Notebook für unterwegs

Alienware M14x R2 im Test

Mittwoch den 08.08.2012 um 10:30 Uhr

von Thomas Rau

Alienware M17xR3 (M17X-1237)
Alienware M17xR3 (M17X-1237)
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Mobiles Spiele-Notebook im Test: Alienware M14x R2
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© Alienware
Auch das Alienware M14x-R2 ist eigentlich ein Ultrabook. Das bezieht sich allerdings nicht auf das kompakte Gehäuse des 14-Zoll-Notebooks, sondern auf seine ultra-hohe Rechen- und 3D-Leistung.
Nur die Display-Größe verrät beim Alienware M14x-R2, dass es sich um einen mobilen Rechner handeln soll. Die Ausstattungsliste hört sich eher nach Hardcore-Gaming-Maschine an: Quad-Core-Ivy-Bridge Core i7-3720QM, 8 GB DDR3-1600, 64 GB SSD plus 500 GB Festplatte und als Krönung der Kepler-Grafikchip Geforce GT 650M mit 1 GB Speicher.

Das alles packt Alienware beziehungsweise die Mutterfirma Dell in ein Gehäuse, das der Zielgruppe gefallen dürfte: Auf dem Deckel prangt der Alien-Kopf, im Displayrahmen ist der Alienware-Schriftzug integriert, der Einschaltknopf in Form eines Alien-Kopfes gestaltet - seine Augen dienen als Status-LEDs für die Festplattenaktivität. Die Tastatur, der Rahmen des Touchpad-Feldes und zwei Lichter an der Frontseite des Gehäuses lassen sich mit verschiedenen Lichteffekten befeuern, die man im Alien Command Center über die FX-Software steuert. Wird man beispielsweise in einem Spiel tödlich getroffen, färben sich die Leuchtelemente blutrot.

Alienware M14x-R2: Kompakt, aber nicht mobil

Der Leistungs- und Leucht-Overkill führt allerdings dazu, dass das M14x trotz des kompakten Gehäuses absolut gar nichts mit 14-Zoll-Mobilrechnern gemein hat, die für unterwegs gemacht sind: Das Notebook wiegt 2,94 Kilo - schwerer als die meisten 15-Zöller. Auch das Netzteil ist mit 638 Gramm ein echter Brocken. Selbst mit seiner Bauhöhe von 3,8 Zentimetern stellt das Alienware-Notebook viele größere Laptops in den Schatten. Der üppige 63-Wattstunden-Akku verhilft ihm zwar zu einer Laufzeit von knapp fünf Stunden - respektabel angesichts der versammelten Tempo-Komponenten, aber lachhaft wenig für ein Unterwegs-Notebook.

MOBILITÄT Alienware M14x R2 (Note: 0,00)
Akkulaufzeit 4:44 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 2,94 / 0,64 Kilogramm

Im Akkubetrieb fehlt 3D-Power

Dass das M14x-R2 nicht wirklich zum mobilen Spielen gedacht ist, belegt auch, dass der Grafikchip im Akkubetrieb gebremst arbeitet: Statt der maximal möglichen Taktrate von 835 MHz läuft er mit maximal 405 MHz. Das reicht zwar noch in einigen älteren Spielen für flüssige Bildraten. Doch die meisten Spieler werden sich kein 1600-Euro-Notebook kaufen, um damit Far Cry 2 zu spielen - dass das M14x-R2 übrigens im Akkubetrieb mit 31 Bildern pro Sekunde schultert (1600 x 900, Details: Ultra, 8fache Kantenglättung).

Volle Kraft gibt's nur an der Steckdose

Das Alienware-Notebook richtet sich eher an Spieler, die am liebsten ihren Gaming-PC überall mitnehmen würden. Weil das nicht geht, ist das M14x-R2 eine tragbare Alternative, um von Steckdose zu Steckdose zu gelangen. Denn nur dort entfaltet es seine ganze Leistungsstärke - und die ist enorm. In allen Tests besetzt das Alien-Notebook Spitzenplätze: Der Quad-Core-Prozessor, der per Hyper-Threading mit acht Kernen rechnet und per Turbo Boost bei voller Last auf 3,4 GHz aufdrehen kann, sorgt nicht nur bei Spielen für die passende Performance-Basis, sondern beschleunigt auch die Formatumwandlung bei Musik und Video. Alienware installiert Windows und Programme auf einer 64 GB großen SATA-III-SSD, der Samsung PM830: Das Arbeiten fühlt sich entsprechend flüssig an, das Betriebssystem startet beispielsweise in 26 Sekunden. Nur bei wenigen Aufgaben, etwa wenn es um umfangreiche Kopieraktionen von großen Dateien geht, schneiden Ultrabooks mit einer größeren und schnelleren SSD wie das Apple Macbook Air 13 oder das Asus Zenbook Prime UX31A besser ab als das M14x-R2.

