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Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC im Test

13.11.2013 | 06:01 Uhr |

Grafikkarten unter 200 Euro verkaufen sich wie geschnitten Brot und genügen meist für mittlere bis hohe Details in Spielen in 1080p. Doch das es nicht mehr nur mittlere Details sein müssen und auch nicht mehr als gut 170 Euro, zeigt AMD mit der Radeon R9 270.

Es geht weiter mit dem Marathon der Grafikkarten: Die AMD Radeon R9 270 positioniert sich unter dem großen Bruder mit dem Zusatz "X" am Ende ( hier geht es zum Test ) und soll nach Herstellerangaben gegen die beiden Nvidia-Karten Geforce GTX 650 Ti Boost und GTX 660 antreten. Das Herzstück alias der Grafikchip ist die AMD-Pitcairn-GPU, die in den beliebten weil günstigen Grafikkarten der Radeon-HD-7870 und -7850-Serie zum Einsatz kamen.

Ausstattung und Technik

Technische Details der AMD-Pitcairn-GPU.
Vergrößern Technische Details der AMD-Pitcairn-GPU.

Die Radeon R9 270 verspricht preiswertes Gaming aktueller Spiele in Full-HD und möchte sich so zum Liebling der preisbewussten PC-Aufrüster mausern. Unser Sample ist bereits übertaktet und kommt von Asus, genauer die Radeon R9 270 DirectCU II OC (links sehen Sie die zugehörigen Daten aus GPU-Z). Der Grafikprozessor Pitcairn auf Basis der "Graphics Next Core"-Architektur (GNC) erfährt nur leichte technischen Änderungen, weshalb wir in Sachen technischen Details auf den Test der Gigabyte Radeon R9 270X OC verweisen. In der Tabelle weiter unten haben wir die die Spezifikationen der rivalisierenden Grafikkarten von AMD und Nvidia noch einmal gegenüber gestellt.

Besondere Beachtung verdient aber der die Tatsache, dass AMD die Kompatibilität zu den "Tiled Resources" aus DirectX 11.2 und OpenGL 4.3 per Treiber-Update freischaltet. Hinzu kommt natürlich noch AMDs eigene Schnittstelle Mantle, über die Top-Titel wie Battlefield 4, das bald erscheinende Thief und Star Citizien laufen können. Übrigens erhalten auch die Grafikkarten der Radeon-HD-7000-Serie das Update, DirectX 11.2 funktioniert jedoch erst mit Windows 8.

Grafikkarten-Mittelklasse: Technische Daten im Vergleich

 

AMD Radeon R9 270

Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost

Nvidia Geforce GTX 660

AMD Radeon HD 7850

Grafikchip

AMD Pitcairn

Nvidia GK106

Nvidia GK106

AMD Pitcairn

Fertigung

28 nm

28 nm

28 nm

28 nm

Chipfläche

212 mm²

221 mm²

221 mm²

212 mm²

Chiptakt

925 MHz

980 MHz

980 MHz

860 MHz

Shader-Einheiten

1.280

768

960

1.024

Textur-Einheiten (TMUs)

80

64

96

64

Raster-Operations-Proessoren (ROPs)

32

24

24

32

GDDR5-Speicher

2.048 MB

2.048 MB

2.048 MB

2.048 MB

Speichertakt (effektiv)

5.600 MHz

6.008 MHz

6.008 MHz

4.800 MHz

Speicheranbindung

256 Bit

192 Bit

192 Bit

256 Bit

Speicherbandbreite

179 Gbit/s

144 Gbit/s

144 GBit/s

154 Gbit/s

Maximaler TDP (Herstellerangaben)

150 Watt

134 Watt

140 Watt

130 Watt

Preis

160 Euro (UVP)

130 Euro (Straßenpreis)

155 Euro (Straßenpreis)

130 Euro (Straßenpreis)

Es fällt auf, dass die R9 270 über eine erhöhte Anzahl an Shader-Einheiten verfügt, AMD hat außerdem noch den Speichertakt nach oben geschraubt während das Speicher-Interface mit einer Breite von 256 Bit gleich bleibt. Resultat der Änderungen ist eine höhere Speicherbandbreite, der maximale TDP bleibt jedoch bei 150 Watt. Der Grafikchip- und Speicher-Takt ist zur Vorgänger-Generation gestiegen, liegt aber in beiden Fällen immer noch hinter den Nvidia-Karten.

