29.09.2010, 11:31

Hans-Christian Dirscherl

Smartphone-Duell

Android-Versionen und Android Market

Wenn man das Desire mit dem Wildfire vergleicht, muss man selbstverständlich auch die jeweils verwendeten Android-Versionen berücksichtigen. Das Desire wird mit Android 2.1 ausgeliefert, HTC hat als einer der ersten Hersteller von Android-Smartphones überhaupt das Update auf 2.2 bereitgestellt. Vorbildlich. Für das Desire dürfte vermutlich auch noch das Update auf die nächste Version 3.0 Gingerbread problemlos möglich sein. Somit bleiben Sie mit dem Desire auch noch knapp ein Jahr nach dessen Erscheinen softwareseitig up-to-date und können von den neuesten Android-Features profitieren - so etwas nennt man Zukunftssicherheit. Und damit kann man die Anschaffung eines neuen Smartphones durchaus noch etwas verschieben - das spart Geld.
Das Wildfire ist mit Android 2.1 keineswegs veraltet. Ganz im Gegenteil kommen immer noch neue Smartphones mit deutlich älteren Androidversionen auf den Markt. Und Android 2.2 soll es zudem als Update für das Wildfire geben. Wer mit den Funktionen von Android 2.1 und künftig 2.2 zufrieden ist, hat also keinen so schwerwiegenden Nachteil gegenüber dem Desire. Doch die enorme Zukunftssicherheit des Desire hat man mit dem Wildfire eben trotzdem nicht. Spätestens bei Android 2.2 ist beim Wildfire Schluss - der Hardware-Systemvoraussetzungen von Android 3.0 wegen: Gingerbread setzt mindestens eine 1-GHz-CPU und 512 MB Arbeitsspeicher sowie ein 3,5 Zoll-Display voraus.
Als Navigationsgerät-Ersatz ist das Wildfire trotz des vorhandenen GPS-Chips aufgrund seines Displays und seiner langsameren CPU untauglich. Generell gehen viele Tätigkeiten etwas langsamer auf dem Wildfire, dessen muss man sich bewusst sein. Besonders ungeduldige Zeitgenossen greifen also in jedem Fall besser zum Desire.
Eine der Stärken von Android sind die Apps aus dem Android-Market. Aber auch hier fällt das Wildfire gegenüber dem Desire zurück. Man findet nämlich vom Wildfire aus im Android Market weniger Apps als vom Desire aus. Der Grund: Manche App-Programmierer schließen aufgrund der Hardwarevoraussetzungen ihre App für das schwächere Wildfire aus. Das ist mitunter sogar bei Apps der Fall, die auf dem Wildfire durchaus laufen würden. Hier gibt es als Workaround die Lösung, sich die Apps als APK-Datei aus dem Web zu besorgen (sie müssen dafür unter „Einstellungen, Anwendungen, Unbekannte Quellen aktivieren), sich dann die APK herunterladen und diese starten. Die Gefahr: Sie installieren damit Apps, die nicht aus dem überwachten Google Android Market stammen und können sich unter Umständen Malware einfangen. Allerdings scheint sich dieses Problem allmählich zu entschärfen, zunehmend mehr Apps stehen seit kurzem auch für das Wildfire im Android Market bereit.
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