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Palm Pre im Test

13.10.2009 | 12:11 Uhr

Der Palm Pre soll Apples iPhone Konkurrenz machen. Dabei tritt er nicht nur in Design und Bedienung sondern auch mit einem eigenen Betriebssystem gegen den Apple-Bestseller an.

Test zum Palm Pre

Mit dem Palm Pre Smartphone meldet sich der Hersteller Palm auf dem Markt zurück. Nach einstmaligen Erfolgen mit PalmOS PDAs und Smartphones war es um den Technik-Konzern still geworden. Mit dem Palm Pre will Palm wieder Anschluss finden an die Erfolge von Apple und Co. Dazu soll ein neues Betriebssystem namens webOS beitragen - seine größte Stärke: Kontakte, Kalenderdaten und andere Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu sammeln und zu bündeln.

Herzstück des Palm Pre: Palm Synergy
Die Rolle der Informationsbeschaffung übernimmt beim Palm Pre das Palm Synergy: Das System bündelt Termine und Kontaktdaten aus Outlook, Google oder Facebook unter einer Oberfläche. Es erkennt doppelte Kontakte und zeigt sie in der Liste nur einmal an. Falls einzelne Kontakte auf dem Palm Pre aktualisiert werden, erfolgt automatisch das passende Update bei Web-Konten und auf dem Desktop-PC. Da ist das Palm Pre dem iPhone um einige Längen voraus.

In einer einzigen Ansicht lassen sich auch verschiedene Kalender zeigen. So können Nutzer, die Geschäftliches und Privates trennen möchten, verschiedene Kalender für 'Arbeit', 'Familie', oder 'Sport' anlegen.

Beim iPhone gibt es dagegen nur einen Kalender. Weitere Software-Anwendungen lassen sich vom Nutzer nicht in den Standard-Kalender einbauen.

Mailen mit Komfort
Auch E-Mails synchronisiert das Palm Pre mit webOS over the air. Für Web-Mailer war das im Test kein Problem. Dabei kann man Free-Mail-Adressen wie yahoo, web.de oder Google Mail in Sekundenschnelle einrichten. Auch einen Microsoft Exchange-Server kann man problemlos integrieren.

Die Datensynchronisation mit Outlook auf einem Desktop-PC gestaltet sich beim Palm Pre allerdings etwas schwierig. Dazu muss sich der Anwender eine weitere Sync-Software herunterladen - wie zum Beispiel Chapura . Die Software ist derzeit kostenlos, unterstützt aber nur Mails und Kontakte, keine Aufgaben und Notizen. Die Daten werden dabei über WLAN abgeglichen, nicht via USB.

Der Nachrichtenempfang ist beim Palm Pre höchst elegant gelöst. Im Display erscheint rechts unten ein Briefumschlag, sobald eine neue SMS oder Mail im Postfach liegt. Schon durch eine leichte Berührung erscheint der Header der Mail sehen - unabhängig vom E-Mail-Konto. Der Hinweis auf neue Nachrichten erfolgt hier so dezent, dass weder das iPhone noch die Windows Mobile oder Symbian-Smartphones bei dieser Technik mithalten können.

Ein Klick öffnet das Postfach des Palm Pre, in dem Nutzer die SMS oder Mail samt Anhängen lesen, weiterleiten oder beantworten können. Hierfür gibt es einen Slider mit vollständiger Tastatur. Die kleinen Tasten reagieren gut, sind für große Hände aber gewöhnungsbedürftig.

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