11.02.2009, 10:00

Thomas Rau

Allround-Notebook

Samsung R510 Aura T5800 Driton

Rechentempo, Mobilität, Spiele-Power - von allem will das Samsung R510 Aura T5800 Driton für rund 700 Euro etwas bieten. Lesen Sie im Test, ob das Allround-Notebook mit 15,4-Zoll-Display diese Versprechen einlösen kann.
Das Samsung-Notebook zeigt sich im derzeit angesagten Look, in den sich viele Notebooks für Privatanwender kleiden: Schwarzer Glanzlackdeckel und matt-silberne Handballenablage. Das sieht angenehm schick aus - vor allem wenn man für die Reinigung des Deckels regelmäßig das beigelegte Putztuch heranzieht. Denn auf der schwarzen Lackierung sind Fingerabdrücke sehr deutlich zu erkennen. Das Gehäuse mit dem riegellosen Deckelverschluss ist solide verarbeitet. Samsung fügt dem R510 Aura übrigens eine Recovery-DVD für das installierte Vista Home Premium und eine Treiber-DVD bei: Bei vielen anderen Notebooks in dieser Preisklasse müssen Sie sich die Recovery-Medien selbst brennen.
Tempo: Der Core 2 Duo T5800 mit 2 GHz Taktrate ist derzeit in der Preisklasse von 700 bis 800 Euro bei den Notebook-Herstellern sehr beliebt. Die CPU gehört allerdings nicht zum aktuellen Centrino-2-Angebot von Intel, das in 45-Nanometer-Architektur gefertigt wird, sondern ist baugleich zum Core 2 Duo T7250 und basiert damit auf dem rund zwei Jahre alten Merom-Kern. Im Sysmark 2007 erreichte das Samsung-Notebook 100 Punkte - für den Preis voll in Ordnung, aber rund 20 Prozent langsamer als Notebooks aus der 1000-Euro-Klasse. Der Einsteiger-Grafikchip Geforce 9200M GS reicht höchstens Gelegenheitsspielern aus: Ältere DX9-Spiele wie Far Cry laufen zwar noch in der maximalen Displayauflösung und mit vollen Effekten ruckelfrei. Für halbwegs aktuelle reicht die 3D-Leistung aber nicht aus.

Ausstattung: Das Samsung R510 Aura T5800 Driton bietet mit 320-GB-Festplatte und DVD-Brenner das Standard-Programm für diese Preisklasse. Gut: Es besitzt Gigabit-LAN. Schlecht: Statt 11n-WLAN gibt's nur den älteren Standard 11g, und Bluetooth fehlt völlig. Ein externer Monitor lässt sich per VGA oder HDMI anschließen. Firewire- oder e-SATA-Buchse besitzt das Samsung-Notebook nicht.

Ergonomie: Die Bildqualität des Displays genügt für den Arbeits- und Spielealltag ohne besondere Ansprüche - die Helligkeit des spiegelnden Panels liegt mit durchschnittlich 180 cd/m2 recht hoch, die Leuchtdichte ist angenehm gleichmäßig verteilt. Fürs Filmeschauen oder die Bildbearbeitung gibt es aber bessere Displays - beim Samsung-Notebook sind die Farben recht flau, in hellen Bereichen saufen Details ab, der Kontrast liegt mit 91:1 sehr niedrig. Der Lüfter lief immer sehr leise und war auch unter voller Last kaum zu hören.

Mobilität: Auch unterwegs kann man das Samsung-Notebook gelegentlich mitnehmen - mit 2,66 Kilogramm ist es dafür nicht zu schwer. Wer allerdings auch das Netzteil noch einpackt, muss zusätzlich 540 Gramm schleppen. Im Akkutest reichte es für eine respektable Laufzeit von über drei Stunden.

Handhabung: Beim Tippen gibt die Tastatur des Samsung-Notebooks vor allem in der Mitte etwas nach. Ansonsten gibt es keine Kritikpunkte: Die Tasten geben eine deutliche Druckrückmeldung und auch beim schnellen Tippen ist die Tastatur leise.
Fazit: Das Samsung R510 Aura T5800 Driton ist ein günstiges Allround-Notebook im ansprechenden Design. Es eignet sich für Anwender, die zeitgemäße Rechenleistung und Ausstattung suchen, an beides aber keine besonders hohen Ansprüche stellen.
Alternativen: Mit einer vergleichbaren Ausstattung wartet das günstigere Fujitsu-Siemens Pa 3515 auf - es ist aber deutlich rechenschwächer. Für rund 1000 Euro bekommen Sie deutlich bessere Rechen- und 3D-Leistung - und auch ein Blu-ray-Laufwerk wie beispielsweise im HP Pavilion DV5-1199eg.
Varianten: Samsung R510 Aura T5800 Merlin: weitgehend baugleich zum Testmodell
Samsung R510 Aura T5800 Dalil: mit 250-GB-Festplatte und integrierter Chipsatz-Grafik (Intel X4500HD)
Samsung R510 Aura T5800 Dilara: mit 160-GB-Festplatte und integrierter Chipsatz-Grafik (Intel X4500HD)
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