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Asus A7J

23.11.2006 | 14:00 Uhr |

Die Rechenstärke des Core 2 Duo macht vor allem bei Multimedia-Notebooks Sinn – Aufnehmen und Umwandeln von Videomaterial kostet schließlich viel Leistung. Asus setzt im Media-Center-Notebook A7J folgerichtig Intels aktuellen Mobilprozessor ein.

Ausstattung: Zum Anschauen und Aufnehmen von Fernsehsendungen bringt das Asus A7J softwareseitig die Windows XP Media Center Edition mit sowie als Hardware eine passende Fernbedienung und einen integrierten TV-Empfänger für DVB-T und analoges Fernsehen. Passende Adapter liegen bei, um die mitgelieferte DVB-T-Stabantenne oder das Fernsehkabel ans Notebook anzuschließen. TV-Empfang und –Aufnahme funktionieren problemlos – nur Laufschriften (zum Beispiel beim Sender N-TV) ruckeln leicht. Über die drei Audioanschlüsse lässt sich eine 5.1.-Anlage anbinden. Auch sonst bietet das Asus A7J jede Menge Schnittstellen – unter anderem fünf USB-Buchsen sowie VGA- und DVI-D-Anschluss für einen externen Monitor.

Ergonomie: Die Helligkeit des spiegelnden 17-Zoll-Displays ist fernsehtauglich. Allerdings fällt sie von der Mitte zu den Rändern sichtbar ab, was den homogenen Bildeindruck beeinträchtigt. Mit 1440 x 900 Bildpunkten liegt die Auflösung für ein 17-Zoll-Display eher niedrig – was aber beim Standard-Fernsehen ohnehin nicht auffällt und unter Windows für gut lesbare Icons sorgt. Der Lüfter dreht selbst dann, wenn das Notebook nichts tut. Unter Last wird er zeitweise störend laut.

Tempo: Erwartungsgemäß für ein Notebook mit Core 2 Duo schneidet das Asus A7J im Leistungstest Sysmark 2004SE mit 236 Punkten sehr gut ab: TV-Material aufzunehmen und zu bearbeiten bereitet mit diesem Notebook also keine Probleme. Bei den 3D-Tests zeigte sich die Mittelklasse-Grafikkarte ATI Mobility Radeon X1600 nicht so schnell wie in anderen Notebooks: Asus taktet nämlich den Grafikspeicher etwas langsamer – zum ruckelfreien Spielen bei nativer Display-Auflösung und aktivierter Kantenglättung reicht es dann meist nicht.

Handhabung: Klugerweise legt Asus eine optische USB-Maus bei. Denn beim Touchpad nerven die laut knackenden Tasten und der harte Druckpunkt. Auch die Tastatur überzeugte im Test nicht – hier sollte man ebenfalls zu einer externen Lösung greifen.

Mobilität: Kaum überraschend, dass das Asus A7J in dieser Disziplin nur wenig bietet – sein Einsatzort wird bei 4,22 Kilogramm Gewicht in erster Linie der Schreibtisch sein. Im Laufzeittest gab der Akku nach nicht einmal zwei Stunden auf.

Fazit: Ein erschwingliches Mediacenter-Notebook mit ordentlicher Ausstattung und Leistung. Zwar zeigte das Asus A7J Schwächen bei Lautheit, Handhabung und Mobilität – die fallen aber bei seinem Einsatzzweck weniger ins Gewicht als bei einem Arbeits- und Unterwegs-Notebooks.

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