TECHNISCHE DATEN

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC

Grafikprozessor

AMD Pitcairn

GPU-Takt

975 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

1280

Shader-Takt

975 MHz

DirectX-Version

11.1

Speicher-Größe

2048 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1400 MHz

Speicher-Busbreite

256 Bit

Grafikkarten-Bios

015.039.000.001.000000

Grafikkarten-Treiber

Catalyst (13.250.18.0)

Kartenlänge

22,8 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

1x 6polig

Standardkost bei den Ausgängen.
Vergrößern Standardkost bei den Ausgängen.

Smarte AMD-Features

Da es sich bei der Radeon R9 270 praktisch nur um ein Rebranding der AMD Radeon HD 7850 handelt, ist die Echtzeit-Aduio-Verarbeitung AMD Trueaudio nicht integriert, denn die Technik setzt einen dedizierten DSP (Digital Signal Processor) voraus. Dafür ist das verbesserte Powertune integriert, das sich um die stets passenden Taktraten kümmert – abhängig von der Leistungsaufnahme, den thermischen Gegebenheiten und der Anforderung des Systems. Zerocore fährt den Takt im sogenannten "Long Idle", also nach langem Leerlauf, fast komplett herunter und spart somit Energie ein.

Powertune kümmert sich um alles: Automatische Anpassung der Taktraten, Spannung und der Lüfterdrehzahl.
Vergrößern Powertune kümmert sich um alles: Automatische Anpassung der Taktraten, Spannung und der Lüfterdrehzahl.
© AMD

Weitere Neuigkeiten gibt es über Eyefinity zu berichten: Nun ist es vollkommen gleich, welche Ausgänge Sie wie belegen, um mehrere Monitore parallel an einer Grafikkarte zu betreiben. Auch die Unterstützung der "Tiled Displays" hat sich verbessert, womit Sie mit einer Radeon-Pixelbeschleuniger recht gut für Ultra-HD (4K) gerüstet sind. Des Weiteren gibt es eine weitere gute Neuigkeit für Gamer, die die Spiele-Bundles betrifft: Die Vollversion von Battlefield 4 ist nun beim Kauf aller neuen AMD-Grafikkarten der R-Serie als Download-Gutschein enthalten. Hiervon ausgenommen die R7 260X , für die sie allerdings den "Silver Reward" erhalten, um sich zwei Spiele aus dem Angebot heraus zu suchen. Die Auswahl an Spielen ändert sich stetig, weshalb folgender Umstand besonders Fans von Schleich-Spielen freuen dürfte: AMD nimmt das neue Thief in die Sammlung für die "Silver Rewards" auf! Doch nicht jeder Händler macht bei Never-Settle mit, weshalb Sie sich vor dem Kauf auf dieser offiziellen AMD-Webseite gründlich informieren sollten.

AUSSTATTUNG

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC (Note: 3,76)

Video-Anschlüsse

 

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 1x Crossfire-Brücke

beigelegte Programme

Asus GPU Tweak

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

Computing-Leistung im Härtetest

Die Direct-Compute-Leistung kann sich sehen lassen.
Vergrößern Die Direct-Compute-Leistung kann sich sehen lassen.

GPGPU (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit) hat sich längst etabliert, der Grafikprozessor nimmt der CPU enorm viel Arbeit ab und verrichtet sie sogar deutlich flotter. Grafikkarten mit AMD-Chips legen immer eine ausgewogene Computing-Leistung an den Tag, die wir in den Tests über die beiden Schnittstellen OpenCL und Direct Compute auf den Prüfstand stellen. Wir kommen auf respektable Ergebnisse, die etwas unter den offiziellen Angaben von AMD liegen. Das ist nicht weiter schlimm, denn die beiden Nvidia-Grafikkarten, auf die es AMD abgesehen hat, liegen weit darunter.

MULTIMEDIA-LEISTUNG

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC (Note: 1,66)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

1278 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

1384 Tausend Samples/Sekunde

Spiele-Leistung: flüssig in Full-HD

Rundum solide Ergebnisse für die Preisklasse!
Vergrößern Rundum solide Ergebnisse für die Preisklasse!

