Antiviren-Software

Prevx Edge

Dienstag, 06.01.2009 | 08:30 von Andreas Marx
Das Sicherheits-Tool Prevx Edge analysiert das Verhalten von Programmen auf dem PC und kann so auch Viren blockieren, die vollkommen neu sind. Wie gut das Programm einen Rechner wirklich schützt, haben wir getestet.

Das schlanke Programm Prevx Edge versteht sich als zusätzlicher Schutz zu einer bereits installierten Anti-Virus-Lösung. Es erkennt schädliche Software anhand ihres Verhaltens. Zusätzlich wird in einer Online-Datenbank abgefragt, ob andere Benutzer von Prevx die Ausführung einer Datei erlaubt oder blockiert haben.

Nur online: Es ist zwingend eine Internet-Verbindung erforderlich, um den Computer zu schützen. Auf der Festplatte werden keine Signaturdateien installiert, die Erkennung erfolgt durch direkte Kommunikation mit einem Server des Herstellers. Eine vorhandene Firewall muss dementsprechend richtig konfiguriert sein und den Datentransfer zum Server erlauben. Heimliche Datenübertragung: Für die Analyse von unbekannten Dateien werden diese ohne beim Anwender nachzufragen an den Server von Prevx gesendet. Dieses Vorgehen lastet nicht nur die Internetleitung aus. Der Nutzer könnte sogar unwissentlich gegen Lizenzbestimmungen seiner installierten Software verstoßen, wenn deren Programmdateien ohne Erlaubnis des jeweiligen Entwicklers kopiert werden.

Neben der Wächterfunktion ist ein Scanner integriert, mit dem man gezielt die Festplatte oder bestimmte Verzeichnisse auf Bedrohungen untersuchen kann. Der Scanner erkennt knapp 10% der weit verbreiteten Viren (www.wildlist.org). Das reicht keinesfalls aus, um Prevx allein den Schutz des PC anzuvertrauen. Ist der Benutzer schlauer als das Programm und weiß um eine bösartige Datei, unterstützt ihn das Programm beim Säubern. Sie wird in der Oberfläche ausgewählt und auf Knopfdruck entfernt. Sich selbst schützt das Programm in den Standardeinstellungen nicht.

Der Prozess ist beendbar und die Programmdatei lässt sich löschen. Mit einem Kontrollkästchen bei den Basis-Einstellungen kann der Selbstschutz aktiviert werden. Dies verhindert allerdings lediglich das Beenden des Prozesses. Die Programmdatei ist weiterhin ungeschützt.

Handhabung: Die Bedienerführung ist mit großen Schaltflächen zwar einfach gehalten, jedoch nicht sehr übersichtlich.

Fazit: Als Zusatz zum Virenscanner ohne verhaltensbasierte Erkennung nicht schlecht, die ungefragte Datenübertrage ist jedoch fragwürdig.

Alternative: PC Tools Threat Fire ( www.pctools.com ) enthält zusätzlich einen brauchbaren Virenscanner.

BEWERTUNG

Sicherheit (55 %): Note 3,0
Funktionen (20 %): Note 2,5
Bedienung (15 %): Note 2,5
Installation/De-Installation (5 %): Note 1,0
Systemanforderungen (5 %): Note 3,0

GESAMTNOTE: 2,7

Anbieter:
Prevx
Weblink:
www.prevx.com
Preis:
ab 24,80 Euro
Betriebssysteme:
Windows 2000, XP, Vista
Plattenplatz:
ca. 2 MB
Dienstag, 06.01.2009 | 08:30 von Andreas Marx
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