27.10.2005, 12:51

Thomas Rau

Angriff auf Aldi: Saturn-Notebook für 999 Euro im Test

Saturn kontert das Aldi-Notebook mit einem deutlich günstigeren Angebot: Das Asus Pro 60V X-115 kostet 999 Euro und ist damit 300 Euro billiger als das MD96500. Wir hatten das Asus Pro 60V X-114 im Test – diese Notebook ist identisch zum Saturn-Angebot, besitzt aber mit 512 MB nur halb so viel RAM wie das Saturn-Modell.
Leistung: Im Asus-Notebook arbeitet ein Pentium M 725: Damit ist der Prozessor CPU im Asus Pro 60V mit 1,6 GHz nicht nur niedriger getaktet als der Pentium M 740 (1,73 GHz) im MD96500. Er entstammt auch einer älteren Centrino-Generation und arbeitet deswegen mit einem Front-Side-Bus(FSB)-Takt von 400 MHz – der Prozessor im Aldi-Notebook ist per FSB mit 533 MHz angeschlossen.
Doch trotz des schnelleren Prozessors und des kleineren Arbeitsspeichers: Im Leistungstest lagen Asus und Aldi praktisch gleichauf – das Asus Pro 60V erreichte 126 Punkte, das MD96500 kam auf 130 Punkte. Im Arbeitsalltag werden Sie also den Unterschied bei Taktrate und RAM kaum spüren.
Auch bei der 3D-Leistung zeigte sich, dass bessere Spezifikationen nicht unbedingt mehr Tempo bedeuten: Der Mobility Radeon X700 XL (Taktraten: 351 MHz Chip, 662 MHz Speicher) im Aldi-Notebook verfügt mit 128 MB über doppelt so viel Grafikspeicher wie der X700 (Taktraten: 358 MHz Chip, 662 MHz Speicher) im Asus Pro 60V. Das kommt aber erst bei höheren Auflösungen und aktivierter Kantenglättung zum Tragen – im Standardtest mit 3D Mark 03 war das Asus-Notebook um knapp 1000 Punkte schneller. In punkto Leistung liegen Asus und Aldi also weitgehend gleichauf. Bei der Akkulaufzeit punktet aber das MD 96500: Es läuft rund 45 Minuten länger als das Asus Pro V60.
Ausstattung: Bei Hard- und Software-Ausstattung hat das MD96500 gegenüber dem Asus Pro 60V deutlich die Nase vorn: Die Festplatte ist größer (100 gegen 80 GB) und der Brenner beschreibt mehr Formate (zusätzlich zweilagige –R-Medien sowie DVD-RAM).
Bei den Schnittstellen bietet Aldi zum Beispiel einen höherwertigen DVI-Anschluss statt VGA für einen externen Monitor sowie einen zusätzlichen Speicherkartenleser für Compact-Flash-Medien. Auch in Sachen Audio-Anschlüsse übertrumpft das MD96500 die Konkurrenz von Asus.
Hinzu kommt noch die TV-Karte beim Aldi-PC – wollen Sie das Asus Pro 60V ebenfalls mit einer Hybrid-TV-Karte ausstatten, müssen Sie rund 100 Euro zusätzlich investieren – dann fehlt Ihnen aber noch die große Fernbedienung sowie die Integration in eine Media-Center-Software wie sie das Aldi-Notebook bietet. In Sachen Multimedia kann das Asus-Notebook nur mit einer Instant-On-Funktion für Audio-CDs aufwarten – Sie können also Musik anhören, ohne Windows starten zu müssen. Auch die reichhaltige Software-Ausstattung spricht für das Aldi-Notebook. Wer allerdings noch einen Parallel-Port-Drucker besitzt, greift besser zum Asus-Mobilrechner, der einen entsprechenden Anschluss vorweisen kann. Auch Nutzer mit viel Netzwerkverkehr sind dank Gigabit-LAN-Anschluss beim Asus Pro 60V besser aufgehoben.
Ergonomie: Beide Notebooks besitzen ein Display im 15,4-Zoll-Breitbildformat. Gemeinsam ist beiden auch die Glare-Beschichtung, durch die das Display auf den Betrachter heller und farbintensiver wirkt. Wegen dieser Glare-Technik haben die Displays von Asus und Aldi aber auch das gleiche Problem: Sie spiegeln.
Im subjektiven Display-Vergleich liegen beide Notebook gleichauf – die bessere Farbdarstellung besitzt das Asus Pro V60, den weiteren Blickwinkel das Display des Medion MD96500. Auch bei den Messwerten herrscht ein Patt: Das Asus Pro V60 ist etwas heller als das Aldi-Notebook (158 gegenüber 136 cd/m2), das wiederum einen leicht besseren Kontrast bietet (136:1 gegenüber 126:1).
Anwender, die sich beim konzentrierten Arbeiten leicht durch den Notebook-Lüfter gestört fühlen, sollten zum Asus Pro V60 greifen: Bei der Geräuschmessung überzeugte es auch unter Last mit niedrigen Werten, zudem war der Lüfter bei geringer oder ohne Rechner-Last deutlich seltener im Einsatz als der Luftquirl im MD96500.
Unterwegs will man beide Notebooks nicht unbedingt dabei haben – mit rund drei Kilo liegen sie doch schwer in Tasche oder Rucksack. Wem es aber auf jedes Gramm ankommt: Das MD96500 wiegt 200 Gramm weniger als das Asus Pro V60.
Fazit: Das Asus Pro V60 überzeugt mit guter Leistung zu einem sehr günstigen Preis. Lediglich Akkulaufzeit und Tastatur könnten besser sein. Den meisten Anwendern dürfte die Ausstattung des Asus-Notebooks genügen – das Preis-Leistungs-Verhältnis des Asus Pro V60 ist zweifellos top. Wer aber einen Mobilrechner mit Rund-um-Versorgung haben will, greift zum Aldi-Notebook: Neben (verzichtbaren) Funktionen wie Fingerprint-Scanner und Tastaturbeleuchtung bietet es als echten Mehrwert eine Media-Center-Software samt TV-Karte, mehr Schnittstellen sowie das dickere Software-Paket. Benötigt man das alles, sind die 300 Euro Aufpreis gegenüber dem Asus-Notebook gut angelegt, zumal Medion eine längere Garantie - auch für den Akku – gewährt.
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