Android-Smartphone

HTC Magic im Test

Dienstag den 05.05.2009 um 10:33 Uhr

von Yvonne Göpfert

Das HTC Magic gibt es in zwei Farben: weiss und schwarz
Vergrößern Das HTC Magic gibt es in zwei Farben: weiss und schwarz
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Nach T-Mobile bringt mit dem HTC Magic auch Vodafone ein Android-Smartphone. Ob sechs Tasten, ein Trackball und ein Touchscreen ein gutes Anroid-Telefon machen, verrät der Test.
Während das G1 von T-Mobile ein klobiger Brocken ist, fällt das HTC Magic wesentlich flacher aus. Der Grund: Das HTC Magic verzichtet auf eine mechanische QWERTZ-Tastatur. Im Vergleich zum iPhone ist es allerdings immer noch ein paar Millimeter dicker, dafür schmaler und kürzer als das Apple-Handy.

Das Display des HTC Magic ist kleiner geraten als beim iPhone und bei praller Sonne auch schwerer zu lesen. Tipp: Die Helligkeitseinstellung für das Display ist beim HTC Magic standardmäßig auf ein Drittel der maximalen Leuchtkraft eingestellt, um Akku-Energie zu sparen. Wer draußen unterwegs ist und nichts mehr auf dem Bildschirm des HTC Magic erkennt, sollte unter Einstellung / Display den Regler hochdrehen.

Unter dem 3,2-Zoll-Display des HTC Magic liegen sechs Knöpfe und ein Trackball, über die das Android-Gerät bedient wird. Dabei ist die Menüführung im Großen und Ganzen stringent: Eine Ebene zurück gelangt der Nutzer immer über den zweiten Knopf von rechts. Bedient wird jedes Programm - egal ob vorinstalliert oder aus dem Android Market heruntergeladen - über den Menü-Knopf, der an zweiter Stelle von links sitzt. Und zum Startbildschirm gelangt der Anwender beim HTC Magic ausschließlich über den ganz linken Knopf mit dem Häuschen drauf. Verwirrend ist nur, wenn am unteren Bildschirmrand bereits einige Menübefehle erscheinen. Zugriff auf alle Befehle erhält der Nutzer aber erst, wenn er auf den Knopf "Menü" drückt. Das ist beispielsweise bei Google Mail der Fall.

Nicht so intuitiv wie das iPhone

Beim Vergleich der Menüführung hat also das iPhone die Nase weiterhin vorn. Die Menüführung des Apple-Handys ist einfacher, weil hier alle Programme sofort bzw. beim Blättern auf einen weiteren Bildschirm zu sehen sind. Beim HTC Magic muss der Anwender erst mal eine Lasche berühren, die alle Programme alphabetisch sortiert zum Vorschein bringt. Dabei kann die Liste der Programme sehr lang sein - ein Detail, das die Übersichtlichkeit nicht unbedingt fördert.

Um die Bedienung zu erleichtern, bietet das Magic daher drei Startbildschirmseiten, auf die der Nutzer auch Programme ablegen kann. Das Scrollen von Seite zu Seite geht ähnlich flüssig wie beim iPhone. Und natürlich ist es auch möglich, Fotos als Hintergrundbild auf den Desktop-Seiten des Smartphones zu platzieren. Diese Möglichkeit besteht beim iPhone nicht bzw. nur für den Ruhe-Bildschirm.

Eine praktische Besonderheit ist die "Suchen"-Taste ganz rechts. Je nachdem, in welchem Menü der Nutzer sich gerade befindet, leitet sie dort direkt in den Suchmodus. Befindet sich der Nutzer im Adressbuch, kann er nach einem Namen oder einer Adresse forschen, befindet er sich im Browser, landet er sofort bei Google Suche, ohne Google.de extra aufrufen zu müssen.

Eine hübsche Funktion ist der Schutz des Telefons über eine Geste. So lässt sich das HTC Magic beispielsweise über ein "M" vor fremden Zugriffen bewahren. Dazu legt der Inhaber des HTC Magic auf einer Matrix von drei mal drei Punkten eine Geste, also zum Beispiel das genannte "M" fest. Will er an die Inhalte seines HTC Magic , muss er es erst entsperren, indem er das "M" zeichnet. Der Touchscreen reagiert dabei flüssig auf die Bewegung und gibt somit problemlos den Zugriff auf das Smartphone wieder frei.

Der Touchscreen des HTC Magic reagiert fast genauso flüssig wie beim iPhone. Es fehlt lediglich die Möglichkeit, Seiten per Multitouch, also mit zwei Fingern größer oder kleiner zu ziehen. Das macht sich vor allem beim Ansehen von Fotos oder Webseiten bemerkbar. In den anderen Programmen wird der Nutzer Multitouch nicht vermissen.

Wie sich das Magic beim Tippen schlägt, lesen Sie auf der folgenden Seite.

Dienstag den 05.05.2009 um 10:33 Uhr

von Yvonne Göpfert

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