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Artstudio Pro

07.05.2007 | 08:30 Uhr |

Das Tool Artstudio Pro lässt sich nicht mit den Maßstäben einer normalen Bildbearbeitung messen: Tonwertkorrektur, Beschnittwerkzeug oder Klonstempel sucht der Anwender hier vergeblich. Im Test muss das Programm zeigen, was es stattdessen kann.

Intention von Artstudio Pro ist es, gewöhnliche Digitalfotos durch künstlerische Verfremdung aufzuwerten. Dazu finden sich eine Reihe von Filtern, die vom technischen Zeichenstift über Wasserfarben bis zu komplexen Malwerkzeug-Kombinationen reichen. Alle Filter konnten wir beliebig miteinander kombinieren. Dazu steht ein Ebenen-Werkzeug zur Verfügung, über das sich die Reihenfolge, in der die Filter auf das Bild angewandt werden, und ihre jeweilige Deckkraft variieren lassen. So lassen sich zum Beispiel Comic-Effekte durch eine Kombination von Basiswasserfarben mit von einem technischen Stift gezeichneten Umrissen erreichen.
Die genaue Ausprägung eines Effekts konnten wir über ein Optionsfeld einstellen, das für die meisten Effekte sehr ähnliche Parameter enthält. Das vereinfachte die Eingewöhnung in Artstudio Pro sehr, ebenso wie eine Reihe fertiger Presets, mit denen sich bestimmte Kunststile realisieren ließen. Effekte können sowohl auf das komplette Bild als auch auf eine vorher getroffene Auswahl angewendet werden.
Als sehr durchdacht empfanden wir auch die Möglichkeit, eine Reihe von Effekten in Gruppen zusammenzufassen. Das, zusammen mit der Möglichkeit, einmal gefundene Einstellungen zu speichern, half uns im Test, reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Darin dürfte auch der Hauptnutzen gegenüber einer herkömmlichen Bildbearbeitung liegen, deren Effektfilter aber oftmals ähnlich ansehnliche Ergebnisse hervorbringen. In diesem Punkt war uns Artstudio Pro denn auch ein wenig zu speziell. Allgemeine Bildbearbeitungsprogramme in dieser Preisklasse bieten zwar nicht exakt die gleichen Möglichkeiten der künstlerischen Verfremdung, sind dafür aber vielseitiger, zumal die meisten Anwender wohl häufiger die Farbwerte ihrer Bilder korrigieren als sie gleich ganz in Wasserfarben zu verwandeln.

Fazit: Artstudio Pro bietet eine Fülle von Funktionen zur künstlerischen Verfremdung digitaler Fotos. Die Effekte sind beliebig gruppier- und kombinierbar.

Alternative: Premium Foto-Effekte ( www.databecker.de ) bietet für rund 30 Euro neben den Effekten auch rudimentäre Bildbearbeitungsfunktionen.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 2,8

Anbieter:

Mediaphor

Weblink:

www.nobox.de

Preis:

70 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 10 MB

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