatz bei der Akkulaufzeit
Vergrößern Kein Spitzenplatz bei der Akkulaufzeit

Die kleine Schwäche: Akkulaufzeit nur Mittelmaß

Ein Ausdauer-König ist das Transformer Pad Infinity nicht: Bei der Video-Wiedergabe hält es rund 7,5 Stunden durch, beim WLAN-Surfen knapp sieben Stunden. Hier schneidet das iPad klar besser ab.

Und auch der Tegra-3-Konkurrent Acer Iconia A510 sticht das Asus-Tablet dank des größeren Akkus aus (36 Wattstunden gegenüber 25 Wattstunden im Transformer).

Asus Transformer Pad Infinity im Test: Fazit

Ein hervorragendes Display, flüssige Bedienung und üppiger Speicher: Das Asus-Tablet kratzt am Tablet-Thron des iPad 3 und platziert sich neben dem Samsung Galaxy Tab 2 10.1 als derzeit bestes Android-Tablet. Eine etwas bessere Akkulaufzeit hätte für den Spitzenplatz genügt.

Testergebnis (Noten)

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T)

Testnote

gut ( 2,17 )

Preis-Leistung

preiswert

Bedienung (25 %)

1,53

Mobilität (20 %)

2,72

Bildschirm (20 %)

2,16

Ausstattung (17 %)

2,34

Geschwindigkeit und Multimedia (15 %)

2,36

Service (3 %)

1,96

Mobilität

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 2,72)

Akkulaufzeit: Internetzugriff per WLAN / Video abspielen

6:44 Stunden / 7:31 Stunden

Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil

607 / 94 Gramm

Ausstattung

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 2,34)

Prozessor

Nvidia Tegra 3 T33 (1,6 GHz)

Maße (L x B x H)

26,2 x 18,1 x 0,9 Zentimeter

Betriebssystem

Android 4.0.3

eingebauter / zusätzlicher Speicherplatz (Art)

64 GB (Flash) / keiner mitgeliefer

Wireless-LAN / Bluetooth / UMTS / GPS

802.11n / 4.0 / nicht vorhanden / ja

HDMI

1 (Mikro)

Kartenleser (Formate)

ja (Micro-SD)

Einschub für SIM-Karte

nein

Kamera

ja (3264 x 2448 Pixel)

Internetkamera

ja (1920 x 1080 Pixel)

Dockinganschluss

1

Audioausgang

1

Mikrofon

ja

Lieferumfang

USB-Kabel, Netzteil, Putztuch

Allgemeine Daten

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T)

Internetadresse von Asus

www.asus.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

599 Euro / 599 Euro

Technische Hotline

01805/10920

Garantie

24 Monate

Service

Asus Transformer Pad Infinity (TF700T) (Note: 1,96)

Handbuch: deutsch / gedruckt / umfangreich / als PDF

ja / ja / ja / nein

Garantie

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

01805/10920 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.asus.de / ja / ja / nein / ja

0 Kommentare zu diesem Artikel
1540751