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Aorus Thunder M7 im Test

06.10.2014 | 09:09 Uhr |

Dank der vielen seitlichen Tasten soll die Thunder M7 sich besonders an Gamer richten, die in ihren Spielen häufig und schnell auf Tastatureingaben angewiesen sind, wie zum Beispiel MMO-Spieler (Massively Multiplayer Online Game). Der Test deckt Stärken und Schwächen der Maus auf.

„Aorus“ ist kein wirklich neuer Player auf dem Markt, sondern ist die Marke für die Gaming-Peripherie aus dem taiwanischen Hause Gigabyte, die eigentlich mehr für Grafikkarten und Mainboards bekannt sind. Doch der Hersteller geht den gleichen Weg wie die Konkurrenz und versucht sich nun mit einer Eigenmarke im hart umkämpften Markt für Spiele-Peripherie. Ob die Thunder M7 ein guter Anfang ist, klärt unser Test.

Die vielen zusätzlichen Tasten sind besonders für MMO-Gamer ein nützlicher Mehrwert.
Vergrößern Die vielen zusätzlichen Tasten sind besonders für MMO-Gamer ein nützlicher Mehrwert.
© Aorus

Ausstattung und Technik im Detail

Das Design der M7 wirkt recht bucklig, ist von der Breite her aber vergleichsweise schmal geblieben. Deshalb eignet sich die Maus besonders für den sogenannten „Claw Grip“, bei dem Sie Ihre Hand nicht auf der Maus ablegen, sondern das Eingabegerät nur mit den Fingern bedienen. Dabei liegt der Ringfinger noch knapp auf, während der kleine Finger keinen Platz mehr findet. Auch ist die Form eher nichts für große Hände, da es mit der Bedienung dann leicht unbequem wird. Aorus möchte mit der M7 auch Parallelen zu PS-starken Autos schlagen, um die Leistungsfähigkeit der Maus zu betonen: Von der rechten Seite her lässt sich durch ein kleines Kunststoff-Fenster in der oberen sowie rechten Seite nämlich ein stilisierter Automotor erkennen, während in der Vorderseite „Scheinwerfer“ verbaut sind.

An der rechten Seite ist der stilisierte Motorblock zu sehen sowie eine zusätzliche Taste. Die Parallelen zu leistungsfähigen Autos soll die Leistungsfähigkeit der M7 verdeutlichen.
Vergrößern An der rechten Seite ist der stilisierte Motorblock zu sehen sowie eine zusätzliche Taste. Die Parallelen zu leistungsfähigen Autos soll die Leistungsfähigkeit der M7 verdeutlichen.
© Aorus

Um den Anspruch der Zielgruppe gerecht zu werden, befinden sich gleich 16 voll programmierbare Tasten auf der Maus. Allein sechs davon befinden sich an der linken Außenseite und wollen, dass sie der Daumen bedient. Doch die vordersten Tasten sind für unsere eher kleineren Hände dann doch etwas zu weit weg, um sie zuverlässig bedienen zu können. Zwei weitere Tasten sitzen direkt neben der linken Maustaste, um sie ohne Umgriffe mit dem Zeigefinger zu erreichen. Auf dem „Buckel“ verbaut Aorus die beiden DPI-Schalter, um die Abtastrate in vier Stufen in Echtzeit zu verändern. Das gummierte 2-Wege-Scrollrad lässt sich natürlich auch klicken. Allerdings besitzt es nicht die Tilt-Funktion, um das Mausrad nach links und rechts zu neigen, um beispielsweise horizontal zu scrollen. Bei den Klickschaltern setzt Aorus auf den weit verbreiteten Hersteller Omron, die eine Lebensdauer von 20 Millionen Klicks versprechen und zusätzlich noch einen knackigen Druckpunkt bieten.

Der Lieferumfang enthält eine Hartschalen-Transportbox sowie Ersatzgleiter.
Vergrößern Der Lieferumfang enthält eine Hartschalen-Transportbox sowie Ersatzgleiter.
© Aorus

Der Lieferumfang der Aorus Thunder M7 besteht aus Ersatzgleitern und einer hübschen Hartschalen-Transportbox. Besonders für die LAN-Party oder für das sichere Mitnehmen ist die Box eine nette Dreingabe. Eine Treiber-CD fehlt, weshalb Sie die Software sowie das Handbuch von der Herstellerseite herunterladen müssen – dort ist der Treiber sowieso aktueller. Das mit Kunststoff gesleevte USB-Anschlusskabel ist ausreichend lang bemessen und dank der Ummantelung auch vor Kabelbrüchen geschützt.

Laser-Sensor und „Macro Engine“-Treiber

Beim Laser-Sensor kommt der Avago ADNS 9800 zum Einsatz, der bereits bei der Konkurrenz breite Verwendung findet: Somit unter anderem auch bei Roccats Tyon oder Kone XTD als leicht modifizierte Version mit der Bezeichnung Pro-Aim R3. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch bei der Thunder M7 die maximale Auflösung bei hohen 8200 DPI liegt. Über die DPI-Schalter lassen sich vier Auflösungen beliebig festlegen, ab Werk schalten Sie zwischen den Stufen 800/1600/3200/5600 DPI um.

