Android-Handy

HTC Hero im Test

HTC Hero - der Weg ins Web 2.0
Vergrößern HTC Hero - der Weg ins Web 2.0
Das neue Android-Handy von HTC bietet eine 5-Megapixelkamera und ein spannendes Bedienkonzept: Schneller geht es kaum, den Nutzer mit sozialen Netzwerken zu verbinden.

Testbericht zum Smartphone Hero von HTC

Auf den ersten Blick sieht das HTC Hero sehr elegant aus. Doch bereits nach nur einem Tag in der Akten- oder Hosentasche weist das Gehäuse Kratzer auf, die auf der silberfarbenen Bande rund um das Display deutlich zu sehen sind. Eine Schutzhülle für das Mobiltelefon sollten Sie sich daher unbedingt als Zubehör gönnen. Die Verarbeitung lässt also zu wünschen übrig. Doch das neue Bedienkonzept "Sense" überzeugt, das HTC beim Hero einführt.

Herzstück: die Kontakte
"Sense" soll das Gerät an den Benutzer anpassen und für eine kontaktbezogene Kommunikation sorgen. Am deutlichsten wird dies im Adressbuch: Ruft der Anwender einen Kontakt auf, kann er dort E-Mails, SMS und Anrufe mit dieser Person nachverfolgen. Das ist beispielsweise sehr praktisch, wenn ein Bekannter kürzlich einen tollen Kneipentipp geschickt hat. Statt eine Unzahl von E-Mails im Mailprogramm zu durchwühlen, reicht es sich die Mails des Tippgebers unter dessen Kontaktdaten anzeigen zu lassen. So ist die gesuchte Nachricht schnell gefunden.

Suche für jede Funktion
Suchen ist übrigens insgesamt einfacher geworden: Ein eigener Knopf unter dem Display führt in die Suche. Ist der Kalender, das Mailprogramm oder das Adressbuch geöffnet, durchforstet die Suchfunktion gezielt das jeweilige Programm. Dazu muss das Programm aber tatsächlich geöffnet sein: Sieht man sich beispielsweise seinen Kalender nur über das Kalender-Widget an, fruchtet die Suche nicht. Ist kein Programm aktiv, gelangt man über den Knopf zur Google-Suche im Internet.

Verbesserungswürdig ist die Suche im Musik-Player. Dort durchstöbert sie nur den jeweils geöffneten Reiter (Interpret, Album, Wiedergabeliste, alle Titel, Genre, Komponisten, gekaufte Musik). Hilfreicher wäre es, wenn die Suche einen Titel oder Interpreten über alle Kategorien hinweg suchen würde.

Menü a la carte
Ebenfalls neu bei "Sense": Das Smartphone lässt sich mit Hilfe von Szenen individuell gestalten. Auf dem Startbildschirm liegen nur vier Icons: Nachrichten, Google Mail, der Internet-Browser und der Kalender - sie lassen sich direkt anklicken. Es gibt aber noch weitere Bildschirmseiten: Mit Hilfe von "Szenen" kann der Nutzer diese individuell einrichten. Bis zu sieben Bildschirmseiten darf er dabei pro Szene füllen.

Praktisch: Fünf Szenen hat HTC schon vorgefertigt. Jede Szene bringt bereits drei vorbereitete Bildschirmseiten mit sich. Beispielsszene "Sozial": Während die erste Seite zu Nachrichten, Mails, Internet-Browser und Kalender noch eine große Analog- Uhr spendiert bekommt, findet sich auf der zweiten Bildschirmseite das Menü für Bluetooth und WLAN. Außerdem liegt hier die Kamera und der Zugriff auf den Android Market, wo sich der Nutzer Software und Spiele auf sein Mobiltelefon herunterladen kann. Und schließlich finden sich hier die wichtigen Kontakte mit Foto und Google Maps. Auf dem dritten Bildschirm liegen die E-Mails. Von Bildschirm zu Bildschirm gelangt der Nutzer mit einem Wisch von links nach rechts.

Die Widgets für die einzelnen Szenen, wie sie HTC vorgesehen hat, sind allerdings etwas merkwürdig zusammengestellt. Schließlich erwartet man unter "Sozial" doch eher Widgets zu Facebook, Xing und Flickr. Besser geglückt ist die Szene "Reise", die auf die Startseite zwei Uhren platziert (zuhause und Reiseziel), auf Seite zwei den Musik-Player und Twitter, auf Seite drei den Kalender. Wem die vorgegebenen Programmzugriffe und Widgets nicht gefallen, kann die Szene jederzeit ändern, indem er Widgets nach unten schiebt und damit vom Bildschirm löscht und anschließend seine Wunsch-Widgets und Programme auf das 3,2 Zoll große Display mit 320 x 480 Pixel Auflösung zieht.

Obwohl der Nutzer sehr viele Widgets und sämtliche Funktionen wie Kamera und MP3-Player als Schnellzugriff auf den Bildschirm legen kann, fehlt für die perfekte Individualisierung noch der Zugriff auf Profile. Das Hero muss passen, wenn es darum geht, das Handy draußen lauter klingeln zu lassen als drinnen oder es im Meeting schnell auf lautlos zu stellen. Es besteht lediglich die Möglichkeit, sein Smartphone bei Terminen kalendergesteuert auf lautlos zu stellen.

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