GESCHWINDIGKEIT Alienware M14x R2 (Note: 0,00)
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 435 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 411 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 10.334 Punkte
Startzeit 26 Sekunden

Fit für Battlefield 3

Die Geforce GT 650M passt gut zur maximalen Displayauflösung des Alienware-Notebooks: Damit packt es die meisten aktuellen Spiele mit ruckelfreien Bildraten. Nur bei Battlefield 3 geht ihm in der Ultra-Einstellung mit 26 Bildern pro Sekunde knapp die Puste aus. Auf hoher Detailstufe geht's dann über die Spielbarkeitsgrenze von 30 Bildern pro Sekunde. Wem das alles nicht reicht, darf das Alienware-Notebook mit schnellerer CPU, bis zu 16 GB RAM oder einer größeren SSD veredeln oder der Geforce-Grafkkarte 2 GB Speicher spendieren - solange der Kontostand mitspielt.

Gut ausgestattet, aber laut

Vielleicht sollten Sie aber auch darauf verzichten, um ihre Nerven oder die ihrer Umwelt zu schonen: Unter Last dröhnen die Lüfter im M14x-R2 mit knapp 5 Sone - da hilft wirklich nur der Kopfhörer. Auch bei den Anschlüssen muss man auch nichts verzichten - trotz des kleinen Gehäuses: Zwei USB-3.0-Buchsen hat das M14x-R2 an Bord, dazu gibt es eine Armanda an Monitorausgängen - von VGA (zum Beispiel für einen Projektor) über HDMI (für den Fernseher) bis hin zu Mini-Displayport (für den hochauflösenden Monitor). LAN-Spieler freuen sich über einen Gigabit-Netzwerkchip und 11n-WLAN - wer hier auch noch ein paar Latenz-Millisekunden herauskitzeln will, kann das M14X-R2 gegen 20 Euro Aufpreis mit dem Gamer-WLAN-Modul Killer 1202 aufrüsten.

Gutes Display, gute Tastatur

Die Bildqualität schließt sich dem hohen Ausstattungsniveau an: Das Display ist hell und kontraststark. Nicht allen Spielern wird seine spiegelnde Oberfläche passen, ein mattes Display bietet Alienware nicht an. Tastatur und Touchpad überzeugen: Die Tasten bieten einen ordentlichen Druckpunkt mit gutem Hub, das Touchpad reagiert flott, bietet dem Finger aber trotzdem einen angenehmen Griffwiderstand.

Alienware M14x-R2 im Test: Fazit

Das Alienware M14x-R2 lebt im falschen Körper: Es ist ein Spiele-Rechner, der im kompakten Gehäuse eines ultramobilen Notebooks steckt. Fast alles, wofür der Begriff "Mobilrechner" steht, dürfen Sie bei ihm getrost vergessen. Das gilt auch für die 3D-Leistung im Akkubetrieb, weshalb sich der Spielespaß abseits der Steckdose in Grenzen hält. Doch wessen Traum es ist, sich für 1500 Euro seinen Spiele-PC unter den Arm klemmen zu können, ist beim M14x-R2 gut aufgehoben.

TESTERGEBNIS (NOTEN) Alienware M14x R2
Testnote 3,20 (befriedigend)
Preis-Leistung teuer
Geschwindigkeit (15 %)
1,20
Ausstattung (15 %)
1,88
Bildschirm (20 %)
2,39
Mobilität (35 %)
5,20
Tastatur (5 %)
2,14
Umwelt und Gesundheit (5 %)
3,38
Service (5 %)
3,32
BILDSCHIRM Alienware M14x R2 (Note: 0,00)
Größe 35,6 Zentimeter / 14 Zoll
Auflösung 1600 x 900 Bildpunkte
Punktedichte 131 dpi
Helligkeit 251 cd/m²
Helligkeitsverteilung 73 %
Kontrast 1159:1
Entspiegelung gering
UMWELT UND GESUNDHEIT Alienware M14x R2 (Note: 0,00)
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,4 / 4,7 Sone
ALLGEMEINE DATEN Alienware M14x R2
Internetadresse www.alienware.de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis) 1538 Euro / 1538 Euro
Garantiedauer 12 Monate
DIE TECHNISCHEN DATEN Alienware M14x R2
Prozessor (Taktrate) Intel Core i7-3720QM (2,60 GHz)
verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ 8094 MB (8192 MB), DDR3-1600
Grafikchip (Grafikspeicher) Nvidia Geforce GT 650M (1024 MB )
Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ 14 Zoll (35.6 Zentimeter), 1600 x 900, spiegelnd
Festplatte 465,8 GB (nutzbar)
optisches Laufwerk HL-DT-ST G530N (DVD-Brenner)
Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1
LAN Gigabit-Ethernet
WLAN 802.11n
Bluetooth Bluetooth 4.0
Schnittstellen Peripherie 1x USB 2.0 (links), 2x USB 3.0 (rechts), 1x Kartenleser (links, SD, MS/Pro), 1x LAN (rechts)
Schnittstellen Video 1x VGA (links), 1x HDMI (links), 1x Displayport (links), 1x Webcam
Schnittstellen Audio Mikrofon, Audioausgang, Audioeingang, Mikrofoneingang

Mittwoch den 08.08.2012 um 10:30 Uhr

von Thomas Rau

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