Nach den Spiele-Tests können wir die Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC bedenkenlos für das Spielen in Full-HD empfehlen: Grafisch anspruchsvolle Spiele wie Tomb Raider laufen in flüssigen 40 Bildern pro Sekunde, Battlefield 3 ist immer noch Shooter-tauglich, selbst bei maximalen Details. Mit diesen Bildraten ist die Asus-Karte einer Radeon R9 270X schon dicht auf den Fersen, die beiden Grafikkarten von Nvidia müssen sich wieder einmal geschlagen geben. Die selbe Aussage lässt sich auch nach dem Durchlauf von 3DMark treffen, der Abstand zum größeren Modell ist wieder nur gering.

SPIELE-LEISTUNG

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC (Note: 1,63)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

50 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

75 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

42 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

135 817 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

21 165 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

5255 Punkte

So tunen Sie Ihre AMD Radeon Grafikkarte

Umwelt-Eigenschaften

Nur ein 6-poliger PCI-Anschluss ist für den Betrieb nötig.
Vergrößern Nur ein 6-poliger PCI-Anschluss ist für den Betrieb nötig.

Bei der Leistungsaufnahme könnte sich die Grafikkarte etwas besser zurückhalten, denn der liegt mit 271 Watt Maximum deutlich über den Geforce-Karten – dafür ist aber auch die Leistung etwas besser. Selbst im Leerlauf saugt die Grafikkarte noch recht viel Watt aus dem Netzteil. Das Kühldesign DirectCU II von Asus setzt auf Kupfer-Heatpipes, die direkt auf der GPU aufliegen und die Hitze an die Aluminium-Radiatoren weiterleitet, die wiederum von zwei Lüftern Kühlung durch die Außenluft erhalten. Durch eine spezielle Oberfläche (Super Alloy) soll das Custom-Design kühler und länger arbeiten als eine herkömmliche Grafikkarte: Die Temperaturen unter Last sind sehr niedrig und bestätigen die Marketing-Behauptungen von Asus. Die beiden Lüfter drehen unter Last zwar etwas auf, doch im geschlossenen Gehäuse dürfte das weniger auffallen.

UMWELT UND GESUNDHEIT

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC (Note: 3,46)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

99 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

271 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

0,8 Sone

Betriebsgeräusch: Last

1,6 Sone

Temperatur: Leerlauf

29° Celsius

Temperatur: Last

65° Celsius

Test-Fazit zur Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC

Grafikkarte im Test
Vergrößern Grafikkarte im Test

Gaming in Full-HD ohne Ruckler – das bekommt das Asus-Custom-Design der Radeon R9 270 ohne Probleme hin und kann die direkte Nvidia-Konkurrenz ohne Probleme hinter sich lassen. Die Computing-Performance macht sich gut, genau wie die geringen Betriebstemperaturen. Außerdem unterstützt die doch schon etwas ältere GPU per Treiber-Update (teilweise) DirectX 11.2 und Mantle – eine Schnittstelle, die sich noch beweisen muss. Die unverbindliche Preisempfehlung gibt AMD mit rund 160 Euro an (134 Euro ohne Steuern) und drückt somit massiv den Preis; das Daddeln in 1080p war noch nie so günstig! Und wenn Sie auch noch beim richtigen Händler einkaufen, erhalten Sie das brandneue Battlefield 4 kostenlos dazu.

Weniger gut steht es um den Energieverbrauch: Der ist zwar nicht exorbitant hoch, fällt im Vergleich zu den anvisierten Nvidia-Grafikkarten aber dennoch auf. Des Weiteren beschränkt sich der Lieferumfang bei der Asus-Karte auf das absolute Minimum. Darüber hinaus profitieren Sie nicht von den Gaming-Techniken, die Nvidia im Portfolio hat, wie zum Beispiel G-Sync, Shadowplay oder die Game-Ready-Treiber.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC

Testnote

gut (2,37)

Preisurteil

sehr günstig

Multimedia-Leistung (30%)

1,66

Spiele-Leistung (30%)

1,63

Ausstattung (20%)

3,76

Umwelt und Gesundheit (15%)

3,46

Service (5%)

2,34

Service

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC (Note: 2,34)

Garantiedauer

36 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

02102/5789555 / ja / nein / 7 Stunden / ja / ja

ALLGEMEINE DATEN

Asus Radeon R9 270 DirectCU II OC

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

Asus

Internetadresse von Asus

www.asus.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

160 Euro (134 Euro ohne Steuern)

Asuss technische Hotline

02102/5789555

Garantie des Herstellers

36 Monate

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