Eleganz und kompaktes Format zeichnen die neuen All-in-One PCs mit und ohne Touchscreen aus. Welcher der Beste ist, verrät der PC-WELT-Test.
Mit einem All-in-One PC wirkt der Schreibtisch gleich um ein Vielfaches aufgeräumter. Das übliche Kabel zwischen Rechner und Bildschirm entfällt ebenso wie ein Netzkabel und ausgestattet mit kabelloser Keyboard-/Mauskombination, die bei All-in-One PC fast schon Standard ist, wird der Schreibtischrechner zum eleganten Designmöbel. Apple beweist dies mit seinem iMac, der ohne Beschönigung als Vorreiter des All-In-One Trends zu sehen ist.
Teuer, aber gut: Auch bei den All-in-One-PC setzt Apple Maßstäbe. Die Verarbeitung und die Bildschirmqualität des
Apple iMac 21,5 Zoll beispielsweise sucht im Testfeld seinesgleichen. Wie beim
iPhone und den
Macbooks haben Schönheit, Qualität und Funktionalität einen hohen Preis.
In punkto Bildqualität kann der
Sony VPCJ11M1E noch mithalten, aber auch die anderen Testkandidaten liefern eine ordentliche Helligkeit und guten Kontrast: Sie liegen damit auf dem Niveau von
gleich großen PC-Monitoren aus der 300-Euro-Klasse. Alle Bildschirme im Test zeigen übrigens die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten (1080p).
Ratgeber: Der perfekte Bildschirm-PC Bis auf den
Acer Aspire Z3750 haben übrigens alle Bildschirme eine verspiegelte Oberfläche. Das wirkt im Arbeitszimmer sehr elegant und hat je nach Güte des Displays auch technische Vorteile - aber auch einen Haken: Sie sollten den PC nicht direkt neben dem Fenster oder einer anderen Lichtquelle positionieren, ansonsten spiegelt sie sich deutlich im Monitor.
Bedienung per Finger: Nett, aber ausbaufähig
Außer dem Apple iMac und dem Acer Aspire Z3750 lassen sich die Geräte im Test auch per Finger bedienen. Die Hersteller nutzen dafür
das optische Touch-Verfahren.
Unter Windows 7 klappt das eher schlecht als recht. Zwar sind beispielsweise beim Acer Aspire und dem Asus die Elemente in der Titelleiste vergrößert und so leichter zu treffen, doch in den Untermenüs muss man schon recht genau zielen, um die gewünschte Option zu treffen.
Mehr Sinn und Spaß macht die Fingersteuerung der getesteten All-in-One PC bei Multimediaprogrammen. Dafür sind auf den Touch-Geräten spezielle Benutzeroberflächen installiert, die durch große Icons und einfache Menügestaltung die Bedienung per Finger erleichtern sollen. Allerdings funktionierte bei allen Geräten beispielsweise das Foto-Vergrößern zäher als unter Windows. Die Sony Media Gallery verstand im Gegensatz zur Windows-Oberfläche keine Eingaben mit zwei Fingern. Als weitere Fingeroberfläche haben die Geräte das Microsoft Touch Pack an Bord. Das ist eine Sammlung von Programmen, überwiegend Spielen, die sich besonders gut mit den Fingern steuern lassen. Das macht, wie die ganze Fingerbedienung, eine kurze Zeit großen Spaß. Doch letztendlich bleibt sie nur eine witzige Zusatzfunktion, ein echter Ersatz für Maus und Tastatur ist sie nicht.
Platz 1: Apple iMac 21,5
herausragende Bildqualität, top verarbeitet und schnell, aber sehr teuer
Platz 2: Dell Inspiron One 2310
Touch-Bedienung, Blu-ray-Laufwerk, sparsam, lauter Lüfter
Platz 3: Asus ET2400INT
hohes Arbeitstempo, Touch-Bedienung, HDMI-Eingang, mäßige 3D-Leistung
Platz 4: Acer Aspire Z5710
Multi-Touch-Bildschirm, TV-Empfänger eingebaut, recht kleine Festplatte, langsamer DVD-Brenner
Platz 5: Sony VPCJ11M1E
Bildschirm mit hohem Kontrast, sparsam im Betrieb, Festplatte nicht sehr groß, wenige Anschlüsse
Platz 6: Acer Aspire Z3750
günstig, leiser Lüfter, nicht spieletauglich, kleine Festplatte
Rechenleistung: All-in-One PC mit Desktop-Komponenten liegen vorne
Drei Geräte verwenden einen Notebook-Prozessor und -Grafikkarte, nämlich
die All-in-One PCs von Dell und Sony. Der
Acer Aspire Z5710 und der
Asus ET2400INT paaren einen Desktop-Prozessor mit einer Notebook-Grafikkarte. Der Acer Aspire Z3750 und der Apple iMac setzen ausschließlich auf PC-Komponenten. Die Entscheidung für einen All-in-One Rechner mit Notebook-Komponenten zahlt sich vor allem bei der Stromrechnung aus: Diese Geräte verbrauchen im Schnitt rund 30 bis 40 Watt weniger.
Beim Leistungstest mit Multimedia- und Büroprogrammen war der Apple iMac am schnellsten. Doch der Dell Inspiron One 23 oder der Bildschirm-PC von Sony, die mit einer Notebook-Variante des Core i5 beziehungsweise Core i3 arbeiten, waren nur rund 15 Prozent langsamer. Unter Berücksichtigung des hohen iMac-Preises ist der Performance-Abschlag aber durchaus ein par Gedanken wert.
All-in-One PC Testsieger: Apple iMac
Der teure iMac von Apple bot die beste Kombination aus hochwertigem Bildschirm, schnellen Komponenten und eleganter Verarbeitung. Allerdings bringt er trotz des hohen Preises nicht mehr Ausstattung mit als günstigere All-in-One PCs.
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