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Alpine NVE-N099P/IVA-D300R

27.09.2004 | 15:46 Uhr |

Alpine stellt das umfangreichste (und teuerste) System im Test. Dazu gehört nicht nur das Navigationssystem NVE-N099P, sondern auch die Multimedia-Station IVA-D300R.

Funktionsumfang / Ausstattung

Die Multimedia-Station IVA-D300R besteht aus zwei Teilen: zum einen aus der Black Box, die versteckt eingebaut wird und die das Radio-Empfangsteil sowie die meisten Audio- und Video-Anschlüsse enthält. Zum anderen aus dem Monitorteil, an dem auch DVDs oder CDs angezeigt werden können und das in einem normalen Autoradioschacht passt.

Die Darstellung von Kartenbildern für die Navigation ist nur eine von vielen Funktionen der Multimedia-Station. Sie ist eher als Zentrale einer großen Auto-AV-Anlage konzipiert. Trotzdem bietet sie für den Navigationseinsatz ein interessantes Feature: Der Touchscreen-Monitor gibt per Vibration Rückmeldung, wenn ein Finger eine seiner virtuellen Tasten drückt. Das fühlt sich fast so an, als würde man eine echte Taste betätigen. Keinesfalls nur Spielerei, denn die fehlende Rückmeldung hat bislang die Bedienung eines Touchscreens immer zu einer etwas unsicheren Angelegenheit gemacht. Da half akustische Unterstützung in Form von Bestätigungspiepen nur wenig.

Bedienung

Sowohl die Grundeinstellung der Navigation als auch die Zieleingabe gelingt dank guter Menüführung intuitiv. Die Eingabe des Fahrziels geriet allerdings durch einige unnötige Abfragen etwas zu aufwendig. So berechnet zum Beispiel das Alpine vor dem Beginn der Routenführung nicht nur eine, sondern gleich drei Routen, zwischen denen sich der Fahrer entscheiden muss: die kürzeste, die schnellste und eine Alternativroute. Diese Entscheidung sollte besser in die Einstellmenüs vor der Routenberechnung verlagert werden. In der Praxis wählt man meistens sowieso die schnellste Routenführung. Doch ganz bleibt dem Benutzer das Studium der Bedienungsanleitung nicht erspart. Das liegt nicht an undurchsichtigen Bedienmenüs, sondern an der Komplexität des Gesamtsystems.

Navigation

Komplettpaket mit Darstellungsvielfalt: Das Alpine-Navi enthält eine "Multimedia-Station" mit Black Box und Monitorteil sowie eine Fernbedienung. Die Kartenanzeige bietet umfassende Variationsmöglichkeiten - beispielsweise ein geteilter Bildschirm mit Karte und Symbolen.
Vergrößern Komplettpaket mit Darstellungsvielfalt: Das Alpine-Navi enthält eine "Multimedia-Station" mit Black Box und Monitorteil sowie eine Fernbedienung. Die Kartenanzeige bietet umfassende Variationsmöglichkeiten - beispielsweise ein geteilter Bildschirm mit Karte und Symbolen.
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Auf den Testfahrten gab sich das Alpine etwas geschwätzig: Häufiger als nötig brachte es Sprachdurchsagen. Die waren aber immer sinnvoll formuliert und kamen rechtzeitig. Fehler, ob nun gefährdende oder zu einem Umweg zwingende, blieben Mangelware. Bezüglich der optischen Fahrthinweise bietet das System dem Anwender ein breites Spektrum an Möglichkeiten: Eine reine Kartendarstellung mit kleinen Abbiegepfeilen ist ebenso möglich wie ein zwischen Karte und Symboldarstellung geteilter Bildschirm. Letzterer sogar in mehreren Varianten. Auch hier bewies das System unterwegs Präzision. Fehler unterliefen ihm äußerst selten.

Positiv

Verlässliche Navigation, einfache Bedienung, umfangreiche Ausstattung.

Negativ

Etwas zu häufige Sprachansagen.

Weitere Informationen

Hersteller / Anbieter

Alpine

Weblink

www.alpine.de

Preis

3200 Euro

Wertung

Info im Karten-Modus

gut

Info im Kreuzungsmodus

gut

Darstellung Abbiegesymbole

sehr gut

Qualität der Sprachansagen

sehr gut

Qualität der Routenführung

sehr gut

Bedienung

sehr gut

Funktionsumfang

sehr gut

Ausstattung

sehr gut

Fazit

Teuerstes Navigationssystem im Test, aber noch einen Tick besser als das von Pioneer. Tolles Tasten-Feeling am Touchscreen.

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