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Antispyware-Tools

05.10.2004 | 16:20 Uhr |

Antispyware-Programme schließen eine Lücke im Sicherheitssystem Ihres Rechners. Denn die Utilities finden, was Antiviren-Software und Firewall durch die Lappen geht. Wir sagen Ihnen, welches die besten Programme sind und wie Sie die Tools einsetzen.

Spyware ist lästig, und niemand ist vor ihr sicher. Sie sammelt Daten über Ihr Verhalten beim Surfen oder protokolliert, wie oft Sie ein Programm starten. Diese Informationen sendet sie ins Internet. Die Hersteller von Spyware werten diese Daten aus und erstellen daraus anonyme Anwenderprofile, die sich an Werbefirmen verkaufen lassen. Antispyware-Tools sollen solche Programme finden und beseitigen.

So landet Spyware auf Ihrem PC

Spy- oder Adware gelangt meist zusammen mit werbefinanzierter Freeware auf Ihren Rechner. Sobald Sie die Freeware starten, zeigen Adware-Module Werbebanner an. Diese holen sie sich meist aus dem Internet. In vielen Fällen senden sie dabei auch Infos über Ihren Rechner ins Web – dann spricht man von Spyware. Die meisten Tools im Test unterscheiden allerdings nicht zwischen Ad- und Spyware. Manche Anbieter werbefinanzierter Software weisen auf diese Module hin und sagen genau, was sie machen. Andere schieben Ihnen diesen Code heimlich unter.

Es gibt aber noch weiteren unerwünschten Code, der unter dem Begriff Spyware zusammengefasst wird. Dazu zählen etwa Programme, die sich beim Surfen über Sicherheitslücken automatisch in den Internet Explorer einklinken und die Startseite auf eine Werbeseite umleiten.

Das müssen Antispyware-Tools leisten

Ein Antispyware-Tool durchsucht Ihren Rechner nach neugierigen Programmen. Dabei muss es nicht nur jede Datei einer Spyware finden, sondern auch jeden Registry- Eintrag. Im Idealfall dauert die Suche nur wenige Minuten. In den meisten Fällen findet ein Tool mehrere Dutzend unerwünschte Dateien und Einträge. Darum ist es wichtig, dass die Software die Ergebnisliste übersichtlich präsentiert. Mehrere Dateien, die zur selben Spyware gehören, sollte das Tool zusammenfassen. Alle Fundstellen sollte es ausführlich erklären. Wünschenswert sind etwa Infos darüber, was die Spyware protokolliert und woher sie stammt.

Wichtig ist eine Backup-Funktion. Bevor Sie die gefundenen Dateien löschen, sollten Sie damit eine Sicherung anlegen. Läuft nach der Reinigung ein werbefinanziertes Programm nicht mehr, können Sie die Änderungen so rückgängig machen.

Das schaffen die Tools nicht

Die meisten Antispyware-Tools geben an, dass sie nicht nur Werbemodule finden, sondern auch Trojaner, Keylogger, 0900-Dialer und andere Schädlinge. Darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen. Fürs Finden und Blocken von Malware dieser Art sind Antiviren-Programme zuständig. Empfehlenswert ist etwa das kostenlose Antivir PE . Wer sich vor 0900-Dialern schützen will, setzt etwa 0900 Warner ein.

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