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Guitar Hero World Tour

Donnerstag, 30.10.2008 | 13:22 von Markus Pilzweger
ACTIVISION Guitar Hero: World Tour (Wii)
ACTIVISION Guitar Hero: World Tour (Wii)
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Bildergalerie öffnen Guitar Hero World Tour - Impressionen
Im November kommt es zum Showdown zwischen Guitar Hero World Tour und Rock Band 2: Beide Titel werden zeitgleich in den deutschen Handel kommen. Doch wie spielt sich der neueste Teil der Guitar-Hero-Reihe? Wir hatten in München die Gelegenheit, mehrere Stunden Guitar Hero World Tour anzutesten.
Let it rock!
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© 2014

Update 28.11.: Mittlerweile haben wir Guitar Hero World Tour ausführlich testen können. Hier finden Sie den kompletten Test von Guitar Hero World Tour .

München, Muffat-Werk: In den Räumen der Disco veranstaltete Activision gestern einen kleinen Event, bei dem wir die Gelegenheit hatten, alle Facetten von Guitar Hero World Tour in Ruhe anzutesten. Zwar reicht diese Zeit nicht für einen aussagekräftigen Test, für einen detaillierten Ersteindruck jedoch allemal.

Böse Zungen könnten behaupten, Guitar Hero World Tour ist nur ein zwangsläufiger Klon von Rock Band, dem ersten Titel, der mit Gitarre, Mikrophon und Drum-Set ausgeliefert wurde. Doch wo Rock Band 1 aufhört, fängt Guitar Hero World Tour teilweise erst an, allerdings müssen bestimmte Bereich auch kritisch gesehen werden. Doch der Reihe nach:

Guitar Hero World Tour
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Guitar Hero World Tour wird im Komplett-Bundle mit einer Gitarre, Mikro, dem Drumset sowie Spiel ausgeliefert, so dass vom Start weg drei Personen ihren Rock-Vorbildern nacheifern können. Die Gitarre im Stile einer "Gibson Les Paul" liegt gut in der Hand und ist angenehm groß. Die Zeiten kleiner Plasik-Klampfen, die eher den Eindruck einer Ukulele vermittelten, sind damit offenbar vorbei. Im Vergleich zu den Vorgängern bietet die neue Gitarre einige Verbesserungen: So gibt es nun einen Button zur Aktivierung der Star-Power, bisher musste hierfür die Gitarre nach oben gerissen werden. Gerade in höheren Schwierigkeitsgraden kam man dabei aber schnell aus dem Takt. Der Star-Power-Button sitzt neben der Anschlagstaste und kann mit dem Handballen bequem gedrückt werden. Zusätzlich verfügt die Gitarre über ein Touchpad, dass sich am Gitarrenhals neben den normalen Farb-Buttons befindet. Wer mag, kann bei bestimmten Passagen die Frets über dieses Touchpad spielen oder durch Antippen die Anschlagtaste ersetzen.

Weiter zum Drumset, dem König der Instrument-Controller eines jeden Musikspiels: Dieses verfügt bei Guitar Hero World Tour über drei TomToms, zwei Becken sowie die Fußtaste für die Bassdrum - insgesamt also sechs Buttons. Die TomToms und die Becken sind dabei sehr eng zueinander angeordnet. Die ist bei schnelleren Passagen von Vorteil, allerdings ist zunächst Übung erforderlich, damit die Sticks nicht aus Versehen das Becken erwischen, wenn man auf einen TomTom-Button schlagen möchte. Auch die Anordnung selbst ist gewöhnungsbedürftig, denn anders als bei Rock Band, wo die vier TomTom-/Becken-Controller von links nach rechts die Noten auf dem Bildschirm widerspiegeln, ist die Notenfolge bei Guitar Hero World Tour ein wenig räumlicher aber natürlich logisch: Links außen ist das erste TomTom, dann folgt das erste Becken, dann das mittige TomTom, das zweite Becken und schließlich ganz rechts das dritte TomTom. Zu Beginn kann dies - vor allem Rock Band-Spieler - schnell verwirren, nach einiger Zeit gehen die Notenfolgen aber auch bei Guitar Hero World Tour in Fleisch und Blut über. Das Drumset ist stabil verarbeitet, erfordert aber auch teils großen Kraftaufwand (zumindest bei unserem Testgerät).

84 Songs werden mit Guitar Hero World Tour mitgeliefert, die Spannbreite reicht dabei von den 60ern bis hin zu aktuellen Songs aus den vergangenen Jahren.

Wie spielt es sich?
Unterstützt durch Vertreter von Activision stürzten wir uns natürlich sofort in die ersten Jam-Sessions und stellten eine Song-Liste zusammen. Dabei kann man bis zu 5 Titel auswählen, die dann nacheinander im Team abgearbeitet werden - eine gute Idee, da man so nicht immer nach einem Song in die Song-Auswahl zurück muss.

Beginnen wir mit der Gitarre: Diese spielt sich angenehm leicht, die Anschlagstaste gibt per Klick sauber Auskunft und das Touchpad war eine interessante und unbedingt notwendige Alternative zum Bewegungssensor. Der Schwierigkeitsgrad hielt sich bis in den mittleren Bereich in Grenzen, so dass auch Anfänger - wie bei Guitar Hero gewohnt - schnell Erfolgserlebnisse haben werden.

Das Drumset hingegen erfordert ein wenig mehr Einarbeitungszeit. Insbesondere der Becken-Controller reagierte im Test nicht immer sauber und oft auch nur dann, wenn er richtig fest geschlagen wurde. Laut Activision waren die Testmuster jedoch schon etwas älter und in einem "sehr bespielten Zustand". Mit mehr Power funktionierte das Ganze dann relativ gut. Gewöhnungsbedürftig war die Anordnung der Buttons, zu Beginn kam es schnell vor, dass man das zweiten Becken mit dem dritten TomTom verwechselte. Die Verarbeitung des Drumsets insgesamt war sauber und stabil. Im Vergleich zum Drumset von Rock Band soll das Modell von Guitar Hero World Tour zudem um einiges leiser sein. Dies konnten wir nicht nachvollziehen, eher im Gegenteil: Im Test kam uns das Drumset höchsten einen Tick leiser, wenn nicht genauso laut vor, wie bei Rock Band. Letztlich wird dies aber nur ein 1:1-Vergleich klären können.

Der Schwierigkeitsgrad beim Drumset ist dabei um einiges höher, als bei der Gitarre: Bereits im mittleren Bereich dürfen Sie sich auf ein wahres Workout vor dem Bildschirm freuen, bereits nach ein oder zwei Songs sind Sie schweißgebadet - versprochen. Weniger gut gefallen haben uns die recht starren Becken-Controller. Hier müssen Sie die Sticks schon sehr fest in die Hand nehmen - eigentlich untypisch für Drums - um den Button auch auszulösen. Allerdings machte der linke Cymbal-Controller, wie bereits beschrieben, von Haus aus ein wenig Probleme, so dass wir dieses Problem bis zu einem vollständigen Test auf das Muster vor Ort schieben wollen.

Donnerstag, 30.10.2008 | 13:22 von Markus Pilzweger
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