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Apple iPhone 4S im Test

Dienstag den 18.10.2011 um 15:00 Uhr

von Dennis Steimels, Panagiotis Kolokythas

Apple iPhone 4S im Test
Vergrößern Apple iPhone 4S im Test
Sofort nach Verkaufsstart war das iPhone 4S das begehrteste Apple-Gerät aller Zeiten. Dabei bietet es auf den ersten Blick kaum Verbesserungen außer einem schnelleren Prozessor, einer besseren Kamera und einem größeren Akku. Doch der Test zeigt: Das neue iPhone begeistert durch viele Details.
Die ersten Reaktionen auf die Vorstellung des iPhone 4S Anfang Oktober waren verhalten. Statt des erwarteten iPhone 5 stellte Apple nur ein verbessertes iPhone 4 vor. Die anfängliche Skepsis tat der  Begeisterung für das neue iPhone keinen Abbruch: Apple meldete über 1 Million Vorbestellungen innerhalb der ersten 24 Stunden für das neue iPhone 4S, und der Ansturm auf das neue Gerät zum Verkaufsstart am 14. Oktober stellte sogar den Ansturm auf das iPad 2 im Frühjahr in den Schatten.

15 Monate liegen zwischen iPhone 4 und iPhone 4S. Am Design und Gehäuse hat Apple kaum etwas verändert. Lediglich ein LED-Licht ist auf der Rückseite verbaut und die Spaltmaße des Metallrahmens liegen an anderen Stellen. Das iPhone 4S ist ebenso gut verarbeitet wie das iPhone 4. Vor allem durch die Rückseite aus Glas und dem Metall-Rahmen wirkt das Apple-Smartphone absolut edel aus und fühlt sich auch genauso hochwertig an.

Handhabung und Display beim iPhone 4S: Gleiches Gehäuse, neue Antennen-Technik

iPhone 4S mit "Wireless System" für besseren
Empfang.
Vergrößern iPhone 4S mit "Wireless System" für besseren Empfang.

Beim iPhone 4 hatte Apple die Antennen für WLAN und Mobilfunk am Gehäuserand positioniert, um ein möglichst dünnes Smartphone bauen zu können. Auch beim iPhone 4S ist das so. Allerdings setzt Apple mit "Wireless System" eine neue Technologie ein, die nun beide Antennen für Mobilfunk oder WLAN nutzen kann und dabei intelligent beim Empfang und Versand zwischen ihnen wechselt: Damit sollen Verbindungsabbrüche vermieden werden, die beim iPhone 4 für Kritik sorgten. Umklammerte die Hand den linken unteren Gehäuserand, dann sank die Empfangsqualität. Diese Probleme mit dem sogenannten „Todesgriff“ hat Apple beim iPhone 4S gelöst. Der Wechsel zwischen den Antennen erfolgt auch während eines Gesprächs, ohne dass es der Anwender merkt. Die Gesprächsqualität erhöht sich im Vergleich zum iPhone 4 deutlich. Das konnten wir auch im Test eindeutig feststellen. Es zeigten sich keinerlei Verschlechterung der Empfangsqualität.

Hohe Auflösung beim iPhone 4S bei 3,5 Zoll
Bild-Diagonalen.
Vergrößern Hohe Auflösung beim iPhone 4S bei 3,5 Zoll Bild-Diagonalen.

Unverändert bleibt beim iPhone 4S das 3,5 Zoll große Retina-Display, das 960 x 640 Pixel zeigt. Das ist eine deutliche höhere Auflösung als bei den meisten 4-Zoll-Smartphones. Dadurch erreicht das iPhone 4S eine Punktedichte von fast 330 ppi: Das sorgt dafür, dass Bildinhalte scharf und detailgetreu dargestellt werden. Nachteil des Retina-Displays im Vergleich zu den AMOLED-Displays der Konkurrenz wie dem Samsung Galaxy S II : Auf dem iPhone 4S erscheint Schwarz nicht so satt wie bei den AMOLED-Smartphones.

