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Asus Ares II im Test

16.04.2013 | 15:20 Uhr |

Die Grafikkarte Ares II ist auf 999 Exemplare limitiert, verfügt über eine Hybrid-Flüssigkühlung und zwei Oberklasse-GPUs von AMD. Wir haben den Leckerbissen für Grafik-Fans im Test und klären, wie es um die Leistung bestellt ist.

Die erste Version der Ares vereinte auf einer Platine zwei Cypress-GPUs der Radeon HD 5870 und bat mit einem Preis von rund 1200 Euro ordentlich zur Kasse. Doch der Launch des Grafikmonsters ist mittlerweile drei Jahre her, aktuell sind wir zwei Grafik-Generationen weiter. Die offizielle Dual-GPU-Grafikkarte von AMD, die Radeon HD 7990, lässt noch auf sich warten, weshalb Asus wieder einmal selbst getüftelt und seit Ende Januar 2013 die Ares II im Portfolio hat. Denn eine offizielle Zweikern-Grafikkarte von Nvidia, die Geforce GTX 690, ist schon seit Mai letzen Jahres auf dem Markt.

Noch einige Worte zur Namensgebung: Ares ist in der griechischen Mythologie der Gott des Krieges. Die Geschichtsschreiber charakterisieren Ares als rohen und wilden Kriegstreiber, der Gefallen an Blutbädern und und Plünderungen findet. Gleichzeitig galt er im alten Griechenland auch als Verkörperung männlicher Kraft und Schönheit.

Ausstattung: stets auf einem hohen Niveau

Die technischen Daten.
Vergrößern Die technischen Daten.

Die beiden Tahiti-XT2-GPUs der AMD Radeon HD 7970 GHz-Edition weisen eine hohe Taktrate von 1100 MHz auf, der physikalische Speichertakt arbeitet mit 1650 MHz. Insgesamt stehen den beiden Prozessoren ganze 6 GB GDDR5-Videospeicher zur Verfügung, das Speicherinterface ist addiert 768 Bit breit. Um bei der Zahlenprahlerei zu bleiben: Die beiden Grafikchips verfügen über je 4,3 Milliarden Transistoren bei einer Chipfläche von 365 Quadratmillimetern. Der einzig würdige Kandidat, der sich mit der Ares II vergleichen lässt, ist die Dual-GPU-Grafikkarte des Konkurrenten Nvidia, die Geforce GTX 690 . In folgender Tabelle haben wir die technischen Daten der beiden Grafik-Boliden gegenübergestellt.

Oberklasse-Grafikkarten: Technische Daten im Vergleich

Asus Ares II

Geforce GTX Titan

Geforce GTX 690

Geforce GTX 680

Radeon HD 7970 GHz

Grafikchip

2x Tahiti XT2

GK110

2x GK104

GK104

Tahiti XT2

Fertigung

28nm

28nm

28nm

28nm

28nm

Chipfläche

je 365 qm²

551 qm²

294 qm²

294 qm²

365 qm²

Chiptakt

1100 MHz

837 MHz

915 MHz

1006 MHz

1000 MHz

Shader-Einheiten

2x 2048

2688

2x 1.536

1536

2048

Textur-Einheiten

2x 128

224

2x 128

128

128

GDDR5-Speicher

2x 3072 MB

6144 MB

2x 22048 MB

2048 MB

3072 MB

Speichertakt (effektiv)

6600 MHz

6008 MHz

6000 MHz

6008 MHz

6000 MHz

Speicheranbindung

2x 384 Bit

384 Bit

2x 256 Bit

256 Bit

384 Bit

Speicherbandbreite

316,8 Gbit/s

288 GBit/s

2x 192 GBit/s

192 GBit/s

278 GBit/s

Preis

1411 Euro

950 Euro

870 Euro

420 Euro

390 Euro

Wie Sie unschwer erkennen, geht die Geforce GTX 690 etwas zahmer ans Werk und bestätigt auf diese Weise zumindest auf dem Datenblatt die Wildheit der Ares II. Alle Grafikkarten im Vergleich weisen niedrigere Chip- und Speichertaktraten auf. Allerdings ist die Ares II auch die teuerste von allen. Auf die automatische Übertaktungstechnik Powertune hat Asus wohl verzichtet und lässt die Karte bereits ab Werk in dem sehr hohen Takt arbeiten. 