Die Software "Macro Engine" bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, ist aber etwas verschachtelt und damit etwas unübersichtlich.
Vergrößern Die Software "Macro Engine" bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, ist aber etwas verschachtelt und damit etwas unübersichtlich.

Der Treiber „Macro Engine“ ist unserer Meinung nach etwas unübersichtlich und verschachtelt aufgebaut, bietet aber dennoch viele Einstellungsmöglichkeiten. Dazu zählt unter anderem die unabhängige DPI-Regelung von X- und Y-Achse und dem Sichern, Löschen und Wiederherstellen des 128 KB großen Onboard-Speichers. Alle Einstellungen lassen sich in fünf Profilen speichern, pro Profil ist Platz für 70 Makros, was unserer Meinung nach vollkommen ausreicht. Auch die Beleuchtung lässt sich in insgesamt 10 Farben verändern, allerdings betrifft das nur die LED im Scrollrad und das Aorus-Logo im Inneren. Die Front-Scheinwerfer und die DPI-Stufenleuchten bleiben dagegen stets blau. Das Angle-Snapping (das softwareseitige Begradigen der Mausbewegungen) und die Lift-Off-Distanz lassen sich nicht regeln. Auch die Hardware-Beschleunigung lässt sich nicht deaktivieren.

Technische Daten

Aorus Thunder M7

Abmessungen (L x B x H)

11,6 x 7 x 4,4 Zentimeter

Gewicht

110 Gramm

Tastenanzahl

16

Frei belegbar

Ja

Mausrad

2-Wege

Sensortyp / -bezeichnung

Laser / Avago ADNS 9800 

Maximale Auflösung in DPI

8200

Polling-Rate

1000 Hertz

Profil- / Makrofunktion

ja / ja

Onboard-Speicher (Kapazität)

128 KB

Verbindung

USB-2.0-Kabel, 1,8 Meter

Weitere Ausstattung / Besonderheiten

gesleevtes Kabel, 10 Farben für Beleuchtung, Hartschalen-Transportbox, Ersatzgleiter

1-Meter-Mauspad Aurous Thunder P3

Aorus hat uns neben der Maus auch noch ein Mauspad mit ins Paket gelegt. Das Thunder P3 gibt es in vier verschiedenen Größen, der Hersteller bedachte uns mit der größten Version – und die macht Eindruck. Denn das Pad ist einen ganzen Meter breit und satte 40 Zentimeter hoch. So lässt sich auch die Tastatur auf das Mauspad stellen. Die Oberfläche besteht aus glatten Mikrofasern und lässt die Maus flott gleiten. Auch das Reinigen ist dank der Oberflächenstruktur kein Problem. Die Ränder der Maus-Unterlage sind tadellos abgenäht, was ein Ausfransen verhindert. Die Unterseite aus Gummi unterbindet das Verrutschen der Matte. Die Qualität und Größe kostet Sie nur 30 Euro und ist damit beeindruckend günstig!

Als Gaming-Unterlage macht die größte Version des Thunder P3 mächtig Eindruck: Das Mauspad ist einen Meter lang und 40 Zentimeter breit und kostet nur 30 Euro!
Vergrößern Als Gaming-Unterlage macht die größte Version des Thunder P3 mächtig Eindruck: Das Mauspad ist einen Meter lang und 40 Zentimeter breit und kostet nur 30 Euro!
© Aorus

Test-Fazit zur Aorus Thunder M7

Die Thunder M7 erweist sich als solides Eingabegerät für MMO-Spieler, die Ihre Befehle häufig und schnell ausführen müssen und einen zuverlässigen, sowie hochauflösenden Laser-Sensor benötigen. Sowohl der Daumen, also auch der Zeigefinger können jeweils insgesamt acht zusätzliche Maustasten bedienen. Des Weiteren ist der MMO-Nager qualitativ gut verarbeitet, einen schäbigen Ramsch-Hersteller-Ruf muss sich die M7 nicht gefallen lassen. Das Design ist natürlich Geschmackssache, gefällt uns aber recht gut. Wir hätten es allerdings besser gefunden, wenn auch die Scheinwerfer und DPI-Lichter in einer anderen Farbe erstrahlen könnten. Die mitgelieferte Transportbox und die Ersatzgleitfüße runden die Ausstattung ab.

Allerdings sollten Sie ein Rechtshänder mit nicht allzu großen Pranken sein, denn die M7 ist eher für kleinere Hände gedacht. Auch die vorderen Seitentasten sind nur schwer erreichbar. Deshalb sollten Sie die Maus vorab definitiv noch einmal testen, wenn Sie es nicht sowieso schon tun. Die Treiber-Software finden wir ziemlich unübersichtlich und erfordert Eingewöhnung. Dennoch finden wir den Preis von aktuell rund 75 Euro für gerechtfertigt und liegt sogar noch etwas unter dem Niveau der anderen „großen“ Hersteller.

Allgemeine Daten

Gerätekategorie

Peripherie

Hersteller

Aorus

Internetadresse

de.aorus.com

Preis

75 Euro

Garantie

24 Monate

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