Handhabung und Bildschirmqualität Apple iPhone 4S
Verarbeitung 1 = sehr hoch
Menüführung 1 = sehr einfach
Qwertz-Tastatur / Bedienbarkeit Tastatur nein / ungenügend
Instant Messaging / Facebook vorinstalliert / Kontakt-Übernahme aus Facebook / Twitter-Client installiert ja / nein / ja / ja
Akku wechselbar nein
Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik 1 / kapazitiv
Bildschirm: Technik / Diagonale / Größe / Auflösung / Punktedichte Retina Display / 8,9 Zentimeter (3,5 Zoll) / 640 x 75 Pixel / 330 ppi
Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit 1138:1 / 482 cd/m²

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Internet und Geschwindigkeit des iPhone 4S: Dual-Core-CPU und schnellster Browser

Im Geekbench erreichte das iPhone 4S genau 620
Punkte.
Vergrößern Im Geekbench erreichte das iPhone 4S genau 620 Punkte.

Im iPhone 4S werkelt nun der A5-Chip von Apple: Der Dual-Core-Prozessor kam bereits beim iPad 2 zum Einsatz. Hinzu kommt eine Grafik-Einheit mit ebenfalls zwei Kernen. Der Test mit dem Performance-Benchmark Geekbench 2.1.9 zeigt fast eine doppelt so hohe CPU-Leistung wie beim Vorgänger: Das iPhone 4S erreichte 620 Punkte, während sich das iPhone 4 mit 373 Punkten zufrieden geben muss. Das neue Apple-Gerät hat also deutlich an Geschwindigkeit gewonnen.

Auch die Grafikdarstellung gewinnt durch die neue CPU. Allerdings profitieren davon nur Apps, die für den A5-Chip im iPhone 4S optimiert sind. Dazu gehören derzeit beispielsweise Galaxy on Fire 2 HD und Real Racing 2, die auf dem iPhone 4S eine ruckelfreie Grafikpracht entfesseln.

Das Surfen im Internet lief sowohl über UMTS mit HSDPA (14,4 Mbit/s) und über WLAN mit n-Standard verzögerungsfrei ab. Die gefühlte Geschwindigkeit spiegelte sich im Browser-Test wieder. Mit dem Sunspider-Benchmark kam das iPhone 4S auf 2232,5 Millisekunden. Damit schlägt es den Vorgänger iPhone 4 mit 3997,0 Millisekunden um Längen. Auch der bislang schnellste Browser im Blackberry Bold 9900 hat mit 2582 Millisekunden das Nachsehen.

Internet und Geschwindigkeit Apple iPhone 4S
Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt 2233 Punkte / nein
Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Geekbench) 00:30 Minuten / 00:46 Minuten / 620 Punkte

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iPhone 4S mit iOS 5 & iCloud

Das iPhone 4S ist das erste Apple-Geräte, das mit einem vorinstalliertem iOS 5 ausgeliefert wird. Zu den wichtigsten unter rund 200 Neuerungen und Verbesserungen von iOS 5 gehören die neue Mitteilungszentrale, iMessage, integriertes Twitter, eine neue Erinnerungsfunktion und Zeitungskiosk.

iPhone 4S mit dem neuen iOS und iCloud
Vergrößern iPhone 4S mit dem neuen iOS und iCloud

Mit iOS 5 können alle Apple-Geräte auch über iCloud miteinander synchronisiert werden. In der iCloud speichert können Sie Musik-Dateien, Fotos, Dokumente und Einstellungen speichern und drahtlos an alle anderen Geräte weitergeben. Die auf dem iPad erworbenen Inhalte stehen damit automatisch auf dem iPhone zu Verfügung.

iOS 5 befreit die Apple-Geräte auch vom PC. Neue Geräte aktivieren Sie nun ohne einen Anschluss an einen PC oder Mac. Inhalte können drahtlos auf die Geräte übertragen werden und neue iOS-Updates kommen nun ebenfalls direkt via 3G oder WLAN auf das Gerät.

