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Anti-Malware-Produkte für Unternehmen unter Windows 7

02.10.2014 | 15:40 Uhr |

Bei der Antivirus-Software für den Einsatz in Unternehmen fallen die fast durchweg hohen Erkennungsraten und die erfreulich geringe Zahl der Fehlalarme auf. Die größten Unterschiede gibt es bei der Geschwindigkeitsmessung.

Beim vorherigen Zertifizierungstest des Magdeburger AV-Test Instituts wurde unter Windows XP geprüft . Diesmal ist wieder Windows 7 (SP1, 32 Bit) an der Reihe, wie auch beim Test der Schutz-Software für Privatanwender . Acht Hersteller bewerben sich mit ihren Produkten um ein Zertifikat. Microsofts Unternehmenslösung System Center Endpoint Protection läuft wie immer außer Konkurrenz mit. Sie bietet nur einen gewissen Minimalschutz.

Getestet wird in den drei Kategorien Schutzwirkung (Malware-Erkennung und -Abwehr), Systembelastung (Geschwindigkeit) und Benutzbarkeit (Fehlalarme). In diesen Kategorien werden jeweils bis zu sechs Punkte vergeben. Die Testkandidaten haben Internet-Zugriff und können alle Register ziehen. Produkte, die in jeder Kategorie wenigstens einen Punkt und insgesamt mindestens zehn Punkte erzielen, erhalten ein Prüfzertifikat. Diese Anforderungen haben alle Kandidaten erfüllt, nur Microsofts Produkt wäre an seiner zu geringen Schutzwirkung gescheitert.

Testergebnisse

Die Malware-Abwehr hat in den letzten Jahren ein hohes Schutzniveau erreicht. Fast alle Produkte erreichen Erkennungsraten um 100 Prozent oder knapp darunter – abgesehen von Microsoft, das unter 80 Prozent bleibt. Die geringe Zahl der Fehlalarme ist ebenfalls erfreulich – gerade im Unternehmenseinsatz ist jeder Fehlalarm einer zu viel. Bitdefender, Kaspersky, McAfee und Microsoft kommen ganz ohne falschen Alarm durch den Test. F-Secure bildet mit fünf Fehlalarmen bei mehr als 300.000 harmlosen Dateien das andere Ende dieser Wertung.

Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Systembelastung, die als Bremswirkung im Vergleich zum ungeschützten System ermittelt wird. Dabei werden Websites besucht, Programme herunter geladen, Software installiert und ausgeführt sowie Dateien umher kopiert. Bitdefender bremst den Rechner am wenigstens aus, mit Sophos, Symantec und Trend Micro geschützte Systeme sind nicht viel langsamer. McAfee bremst am stärksten.

In der Gesamtschau bietet Bitdefender Endpoint Security ein makelloses Ergebnis und erhält als einziges Produkt volle 18 Punkte. Symantec und Trend Micro folgen denkbar knapp dahinter. Kaspersky komplettiert die Spitzengruppe, hat jedoch bei der Geschwindigkeit ein wenig Boden verloren. Sophos hält Kontakt zum Spitzenquartett, die übrigen Kandidaten fallen vor allem durch eine etwas ausgeprägtere Bremswirkung zurück. Die Entscheidung für oder gegen eine Schutzlösung wird im Unternehmen auch durch Kriterien bestimmt, die nicht Teil der Zertifizierungsprüfungen des AV-Test Instituts sind. Dazu gehören etwa das zentrale Software-Management, Konfigurierbarkeit, Funktionsumfang und die Lizenzpolitik des Herstellers.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert. Anders als AV-Test werten wir nicht alle Testkategorien gleich, sondern legen besonderes Gewicht auf die Schutzwirkung. Die vorletzte Spalte zeigt, wie die Grafik oben, die Wertung des Testinstituts.

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Belastung

Benutzung

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Endpoint Security 5.3

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Symantec Endpoint Protection 12.1

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Trend Micro Office Scan 11.0

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Kaspersky Endpoint Security 10.2

6,0

5,0

6,0

17,0

17,4

Sophos Endpoint Security and Control 10.3

5,5

5,5

6,0

17,0

16,8

F-Secure Client Security 11.51 & 11.6

6,0

4,5

5,5

16,0

16,8

G Data Security Client 13.0

6,0

4,0

6,0

16,0

16,8

McAfee VirusScan Enterprise with EPO 8.8

6,0

3,5

6,0

15,5

16,5

Microsoft System Center Endpoint Protection 4.3

0,0

5,0

6,0

11,0

6,6

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