Notebook

Apple Macbook Air 11 im Test

Freitag, 16.09.2011 | 09:30 von Thomas Rau
Alle reden auf einmal über Ultrabooks. Dabei gibt es sie längst - kleine, leichte, elegante Notebooks für rund 1000 Euro: Zum Beispiel das Macbook Air 11.
Im Gegensatz zu seinem großen Bruder, dem Macbook Air 13, ist das kleine Macbook mit 11,6-Zoll-Display noch mal rund 300 Gramm leichter - es wiegt nur 1074 Gramm. Außerdem ist es noch kompakter und rund drei Zentimeter weniger breit und tief. Aber das Macbook Air 11 ist genauso flach und steckt in einem ebenso stabilen Unibody-Gehäuse aus Aluminium wie das größere 13-Zoll-Modell. Für die Tests der Geschwindigkeit und der Akkulaufzeit haben wir übrigens Windows 7 Home Premium 64 Bit auf dem Macbook Air 11 installiert, um die Ergebnisse mit anderen Notebooks vergleichen zu können. Den Test des Macbook Air 11 mit Mac OS X lesen Sie bei der Macwelt .


Macbook Air 11: Klein, aber schnell - durch eine SSD

Der Sandy-Bridge-Prozessor Core i5-2467M aus Intels stromsparender Ultra-Low-Voltage-Serie im Macbook Air 11 läuft mit geringerer Taktrate als der Core i5-2557M im großen Kollegen. Außerdem schaltet er von seiner Standard-Taktrate von 1,6 GHz im Turbo-Boost-Modus nur auf maximal 2,3 GHz hoch. Diese Unterschiede machten sich aber im Tempo-Test nicht bemerkbar: Die beiden Macbooks sind praktisch gleich schnell – und sogar flotter als die meisten Notebooks, die einen Standard-Core-i5 besitzen. Denn fürs hohe Tempo sorgt im Macbook Air 11 eine 128 GB große SSD: Mac OS X Lion lädt beispielsweise in 20 Sekunden. Apple bietet eine günstigere Variante des kleinen Air für 949 Euro an, in der aber nur eine 64-GB-SSD und außerdem nur 2 statt 4 GB Arbeitsspeicher stecken.

GESCHWINDIGKEIT Apple Macbook Air 11
Startzeit 20 Sekunden
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 201 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 196 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 1669 Punkte
Brenndauer CD / DVD / Blu-ray (Minuten) -
Kopie von DVD auf Festplatte (Minuten) -
USB-Anschlüsse: Lese- / Schreibrate 30,3 / 23,5 MB/s

Flüsterleiser Lüfter: Das Macbook Air 11 stört nicht

Unter Last arbeitet das Macbook Air 11 viel ruhiger als die 13-Zoll-Variante: Selbst in längeren Lastphasen bleibt der Lüfter des Notebooks unhörbar. Die Unterseite des Gehäuses wird aber wärmer als beim Macbook Air 13: Daher sollten Sie das kleine Macbook nicht längere Zeit zum Arbeiten auf den Oberschenkeln platzieren.

UMWELT UND GESUNDHEIT Apple Macbook Air 11
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,1 / 0,3 Sone
Stromverbrauch: Ruhe / Last / Bereitschafts-Modus / Aus 11,4 / 26,7 / 0,8 / 0,5 Watt

Die Ausstattung des Macbook Air 11: Mager, mager

Dass die SSD wenig Speicherplatz bietet, ist nicht die einzige Kritik an der Ausstattung des ultraflachen Macbook Air 11: Auch Anschlüsse sind Mangelware – am flachen Gehäuse gibt es nur zwei USB-2.0-Buchsen, die entsprechend lahme Datenraten von rund 30 MB/s liefern, einen Audioanschluss sowie die Thunderbolt-Schnitttstelle, über die sich ein externer Speicher oder ein externer Monitor – meist nur mittels Adapter – anschließen lassen. USB 3.0 fehlt ebenso wie ein Kartenleser oder ein Netzwerkanschluss: Um das Macbook Air 11 in ein Kabelnetzwerk zu bringen, benötigen Sie einen USB-Adapter für 29 Euro. Ohne Kabel funktioniert dagegen alles reibungslos, weil das Macbook Air 11 WLAN nach dem aktuellen 11n-Standard sowie Bluetooth in der neuesten Version 4.0 mitbringt.


