All-in-One PC

Die besten All-in-One PC im Test

Donnerstag den 11.04.2013 um 10:10 Uhr

von Thomas Rau, Friedrich Stiemer

Dell XPS One 27 (2710-5543)
Dell XPS One 27 (2710-5543)
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© Dell
Eleganz und kompaktes Format zeichnen die neuen All-in-One PCs mit und ohne Touchscreen aus. Welcher der Beste ist, verrät der PC-WELT-Test.
Teuer, aber gut: Die Bildschirm-PCs von Apple setzten Maßstäbe in punkto Verarbeitung und Bildschirmqualität, viele Hersteller wollten natürlich einen Stück vom Kuchen abhaben. Doch an der Umsetzung haperte es, auch das schwerfällige Windows war mit schuld daran. Allerdings lässt sich der Hersteller ein Stück Technik aus dem eigenen Hause fürstlich entlohnen.
Windows 8 könnte aber für die Wende sorgen: Die Bedienung ist auf Touch optimiert, das System ist performanter als in den Vorgägnerversionen.

Bildqualität: wichtiges Kaufkriterium

In Sachen Bildqualität ist es bei den Windows-Geräten glücklicherweise nicht mehr allzu schlecht bestellt, weshalb sie sich nicht mehr hinter den strahlendem Ideal, dem Apple iMac, verstecken müssen. Der Asus ET2701INTI hält beispielsweise gut mit und bietet vorbildliche Werte. Aber auch die anderen Testkandidaten liefern ordentliche Helligkeit und guten Kontrast. Alle Bildschirme im Test zeigen übrigens mindestens die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten (1080p).

 
Im Testfeld besitzen alle Bildschirme eine glänzende Oberfläche: Sie sollten den PC also nicht direkt neben dem Fenster oder einer anderen Lichtquelle positionieren, ansonsten spiegelt sie sich deutlich im Monitor.Sind die Kontrast- und Helligkeitswerte aber hoch genug, lässt sich der PC selbst mit etwas Sonneneinstrahlung benutzen.

Bedienung per Finger: Auf Touch optimiertes Windows 8

Das touch-optimierte Windows 8 lässt sich im Kachel-Menü
gut mit dem Finger bedienen.
Vergrößern Das touch-optimierte Windows 8 lässt sich im Kachel-Menü gut mit dem Finger bedienen.

Alle von uns getesteten Geräte lassen sich auch per Finger bedienen. Mittlerweile nutzen die Hersteller dafür kapazitive Bildschirme, wie wir sie von den Smartphones und Tablets her kennen. Früher setzten sie fast geschlossen auf das optische Touch-Verfahren , das allerdings recht ungenau war. Mit Windows 8 klappt das tippen und wischen sogar ganz gut: Die auf Touch ausgelegte Modern-UI-Oberfläche verfügt über große Symbole und Kacheln, die leicht mit dem Finger zu treffen sind. Doch im herkömmlichen Windows-Desktop müssen Sie schon sehr genau zielen, um die gewünschte Option zu treffen.

Viele Bildschirm-PCs lassen sich stark neigen.
Vergrößern Viele Bildschirm-PCs lassen sich stark neigen.

Mehr Spaß machte die Fingersteuerung bei Multimediaprogrammen, wie Bildbetrachter, Videoplayer oder virtuellen Instrumenten. Dafür sind oft auf den Touch-Geräten spezielle Benutzeroberflächen installiert, die durch große Icons und einfache Menügestaltung die Bedienung per Finger erleichtern sollen. Allerdings fressen die Tools oft viel Leistung voraus, weshalb es ab und doch einmal ruckelt. Die ganze Fingerbedienung macht eine kurze Zeit großen Spaß. Doch letztendlich bleibt sie nur eine Zusatzfunktion, ein echter Ersatz für Maus und Tastatur ist sie nicht - vor allem dann nicht, wenn Sie wirklich produktiv arbeiten möchten.

Rechenleistung: PCs mit Desktop-Komponenten liegen vorne

Die Overall-Performance testen wir mit PCMark 7.
Vergrößern Die Overall-Performance testen wir mit PCMark 7.

Zwei All-in-One Rechner verwenden einen Notebook-Prozessor und -Grafikkarte, nämlich die Geräte von Acer und Sony. Die restlichen Rechner paaren einen Desktop-Prozessor mit einer Notebook-Grafikkarte. Keiner im Testfeld setzt ausschließlich auf PC-Komponenten. Die Entscheidung für einen All-in-One-PC mit Notebook-Komponenten zahlt sich vor allem bei der Stromrechnung aus: Diese Geräte verbrauchten weniger Strom.
Beim Leistungstest mit Multimedia- und Büroprogrammen war der Dell XPS One 27 Touch am schnellsten, vor allem Dank der eingebauten Caching-SSD, über die im Test keiner der Konkurrenten verfügt. Der Samsung Serie 5 oder der Sony Vaio L , die mit schwächeren CPUs arbeiten, müssen in der Geschwindigkeitswertung ziemlich Federn lassen.

Ausstattung: Große Vielfalt bei den Anschlüssen

An Anschlüssen mangelt es den All-in-Ones nicht.
Vergrößern An Anschlüssen mangelt es den All-in-Ones nicht.

Meist verfügen die Geräte über eine Kombination aus Blu-ray-Leser und DVD-Brenner, nur das Laufwerk im Sony-Gerät brennt auch die blauen Discs. Bis auf den Dell-PC lassen sich alle All-in-Ones auch als Fernseher nutzen: Sie besitzen einen Empfänger für analoges Kabelfernsehen sowie DVB-T, eine passende Antenne liegt allerdings nicht immer bei. Flottes USB 3.0 gibt es mittlerweile bei allen Testgeräten, seltener verbauen die Hersteller dafür Firewire und eSATA.

Donnerstag den 11.04.2013 um 10:10 Uhr

von Thomas Rau, Friedrich Stiemer

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