Die Funktionen der neuen Grafikkarten-Generation

Äußeres: wuchtig und anschlussfreudig

Mit einer Länge von über über 30 Zentimetern, einem Platzanspruch von zwei Kartenslots und dem Gewicht von über 2,8 Kilogramm ist die Ares II ein wuchtiger Brummer. Ein gelöchertes Backplate aus Aluminium an der Unterseite sorgt für die nötige Stabilität. Etwas stutzen dürfte der geneigte Käufer, wenn er den doch recht mickrigen 80-Millimeter-Lüfter in der Mitte der Grafikkarte entdeckt. Doch die beiden Schläuche an der Oberseite weisen bereits darauf hin, dass sich Asus bei der Kühlung etwas "cooles" hat einfallen lassen - denn Luftkühlung kann ja jeder.

Drei 8-Pin-Anschlüsse sind für den Betrieb nötig.
Vergrößern Drei 8-Pin-Anschlüsse sind für den Betrieb nötig.

Ein Monster verlangt nach Opfer, und in diesem Fall wäre das in Form von Strom. Gleich drei 8polige Pin-Anschlüsse des Netzteils sind notwendig, damit der Kriegsgott seine Arbeit überhaupt erst aufnimmt. Farbige LEDs an den Buchsen geben Auskunft darüber, ob ausreichend Watt fließen. Eine offizielle TDP-Angabe von Asus konnten wir nicht finden, weshalb wir selbst zusammengezählt haben und schätzen, dass sich die maximale Leistungsaufnahme auf 525 Watt beläuft. Der Hersteller setzt zumindest ein 850 Watt starkes Netzteil voraus.

Echtes Eyefinity für sechs Monitore.
Vergrößern Echtes Eyefinity für sechs Monitore.

An der Frontblende dürfen Sie auf insgesamt sechs Anschlüsse zurückgreifen: zweimal DVI und vier Displayports. Dadurch unterstützt die Grafikkarte also echtes AMD Eyefinity, weshalb sich ohne Probleme sechs Monitore parallel und unabhängig voneinander ansteuern lassen - was im Übrigen auch für die Audioübertragung gilt. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen die Datenübertragung über PCI-Express-3.0 und volle DirectX-11.1-Unterstützung.

TECHNISCHE DATEN

Asus Ares 2

Grafikprozessor (Takt)

AMD Radeon HD 7900

GPU-Takt

1100 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

4096

Shader-Takt

1100 MHz

DirectX-Version

11.1

Speicher-Größe

6144 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1650 MHz

Speicher-Busbreite

384 Bit

Grafikkarten-Bios

015.029.000.004.000000

Grafikkarten-Treiber

Catalyst 13.2

Kartenlänge

30,0 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

3x 8polig

Lieferumfang im Aluminiumkoffer

Asus liefert die Ares II in einem massiven Aluminiumkoffer aus, der innen gut gepolstert ist. Wer Sicherheitsbedenken hat, der kann das teure Stück auch mit Hilfe eines mechanischen Zahlencodes im Koffer einschließen. Eine Karte im Inneren weist auf die Modellnummer hin: Wir haben Nummer 508 von 999 im Test. Der weitere Lieferumfang ist eher bescheiden gehalten, so liegt beispielsweise nur ein einziger Adapter bei.

AUSSTATTUNG

Asus Ares 2 (Note: 2,54)

Video-Anschlüsse

Displayport

4

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 1x externer Radiator, 1x Crossfire-Brücke, 3x Strom, Schrauben

beigelegte Programme

Asus GPU Tweak

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

6

Hybridkühlung: Effektive Kühldesign

Der Radiator und Lüfter der Ares II.
Vergrößern Der Radiator und Lüfter der Ares II.

Das mit Sicherheit auffälligste Feature der Ares II ist die Hybridkühlung. Eine Pumpe sorgt für den nötigen Fluss in den beiden Schläuchen. Der geschlossene Kreislauf befördert die Flüssigkeit zum Radiator, der 120 Millimeter große Lüfter saugt Außenluft an und sorgt dadurch für die nötige Abkühlung. Der Kühler lässt sich mit Hilfe der beigelegten Schrauben problemlos am Gehäuse befestigen, ein zweiter mitgeliefeter Lüfter lässt sich nach Belieben hinzufügen. Was uns aber sofort auffällt: Der Schlauch zum exponierten Kühler ist nur etwas über 30 Zentimeter lang und unserer Meinung nach zu kurz gehalten. Davon mal abgesehen gehen wir von einer effektiven Kühlung der beiden Oberklasse-GPUs aus.

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