Kleiner Bildschirm, große Auflösung

Der 11,6 Zoll große Bildschirm zeigt 1366 x 768 Pixel, also genauso viele Bildpunkte wie die meisten 13- und 15-Zoll-Notebooks. Die spiegelnde Oberfläche des Displays stört kaum, da der Bildschirm mit über 300 cd/qm sehr hell leuchtet und störende Reflexionen meist überstrahlt. Als Notebook fürs Arbeiten unterwegs empfiehlt sich das Macbook Air 11 auch wegen der angenehm stabilen und leisen Tastatur. Nachtarbeiter schalten die Tastaturbeleuchtung ein. Das große Touchpad funktioniert auf seiner ganzen Fläche als Maustaste: Allerdings ist der Druckpunkt nur unten angenehm, im oberen Bereich braucht man mehr Kraft, um einen Mausklick auszulösen.

BILDSCHIRM Apple Macbook Air 11
Helligkeit 307 cd/m²
Helligkeitsverteilung 75 %
Kontrast 673:1
Entspiegelung gering

Unter Windows hält das Macbook Air 11 knapp 5,5 Stunden im Akkubetrieb durch – ungefähr so lange wie das Macbook Air 13. Ähnlich ausgestattete Windows-Notebooks wie das Samsung NP900X3A liefen im Test rund zwei Stunden länger.

MOBILITÄT Apple Macbook Air 11
Akkulaufzeit 5:20 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 1,07 / 0,34 Kilogramm


 

Freitag, 16.09.2011 | 09:30 von Thomas Rau
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • magiceye04 21:42 | 18.09.2011

    Nur so nebenbei: Wir sind hier in der PCwelt. Da muß das das Teil eben mit normalen Laptops messen. In der MACwelt aus dem gleichen Haus schneidet das Air übrigens mit der Note 2,0 bzw. 2,2 ab. Alles nur eine Frage des Maßstabes. PS: Selbst mein knapp 400€ billiges Lenovo-NetNotebook bietet mehr als nur USB2.0, nämlich eSATA. Die einzige Möglichkeit, sehr große Datenmengen in annehmbarer Zeit auf das Air zu bekommen, ist scheinbar WLAN. Das ist für den Preis einfach mal peinlich.

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  • Der Broker 14:03 | 18.09.2011

    Bewertung getürkt

    Sorry, aber so langsam wird das Getürke von Tests chronisch und unerträglich. Und um das direkt vorwegzunehmen, ich bin kein Apfelfreund und war es auch nie. Im Gegenteil, beispielsweise habe mich beim Handy fürs HD2 entschieden, weil es WM hat. Die Note im Test kann aber dennoch nicht sein! Was soll denn eine Mobilitätsnote von 3,2 zustande kommen? Das Macbook wiegt knapp über einem Kg, lässt sich in jede Aktenmappe schieben und hat noch über fünf Stunden Akkulaufzeit - mobiler geht es ja kaum. Und wieso sollte ich die Akkulaufzeit mit einem nicht für das Notebook maßgeschneiderten Betriebssystem testen? Mir ist schon klar, dass das Macbook deutlich weniger Ressourcen bei gleicher Tätigkeit frisst, aber das als Nachteil werten? Die Tastatur wird als schreibfreundlich bezeichnet und erhält nur eine 1,99? Habe genug Tests gelesen, bei denen der unangenehme Druckpunkt bemägelt wurde und dennoch eine bessere Note herauskam. Die Geschwindigkeit wird als überdurchschnittlich im Vergleich zu gleichen Prozessoren bezeichnet. Dennoch ist die Note eher unterdurchschnittlich. Die USB 2.0 Anschlüsse plötzlich als lahm hinzustellen, macht die Voreingenommenheit erst richtig deutlich. Die wenigsten Notebooks haben USB 3.0 und bislang konnten wir auch mit 2.0 ganz gut leben. Wenn man an der Ausstattung Kritik üben will, sollte man sich auf das Fehlende DVD-Laufwerk stürzen. 90% aller Anwender werden auf den separaten Netzwerkanschluss,... verzichten können. Und bei den drahtlosen Anschlüssen ist das Macbook ganz vorne mit dabei. Alles in allem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Test nur ein herausstechendes Beispiel für getürkte Tests ist. Da kann ja im Text stehen was will, bei einer schlechten Note taucht es in der Top10 erst garnicht auf. Ich würde mich auch dagegen sträuben, dass die Konkurrenz mit ihrem Produkt an meinem geliebten Windowsprodukt vorbeizieht - von einem Computermagazin, dass sich mit seiner Objektivität rühmt, erwarte ich aber, dass es das auch bei unbeliebten Testergebnissen bleibt. Schließlich sind die intrinsischen (vielleicht auch extrinsischen) Wechselbarrieren doch viel zu hoch, als dass plötzlich alle Kunden weglaufen. Anders sähe das natürlich auch, wenn da Werbegelder dran hängen.... Schade, Der Broker

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