Dienstag den 18.10.2011 um 15:00 Uhr

von Dennis Steimels, Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (13)
  • magiceye04 07:10 | 20.10.2011

    Du glaubst ernsthaft, daß alle hier Postenden User den Testbericht komplett durchgelesen haben?

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  • Hugo2011 00:29 | 20.10.2011

    Grüße von der Konkurrenz?

    Zitat: deoroller
    Mir ist jedes Smartphone recht, solange es kein iPhone ist.


    Warum um alles in der Welt, macht sich jemand, der definitiv kein iPhone will, die Mühe, einen iPhone Testbericht zu lesen und dann noch abschließend der gesamten Menschheit mitzuteilen, dass er kein iPhone will.

    Es kann nur 2 Gründe dafür geben.
    1. Die Konkurrenz lässt Grüßen
    2. Er hätte gerne eins, kann es sich aber nicht leisten.

    En *Deoroller* sollte ja frisch sein, aber das ist nur
    Gäähn. :aua:

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  • magiceye04 20:19 | 19.10.2011

    Das iphone4 wird ja nach wie vor hergestellt und zwischen 300 und 400€ verkauft.
    Kann also durchaus funktionieren. Den ipod ohne Display haben sie ja auch rausgebracht. Ich hoffe natürlich, daß ein Billig-Iphone dann trotzdem ein Display hat, aber es würde mich nicht wundern, wenn es keins hat, sondern alles nur noch akustisch zu bedienen ist

    Was will ich mit Wurzeln, das Ding soll funktionieren, ich hab kein Interesse, das Smartphone irgendwie zu optimieren, das mach ich lieber mit PCs.

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  • eli148 20:03 | 19.10.2011

    Wenn es mal irgendwann ein Eierfone mini so wie den Mac-mini gibt, überlege ich es mir vielleicht noch mal.


    Für mich liegt die Schmerzgrenze für so ein Gerät bei 200...250€.


    Das wird nie funktionieren, ich versichere dir sowas von fest, dass Apple kein Gerät mit Telefonfunktion in dieser Preisklasse rausbringt.

    Hast du dein Wildfire S schon gerootet? Willst du das überhaupt machen?

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  • magiceye04 19:43 | 19.10.2011

    Für mich liegt die Schmerzgrenze für so ein Gerät bei 200...250€.
    Das Eierfone ist für die Hosentasche zu groß und zu eckig und als Tablet zu winzig. Dann lieber entweder ein handliches Smartfone wie mein WildfireS, oder ein 7"-Tablet, wenn man es eh in die Jackentasche/Ruckssack/woauchimmer verstauen muß.
    Wenn es mal irgendwann ein Eierfone mini so wie den Mac-mini gibt, überlege ich es mir vielleicht noch mal.

    Zitat: kalweit
    Ich habe ein Smartphone gekauft, als die Meisten mit dem Begriff noch nichts anfangen konnten. Seit dem habe ich festgestellt: ich brauch so ein Ding nicht. Es klaut mir nur Zeit für wichtige Dinge.

    Man darf sich einfach nicht davon gefangen nehmen lassen.
    Ich finde es praktisch, im unbekannten Großstadtdschungel zusätzliche Orientierung und vor allem die Haltestellen und Abfahrtszeiten des ÖPNV angezeigt zu bekommen. Ich hab mich quasi gleich am ersten Tag in München so zurechtgefunden wie die letzten 30 Jahre zu Hause.
    Wenn man die Tagessschau bereits in der S-Bahn aufm Weg nach Hause guckt, gewinnt man sogar noch Zeit.

    Wenn ich wissen will wie das Wetter ist, gehe ich kurz auf den Balkon. Funktioniert realtime und ohne Netz.

    Wenn jemand früh wissen will, wie das Wetter am Nachmittag wird, nützt der Balkon wenig. Statt den PC hochzufahrn* oder Frühstücks-TV ist ein Smartphone da irgendwie sehr nützlich. Nach 5 Sekunden weiß man, wie das Wetter wird. Da hat der PC gerade mal beep gemacht.
    Denke ich mir zumindest so - mein PC läuft eh, daher guck ich dort nach dem Wetter

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