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All-In-Wonder-Grafikkarte mit Einsteiger-Grafikchip

09.01.2006 | 14:53 Uhr |

Ab heute gibt es die Grafikkarte All-In-Wonder 2006 für 180 Euro zu kaufen. Wir haben die Karte mit eingebautem DVB-T-Tuner im Testcenter untersucht und sagen Ihnen, was sie taugt.

Auf einer All-In-Wonder-Grafikkarte befindet sich in erster Linie natürlich ein 2D/3D-Beschleuniger. Auf der All-In-Wonder 2006 werkelt ein Radeon X1300 mit 256 MB Grafikspeicher. Mit dabei sind Audio- sowie Videoein- und -ausgänge. Das Besondere der All-In-One-Grafikkarte ist jedoch der Hybrid-TV-Tuner. Er kann sowohl ein analoges TV-Signal als auch digitales DVB-T-Fernsehen empfangen. Und damit Sie im Wohnzimmer auch alles gemütlich und intuitiv bedienen können, gehört eine umfangreiche Software-Ausstattung sowie eine Fernbedienung zum Lieferumfang.

Die Buchsen: Mit dabei ist eine DVI-Buchse zum Anschluss von analogen oder digital anzusteuernden Bildschirmen. Dann stehen noch zwei Antennenbuchsen zur Verfügung. Die eine ist für den eingebauten Radio-Tuner – hier schließen Sie also eine Wurfantenne oder das Antennenkabel Ihres TV-Anschlusses an. Die zweite Antennenbuchse ist für den eingebauten DVB-T-Tuner gedacht – hier kommt das Kabel Ihrer DVB-T-Antenne hin. Die Fernbedienung wird per USB installiert.

Die Spieleperformance: Die 3D-Leistung des Grafikchips der All-In-Wonder 2006 genügte bei niedriger Bildqualität – keine hochaufgelösten 3D-Effekte, Texturen, Wasseroberflächen etc. – in unseren Benchmarks bis zur Auflösung 1280 x 1024 Bildpunkte. Aber selbst hier kam Doom 3 nur auf 19,1 und Splinter Cell 3 auf 26,3 Bilder/s. Bei hoher Bildqualität kam Far Cry bei 1024 x 768 Pixeln auf 32,3 und Half-Life 2 auf 31,7 Bilder/s – das ist gut spielbar. Doom 3, Splinter Cell 3 sowie Quake 4 erreichten knapp weniger als 20 Bilder/s – das macht keinen Spaß.

Der große Vorteil von ATIs All-In-Wonder-Grafikkarten ist, dass alles auf einer Platine untergebracht ist. So kommen sich nicht die unterschiedlichen Treiber verschiedener Geräte in die Quere – auch die Installation geht schneller vonstatten – und die mitgelieferte Software muss nicht auf die Hardware getrimmt werden. Von der 3D-Leistung sind die Grafikkarten ATI All-In-Wonder X800 XL und X1800 XL auf aktuellem Niveau und für alle kommenden 3D-Titel von 2006 schnell genug.

Die Nachteile der All-In-Wonder-Karten: Wollen Sie eines Tages eine stärkere 3D-Karte, muss die alte Karte samt TV-Tuner & Co. weichen. Auch sind All-In-Wonder-Karten teuer. Radeon X800-GT, -XL- und -X1800-XL-Grafikkarten ohne TV-Option kosten mindestens 140, 210 und 350 Euro, also jeweils 80, 110 und 80 Euro weniger – für die Preisdifferenz erhalten Sie schon gute DVB-T-Geräte inklusive -Antenne und passender Software.

Das Fazit: Diese Grafikkarte ist das richtige, wenn man einen Heimkino-PC mit einer DVB-T-Tunerkarte bauen möchte. Auch für gelegentliche 3D-Spiele, die grafisch nicht sehr anspruchsvoll sind, ist die Karte geeignet. Für 3D-Kracher wie Splinter Cell 3 oder Doom 3 benötigen Sie eine All-In-Wonder-Grafikkarte mit flotterem 3D-Chip. Diese finden Sie hier .

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