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Kingmax Nano Gaming RAM im Praxis-Test

15.10.2012 | 17:17 Uhr |

Jeder PC braucht einen Arbeitsspeicher, Gamer und kreative Anwender brauchen einen besonders schnellen und großen RAM. Der taiwanische Hersteller Kingmax beschichtet seine Speicherchips mit einer speziellen Nano-Wärmeableitungstechnik, um die Wärme abzuführen. Der Test zeigt, wie schnell der Speicher in der Praxis ist.

Als einer der ersten Hersteller weltweit setzt das Unternehmen Kingmax aus Taiwan nicht auf Kühlkörper an den Speichermodulen, sondern auf eine Nano-Wärmeableitungstechnoologie namens Nano Thermal Dissipation Technology (NTDT). Damit soll ein problemloses Übertakten des Speichers möglich sein. Gleichzeitig möchte man der Umwelt dienen, denn die herkömmlichen Kühlkörper entfallen. Wir haben zwei Speicherriegel mit jeweils 4 GB Kapazität im Test.

Technische Daten: Nano-Technik und flotte Taktraten

NTDT im Überblick.
Vergrößern NTDT im Überblick.
© Kingmax

Nach eigenen Angaben setzt Kingmax aus Umweltschutzgründen auf NTDT bei seiner Gaming-Serie. Die Wirkung der NTDT wird durch eine Beschichtung mit Nano-Siliziumverbindungen erzielt, die winzige Lücken in der IC-Oberfläche füllen und die Wärmeableitung von der Oberfläche des ICs deutlich beschleunigen. Zusätzlich wird die Abwärme des Systems durch die Beschichtung ferngehalten, so dass Speichermodule stets in einem optimalen Temperaturbereich arbeiten können.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Platzersparnis durch Wegfall des Kühlkörpers: Die Belüftung des Systems wird deutlich verbessert, Wärme effektiver vom System abgeleitet. Wie Kingmax-Laborprüfungen zeigen, liegt die Betriebstemperatur eines RAM-Bausteins mit herkömmlichem Kühlkörper bei etwa 45 – 50 Grad Celsius, während die Betriebstemperatur beim Einsatz der neuartigen Technologie lediglich etwa 39 bis 40 Grad  erreicht; dies entspricht einer Verbesserung der Wärmeableitung um 10 Prozent.

Ein Modul im Überblick.
Vergrößern Ein Modul im Überblick.

Die beiden DDR3-Bausteine im Test verfügen über eine flotte Geschwindigkeit von 2200 MHz und arbeiten im Dual-Channel-Modus bei einer CAS-Latenz von 10. Die Module vertragen laut Hersteller eine Spannung von 1,5 bis 1,65 Volt. Des Weiteren unterstützt der RAM Intel XMP (Extreme Memory Profile), um ein einfaches Übertakten per Bios zu ermöglichen.

Technische Daten

Kingmax Nano Gaming RAM

Modul

240-DIMM PC3-10700

Geschwindigkeit

2200 MHz

CAS-Latenz

10-11-10-30 CL = 10

Bandbreite

17,6 GB/s

Spannung

1,5 - 1,65 Volt

Kapazität

2x 4GB DDR3, Dual Channel

Unser Testsystem

Wir testen den Arbeitsspeicher auf folgender Testplattform: Das Herzstück bildet das Mainboard DX79SI von Intel. Auf der Platine arbeitet ein wahres Leistungsmonster: Der 3,3-GHz-Prozessor Intel Core i7-3960X Extreme Edition mit sechs CPU-Kernen. Bei dem Mainboard handelt es sich um den Intel DX79SI, auf der der namensgebende Chipsatz X79 verbaut ist. Als Festplatte kommt die Kingston HyperX SSD 240GB zum Einsatz.

Benchmark-Ergebnisse: Besser als der Durchschnitt

Die Latenz ist nur Durchschnitt.
Vergrößern Die Latenz ist nur Durchschnitt.

Kingmax gibt die Speicherbandbreite der beiden 2200-MHz-Module mit 17,6 GB/s an. Im Benchmark von SiSoftware Sandra kommen wir sogar noch ein Stück besser davon, und zwar mit gemessenen 17,8 GB/s. Mit diesem guten Ergebnis liegen wir höher als rund 81 Prozent aller jemals weltweit teilgenommenen Systeme. Hier ist also gut Platz für aufwändige Multimedia-Arbeiten wie das Rendern von Videos oder das Bearbeiten von Bildern.

Ebenfalls mit SiSoftware Sandra testen wir die Speicher-Latenzzeit, in diesem Fall mit zufälligen In-Page-Zugriffen. Dabei kommt der Benchmark auf 26,9 Nanosekunden und ist damit nur Durchschnitt. Hier spielt aber auch der Prozessor-Cache mit in das Ergebnis. Die Temperatur der Speicherrigel im Leerlauf kann sich sehen lassen: Wir messen nur 29 Grad Celsius. Unter Last kommen wir auf 36 Grad Celsius, was sich als ziemlich kühl erweist. Hier leistet die Oberfläche NTDT also eine gute Wärmeabfuhr (offene Testplattform).

Test-Fazit Kingmax Nano Gaming RAM: Durchwachsener Eindruck

Hohe Speicherbandbreite, aber nur durchschnittliche Zugriffszeiten.
Vergrößern Hohe Speicherbandbreite, aber nur durchschnittliche Zugriffszeiten.
© Kingmax

Mit einer völlig neuartigen Nano-Technik zur Wärmeabfuhr darf sich Hersteller Kingmax als Vorreiter rühmen. Die Temperaturen halten sich stets in niedrigen Bereichen und zeigen, dass nicht nur aufwändige Kühlkörper auf den Speicherchips die Wärme effektiv abführen können. Die Speicherbandbreite glänzt mit einem guten Ergebnis, die gemessene Latenzzeit ist leider nur durchschnittlich.

Zum Testzeitpunkt ist der Arbeitsspeicher mit 8 GB Kapazität kaum in deutschen Läden zu finden, doch das soll sich nach Herstellerangaben schnell ändern. Der Preis soll bei rund 80 Euro liegen.

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