05.07.2010, 09:30

Thomas Rau

Apple-Notebook mit Core-i5

Apple MacBook Pro 15 (MC371D/A) im Test

Das neue Macbook Pro 15 stattet Apple mit einem Core-Prozessor aus, dem zwei Grafikchips zur Seite stehen. Ob das Macbook Pro 15 nur Tempo oder auch Ausdauer bietet, lesen Sie im Test der PC WELT.
Im aktuellen Macbook Pro 15 setzt Apple erstmals Intels Core-Prozessoren ein. In unserem Testgerät arbeitete ein Core i5-520M mit 2,4 GHz. Das Macbook Pro 15 ist aber auch mit einem Core i7 erhältlich. Diese Zweikern-Prozessoren haben gemeinsam, dass sie einen Kern automatisch übertakten können, wenn der andere nur wenig ausgelastet wird. Der Core i5-520M erreicht mit diesem Turbo Boost genannten Verfahren beispielsweise bis zu 2,93 GHz. Das Betriebsystem kann übrigens beim Macbook Pro 15 vier Rechenkerne nutzen, denn der Core i5 beherrscht Hyper-Threading.
Am Design hat Apple nichts verändert: Auch das aktuelle Macbook Pro 15 steckt also im schönen und sehr stabilen Unibody-Gehäuse und besitzt einen rahmenlosen Bildschirm.

PC WELT hat das Macbook Pro 15 unter Windows 7 Home Premium 64 Bit getestet, das per Boot Camp 3.1 installiert wurde. Den Test mit dem ab Werk installierten Mac OS 10.6.3 lesen Sie bei der Macwelt.
Geschwindigkeit
Das Apple Macbook Pro 15 bietet eine hohe Leistung. Allerdings sind vergleichbar ausgestattete Windows-Notebooks einen Tick schneller. Vor allem bei speicherintensiven Aufgaben wie Bild- und Videobearbeitung lag das Macbook Pro 15 unter Windows 7 zurück.
Auch Optimus lässt sich beim Macbook Pro 15 unter Windows nicht nutzen. Diese Nvidia-Technik, die Apple für Mac OS verfeinert hat, aktiviert automatisch den passenden der beiden eingebauten Grafikchips: Wenn es um Leistung geht, kommt der Nvidia Geforce GT330M zum Einsatz, bei weniger anstrengenden Aufgaben der sparsame Intel HD Graphics im Prozessor. Unter Windows 7 läuft allerdings immer der Geforce-Chip. Auch per Schalter oder Treiber lässt sich nicht zwischen der CPU-internen Grafik und der Nvidia-Karte wechseln.
Der Geforce GT330M wickelt aber die meisten DX9-Spiele auch in der maximalen Auflösung ruckelfrei ab. Bei DX10-Spielen muss man Auflösung oder Effektqualität allerdings reduzieren.
Ausstattung
Was Hardware-Ausstattung und Schnittstellen angeht, schneidet das Macbook Pro 15 gemessen am Preis nicht gut ab. Die Festplatte ist nur 320 GB groß, Apple bietet aber als Aufrüstoption eine 500-GB-Platte (Aufpreis: 90 Euro) oder SSDs mit bis zu 512 GB (Aufpreis: 1260 Euro) an. Statt eines Blu-ray-Laufwerks gibt's einen DVD-Brenner - das lässt sich auch nicht ändern. Immerhin überzeugte er mit schnellen Schreibraten und fast perfekter Fehlerkorrektur bei verkratzten Medien. Auch bei den Anschlüssen, die alle auf der linken Gehäuseseite liegen, gibt sich das Macbook Pro 15 spartanisch: zwei USB-Buchsen, zwei Audiobuchsen, Firewire- und LAN-Anschluss sowie Kartenleser. Einen externen Monitor kann man per Mini-Displayport-Buchse mit dem Macbook Pro 15 verbinden: Da er auch digitale Audiosignale ausgibt, reicht ein HDMI-Adapter um über ein Kabel Bild und Ton zu übertragen. Gute Noten verdient sich aber die Netzwerkausrüstung: Das Macbook Pro 15 bietet Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth.
Akkulaufzeit
Mit einer Akkuladung hielt das Macbook Pro 15 im Test rund 4,5 Stunden durch. Dieser Wert geht in Ordnung, auch wenn er deutlich unter den acht bis neun Stunden liegt, die Apple verspricht. Das liegt vor allem daran, dass unter Windows 7 ausschließlich der wenig sparsame Nvidia-Grafikchip arbeitet.
Bildschirm
Im Testgerät saß ein spiegelndes Display mit einer Auflösung von 1440 x 900 Bildpunkten. Man kann das Notebook aber auch mit einer höheren Auflösung 1680 x 1050 (Aufpreis 90 Euro) oder einem entspiegelten Display (Aufpreis: 135 Euro) bekommen. Die Bildqualität überzeugte: Das Display war hell und bot einen guten Kontrast.
Tastatur
Die Apple-typische Stegtastatur findet sich mittlerweile in fast allen Notebooks. Die Tasten besaßen einen klaren Druckpunkt, die Tastatur war sehr stabil. Der Touchpad mit integrierten Tasten reagierte unter Windows 7 etwas hackelig. Außerdem unterstützte er deutlich weniger Mehrfingergesten als unter Mac OS.
Ergonomie
Meist war der Lüfter im Macbook Pro 15 unhörbar. Arbeitete das Notebook aber länger unter hoher Last, setzte der Lüfter nach rund 20 Minuten mit hoher Lautstärke ein. Beim Macbook Pro 15 soll vor allem das Gehäuse die CPU-Wärme effektiv abführen. Deshalb beginnt der Lüfter erst bei einer deutlich höheren Prozessortemperatur die Arbeit, als in anderen Notebooks. Dafür wird die Unterseite des Notebook-Gehäuses sehr schnell sehr warm. Man sollte das Macbook Pro 15 also beim Arbeiten nicht für längere Zeit auf den Oberschenkeln platzieren. Die Handablage erwärmte sich übrigens kaum.
Fazit
Apple betreibt beim Macbook Pro 15 behutsame Modellpflege. Das Rechentempo ist ordentlich. Auch die üblichen Qualitätsmerkmale wie hervorragende Verarbeitung, elegantes Design, ergonomische Tastatur und guter Bildschirm bringt das Macbook Pro 15 mit. Die rechtfertigen den sehr hohen Preis aber trotzdem nicht, denn bei der Ausstattung ist das Apple-Gerät deutlich günstigeren Notebooks klar unterlegen.
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