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Asus Cerberus Arctic Edition im Praxis-Test

01.08.2016 | 13:20 Uhr |

Intensive Bässe und ungestörtes Eintauchen in die Gaming-Welt: Das und noch vieles mehr verspricht Asus mit dem neuen Cerberus-Headset. Wir haben das Gerät im Praxistest und prüfen, was das Bassmonster zu bieten hat.

Das Headset Asus Cerberus ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich, schwarz und weiß. Im Test haben wir die weiße Variante, die sogenannte „Arctic Edition“. Hierbei unterscheidet sich lediglich die Farbe, sämtliche andere Ausstattungsmerkmale bleiben gleich. Das Grundgerüst des Headsets besteht aus Kunststoff, was das geringe Gewicht von circa 260 Gramm erklärt. Das Fliegengewicht bietet daher einen hohen Tragekomfort, auch noch nach längerer Tragezeit von rund 5 Stunden. Besonders wertig wirkt es aufgrund der gewählten Materialien jedoch nicht. Die Verarbeitung ist zwar recht sauber, dennoch fühlt es sich sehr wie ein Plastikbomber an. Begeistern kann es uns in diesem Punkt nicht, aber Design und Haptik sind ja bekanntlich Geschmackssache.

TEST-FAZIT: Asus Cerberus Arctic Edition

Die sehr leichte Bauweise und die unkomplizierte Anpassung an den Kopf haben uns sehr gut gefallen. Der User bekommt ein Headset, das er über mehrere Stunden ohne Druckstellen tragen kann. Die Kunststoff-Beschichtung der Polster und die mangelhafte Belüftung an den Ohren führt jedoch schnell dazu, dass der Gamer ins Schwitzen gerät. Spätestens dann nimmt der Nutzer das Headset ab – da kann es noch so leicht und bequem sein.

Schade ist jedoch, dass das Design nicht gerade hochwertig ist und eher auf sehr preiswerte Kopfhörer schließen lässt. Sehr gut haben uns aber wieder die gesleevten Kabel gefallen. Durch die Stoffummantelung sind die Kabel noch robuster und weniger anfällig für Beschädigungen. Dass die Kabelfernbedienung sowohl von PC-, als auch von Smartphone-Usern genutzt werden kann ist ziemlich praktisch, da der ein oder andere Hersteller die Bedienung erst an der Kabelverlängerung anbietet. Deshalb können wir über die leicht zu hoch geratene Platzierung hinwegsehen.

Zur Klangqualität können wir nur sagen, dass uns die satten Bässe sehr gefallen haben und Asus hierbei nicht übertrieben hat mit seinen Versprechungen. Ohne dass der Bass übersteuert oder die äußerst klaren Höhen übertönt, konnten wir sowohl am PC, als auch am mobilen Endgerät Musik genießen. Lediglich die Mitten wirken etwas verloren und gehen unter.

Schauen wir auf den Preis von rund 45 Euro hat das Asus Cerberus Arctic Edition bei uns ganz klar bestanden. Für den guten Sound, die leichte Passform und die ausgewogene Tonübertragung ist der Preis vollkommen in Ordnung.

+ hoher Tragekomfort

+ abnehmbares Mikro

+ günstiger Preis

- Schwächen im Mitteltonbereich

- geringe Geräuschabschirmung

Die weich gepolsterten Ohrmuscheln mit einem Durchmesser von 100 Millimeter sind für mehr Robustheit mit Polyurethan beschichtet. Dank des großen Durchmessers sollten so gut wie alle Ohren darunter Platz haben. Leider trägt das gewählte Material nicht gerade zu einem angenehmen Klima bei, unter dem Kunststoff kommen die Ohren schnell ins Schwitzen.

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Durch das elastische Kopfband passt sich das Headset schon beim ersten Aufsetzen perfekt an den Kopf an. Auch nach längerem Tragen rutscht es nicht herunter oder wird unbequem. Im Test ist uns aufgefallen, dass User mit einem größeren Kopf die Passform als zu klein empfinden könnten.

Dual-Mikrophon und Steuerung

Das abnehmbare Gaming-Mikro überzeugt mit einem relativ klaren Klang und störfreier Übertragung. Durch den sehr flexiblen Mikrofonarm lässt es sich nahezu an jeden Kopf anpassen und in die richtige Position bewegen. Leider lässt sich das Mikro nicht nach oben klappen. Wenn der User es also nicht benötigt, muss er es komplett abstecken. Wir finden es allerdings etwas unpassend, dass das Mikro in der Arctic Edition dennoch schwarz ist. Hier könnten wir uns ein weißes Mikro deutlich besser vorstellen. Doch auch hier entscheidet der persönliche Geschmack.

Das Design weiß zu gefallen, die Haptik wirkt aber nicht gerade hochwertig.
Vergrößern Das Design weiß zu gefallen, die Haptik wirkt aber nicht gerade hochwertig.
© Asus

Um Mikro und Kopfhörer gleichzeitig nutzen zu können, befindet sich im Lieferumfang ein 1,3 Meter langes Verlängerungskabel mit einem Y-Splitter. Am 1,2 Meter langen Kabel, welches direkt von der Ohrmuschel wegführt, befindet sich die Fernbedienung. Sie bietet eine Mute-Funktion sowie eine Lautstärkeregelung. Leider ist die Bedienung etwas umständlich, da sich das Element sehr weit oben am Kabel befindet und dem User die uneingeschränkte Sicht darauf fehlt.

Um das Headset nicht nur intensiv am PC nutzen zu können, verbaut Asus In der Kabelfernbedienung ein zweites Mikrofon. So ist der Nutzer auch unterwegs bestens ausgestattet und erreichbar, Handyempfang vorausgesetzt. Außerdem sind alle Kabel für mehr Robustheit gesleevt – sehr schön!

Mit 60 Millimeter großen Audiotreibern liefert das Asus Cerberus einen satten Klang.
Vergrößern Mit 60 Millimeter großen Audiotreibern liefert das Asus Cerberus einen satten Klang.
© Asus

Klangqualität im Praxis-Check

In den Ohrmuscheln befindet sich jeweils ein 60-Millimeter-Neodym-Magnet-Treiber. Satte Bässe und klare Höhen hat das Headset somit definitiv zu bieten. Die Mitten gehen leider etwas verloren, weswegen es nicht ganz so leicht ist, seine Gegner im Spiel aufzuspüren. Als Headset am Smartphone oder Tablet, um Musik zu hören oder Filme auch unterwegs zu sehen, lohnt es sich hingegen auf jeden Fall. Der Sound ist sehr klar und fesselt noch ein wenig mehr als beim Spielen. Eine versprochene Geräuschabschirmung für intensiven und ungestörten Spielspaß konnten wir leider nicht feststellen. Die Außenwelt hat unseren Sound deutlich hören können, genauso wie der Gamer die Umgebungsgeräusche zu hören bekommt.

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