20.09.2010, 08:52

Yvonne Göpfert

Angetestet

Besser als HTC Desire - HTC Desire HD & Desire Z

HTC hat zwei neue Topmodelle vorgestellt: das HTC Desire HD und das HTC Desire Z. Wir haben die Vorseriengeräte vorab unter die Lupe genommen. Worin sie den Vorgänger HTC Desire übertreffen, verrät das "Angetestet".
Die neuen Topmodelle HTC Desire HD und HTC Desire Z zeichnen sich neben einer vollständigen Ausstattung mit GPS, HSDPA, WALN-n und Gigahertz-Prozessor respektive 800 MHz-Prozessor durch ihre solide Verarbeitung aus. Beide Geräte ziert auf der Rückseite eine Metallplatte, das HD ist sogar aus einem Guss, weil aus einem Alublock gefräst. Beide HTC-Smartphones liegen gut in der Hand.
HTC Desire HD: 4,3 Zoll-Display
Das HTC Desire HD ist mit seinem 4,3 Zoll-Display ein gutes Stück breiter und höher als das HTC Desire Z, das nur 3,7 Zoll mitbringt und damit auf Augenhöhe mit dem HTC Desire liegt. Das Schmankerl beim HTC Desire Z: eine ausziehbare Tastatur, bei der HTC darauf geachtet hat, genug Platz für lange Fingernägel oder voluminöse Daumen zu lassen. Der Tippkomfort geht in Ordnung. Es stehen vier Zeilen zur Verfügung, die Zahlen sind über eine Umschalttaste zu erreichen. Die einzelnen Tasten liegen luftig angeordnet, die weiche Gummihülle fühlt sich beim Tippen gut an. Der Druckpunkt geht in Ordnung. Für mehr Komfort hat HTC auch zwei frei belegbare Tasten integriert. Man kann darauf Befehle wie „SMS schreiben“, „Schnellzugriffe anzeigen“ oder Kontakte/Favoriten öffnen“ legen – sehr schön. Während mechanische Tastaturen das Handy oft zum Klotz in der Hand machen, hat HTC eine schlanke Lösung gefunden - ein Pluspunkt hierfür.
Kein AMOLED
Die Displays bieten auf beiden Geräten eine hohe Auflösung und satte Schwarz-Werte an. Das HTC Desire HD setzt diesmal auf ein Super-LCD-Display von Sony; beim HTC Desire wurden noch AMOLED-Displays von Samsung verbaut. Die Farben wirken daher entsprechend weniger grell, das Schwarz ist mit mehr Grau durchsetzt. Im ausführlichen Test der Seriengeräte werden wir den Bildschirm auch bei Sonnenlicht testen und prüfen, welches Display mehr Energie saugt. AMOLED-Displays sind nämlich vor allem für ihre energiearme Lebensweise bekannt. Stellt sich als die spannende Frage, ob Sony hier mithalten kann.
Weitere Hardware-Unterschiede fördert ein Blick auf die Kamera zu Tage. Im HTC Desire HD wurde eine 8-Megapixel-Kamera mit Dual-LED-Blitz verbaut, beim HTC Desire Z sind es 5 Megapixel und einfacher LED-Blitz. Vorgänger-Handy HTC Desire bot ebenfalls eine 5-Megapixel-Kamera.
Mehr Kamera-Power
Softwareseitig wurde auf beiden Handymodellen wieder eine Gesichtserkennung integriert, die bei Gruppenbildern vor allem auf Köpfe fokussiert. Außerdem hat HTC ein paar Spaßfunktionen wie „Retro-Aufnahme“ oder „Schwarz-Weiss-Bild“ oder diverse Verzerrungen als Einstelloption hinterlegt. Diese Effekte kann man im Nachhinein jedoch auch mit einem Bildbearbeitungsprogramm erzielen. Die Fokussierungszeit bei den Vorseriengeräten lag bei ein bis zwei Sekunden bei wenig optimalen Lichtverhältnissen. Um nach dem Scharfstellen auszulösen, musste man zusätzlich zum Touch-Fokus auf einer beliebigen Stelle im Bild auch noch den Auslöser drücken. Wie einfach wäre es doch, wenn der Fokussiervorgang auch gleichzeitig den Auslöser aktiviert. Bleibt zu hoffen, dass diese Funktion noch ins Seriengerät eingebaut wird. Videos können die beiden Neulinge mit 720p aufnehmen – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten HTC Desire.
HTC Desire HD und HTC Desire Z: Schnelle Prozessoren
Das HTC Desire HD wird mit dem 1 GHz Qualcomm 8255 Snapdragon-Prozessor bestückt, der zum ersten Mal auf einem Android-Handy zum Einsatz kommt. Das HTC Desire Z werkelt mit 800 MHz. Ein Benchmark hat ergeben, dass dank optimierter Prozessortechnik das Desire Z in punkto Arbeits- und Darstellungsgeschwindigkeit ungefähr auf dem Niveau des HTC Desire liegt. Das HTC Desire HD ist um Faktor drei flotter. Bei Standard-Anwendungen wie Surfen im Internet, Mailen oder Telefonieren kommt dieses Leistungs-Plus nicht wirklich zum Tragen. Interessant wird die gute Performance des HTC Desire HD vor allem für (3D-)Spielfanatiker. Praktisch: Bei den beiden Neulingen setzt HTC auf eine neue Schnellstartfunktion (Fastboot), die das Hochfahren des Handys deutlich beschleunigen soll.
Speicher für die Massen
Beim Speicher hat HTC nicht gespart - da hat das alte HTC Desire nun das Nachsehen. Dank 4 GB ROM und microSD-Speicherkartenslot für bis zu 32 GB gehören Platzprobleme auf dem HTC Desire Z der Vergangenheit an. Beim HTC Desire HD muss man sich sogar noch weniger Sorgen machen: Ausgestattet mit 768 MB RAM, 1,5 GB ROM und microSD-Speicherkartenslot für bis zu 32 GB nimmt es das HTC Desire HD auch mit größeren Multimediainhalten auf. Was durchaus sinnvoll ist, wenn man Videoaufnahmen in 720p anbietet.
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