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Antiviruslösungen für Unternehmen unter Windows 8.1 geprüft

27.11.2014 | 14:51 Uhr |

Das AV-Test Institut hat acht Antivirusprogramme für den Client-Schutz im Unternehmen getestet. Alle Testkandidaten bieten unter Windows 8.1 ein recht hohes Schutzniveau und erhalten ein Zertifikat. Unterschiede zeigen sich im Detail.

In einem zweimonatigen Turnus führt das Magdeburger AV-Test Institut Zertifizierungsprüfungen für Antivirusprogramme durch. Der jüngste Testlauf umfasst Schutzprogramme für Privatanwender sowie Unternehmenslösungen für den Client-Schutz, jeweils unter Windows 8.1 (64 Bit). Acht Hersteller haben ihre Produkte zur Prüfung eingereicht. Hinzu kommt außer Konkurrenz Microsoft System Center Endpoint Protection, das als untere Messlatte dient. Die Gesamtergebnisse liegen relativ dicht beieinander, wirklich schlecht schneidet keiner der Testkandidaten ab, wenn man mal von Microsoft absieht.

Geprüft wird in den drei Kategorien Schutzwirkung , Systembelastung und Benutzbarkeit . Zur Beurteilung der Schutzwirkung müssen die Testkandidaten knapp 18.000 verbreitete Schädlinge erkennen, die nicht älter als vier Wochen sind. Hinzu kommen im "Real-World-Test" 164 so genannte Zero-Day-Angriffe, also tagesaktuelle Malware. Die Systembelastung wird ermittelt, indem die die Tester die Bremswirkung auf Kopiervorgänge, Downloads, Software-Installationen und Programmstarts messen. Die Benutzbarkeit ergibt sich aus der Zahl der Fehlalarme bei System-Scans, beim Installieren und Benutzen legitimer Software sowie beim Besuch harmloser Websites. In jeder Kategorie sind sechs Punkte zu vergeben. Produkte, die in jeder Disziplin wenigstens einen Punkt und in der Summe mindestens zehn Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat.

Die Schutzwirkung ist bei fast allen Produkten sehr hoch: sechs Kandidaten erreichen volle sechs Punkte. Intel Security (vormals McAfee) lässt im Real-World-Test einen halben Punkt liegen, Sophos kann das hohe Niveau der übrigen Schutzlösungen nicht ganz erreichen. Microsofts Unternehmenslösung fällt dagegen stark ab und bekommt für Erkennungsraten zwischen 67 und 82 Prozent keinen Punkt.

Die stärkste Bremswirkung zeigt Intel/McAfee, gefolgt von Kaspersky. Die geringste Systembelastung haben die Tester bei Bitdefender gemessen. Die Zahl der Fehlalarme ist erfreulich gering. Beim Besuch von 500 Websites gab es keine Fehlalarme, bei der Installation und Benutzung von 38 legitimen Programmen haben nur Bitdefender und F-Secure unnötige Warnmeldungen angezeigt. Beim System-Scan mit über 330.000 harmlosen Dateien hat F-Secure die meisten Fehlalarme produziert, gefolgt von G Data und Bitdefender. Microsoft und Symantec haben den gesamten Test absolviert, ohne falschen Alarm auszulösen. Der Rest des Feldes hat sich jeweils genau einen Fehlalarm geleistet, für den keine Punkte abgezogen werden.

Insgesamt liegen Bitdefender und Trend Micro nach Punkten vorn. Die anderen Testkandidaten folgen dicht gestaffelt dahinter. Nur Microsofts Lösung wäre wegen zu geringer Schutzwirkung durchgefallen. Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert, in der die Punkte aus den Einzeldisziplinen zugunsten der Schutzwirkung unterschiedlich gewichtet sind. Bei AV-Test (vorletzte Spalte) werden alle Kategorien gleich gewertet. Auf die Reihenfolge hat das bei diesem Testlauf keinen Einfluss – wie schon beim vorherigen Test unter Windows 7.

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Belastung

Benutzung

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Endpoint Security 5.3

6,0

5,5

5,5

17,0

17,4

Trend Micro Office Scan 11.0

6,0

5,0

6,0

17,0

17,4

Symantec Endpoint Protection 12.1

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

G Data Security Client 13.0

6,0

4,5

5,5

16,0

16,8

Kaspersky Endpoint Security 10.2

6,0

4,0

6,0

16,0

16,8

F-Secure Client Security 11.6

6,0

4,5

4,5

15,0

16,2

Intel/McAfee VirusScan Enterprise with EPO 8.8

5,5

3,5

6,0

15,0

15,6

Sophos Endpoint Security and Control 10.3

4,5

5,0

6,0

15,5

14,7

Microsoft System Center Endpoint Protection 4.3

0,0

4,5

6,0

10,5

6,3

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