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Aldi oder Acer: Schnäppchen-Notebooks im Test

29.04.2015 | 12:05 Uhr |

Ab heute verkauft Aldi das Medion Akoya E6416 für 499 Euro. Aber es gibt günstigere Alternativen.

Das Aldi-Notebook bringt einen Core i5 von Intel sowie eine 1-TB-Festplatte mit – keine schlechte Ausstattung für ein 500-Euro-Notebook. Doch das Acer Aspire E5-521-68NT bekommen Sie mit ebenfalls mit einer 1-TB-Festplatte ab 379 Euro im Online-Handel. Ist das Aldi-Notebook den Aufpreis von über 100 Euro wert?

Acer Aspire E5-521: Der beste Preis

Mit AMD-Quad-Core-Prozessor ist das Acer Aspire E5-521 ausgestattet
Vergrößern Mit AMD-Quad-Core-Prozessor ist das Acer Aspire E5-521 ausgestattet
© Acer

Schnellerer Prozessor und höhere Display-Auflösung beim Aldi-Notebook

Bei der Ausstattung hat das Aldi-Notebook zwei klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz von Acer: Es arbeitet mit einem Dual-Core-Prozessor aus Intels aktueller Broadwell-Generation, dem Core i5-5200U mit 2,2 GHz. Die CPU kann per Turbo Boost auf maximal 2,7 GHz aufdrehen. Im Acer-Notebook sitzt dagegen ein Quad-Core-Prozessor von AMD: Der A6-6310 arbeitet standardmäßig mit 1,8 GHz, im Turbo-Takt mit bis zu 2,4 GHz.

Acer Aspire E5-521: Der ausführliche Test

Der Prozessor im Aldi-Notebook ist klar stärker, bei der Rechenleistung hat das Akoya E6416 deswegen einen klaren Vorsprung. Bei Aufgaben, die ausschließlich den Prozessor fordern, arbeitet der Core i5 60 bis 70 Prozent schneller. Das merken Sie schon beim Surfen: Aufwändige Webseiten erscheinen auf dem Aldi-Notebook früher, auch das Wechseln durch Tabs bewältigt das Aldi-Notebook schneller. Ähnliches gilt, wenn Sie umfangreiche Texte und Tabellen bearbeiten.

Aldi-Notebook Medion Akoya E6416: Der ausführliche Test

Besonders deutlich wird der Leistungsunterschied, wenn Sie Bilder bearbeiten, Musik oder Videos umwandeln. In diesen Disziplinen arbeitet das Aldi-Notebook meist doppelt, manchmal sogar dreimal so schnell wie das Acer Aspire. Wollen Sie am Laptop also vor allen Dingen Multimedia-Bearbeitung erledigen, lohnt sich der Aufpreis für das Akoya E6416.

Beim Aldi-Notebook können Sie Arbeitsspeicher und eine SSD nachrüsten
Vergrößern Beim Aldi-Notebook können Sie Arbeitsspeicher und eine SSD nachrüsten

Bei diesen Programmen holt das Akoya auch durch seine etwas schnellere Festplatte einen Vorsprung heraus: Die Hitachi-Platte dreht mit 7200rpm, die Western-Digital-Platte im Acer-Notebook nur mit 5400rpm. Dadurch starten das Betriebssystem und Programme rund 15 bis 20 Prozent schneller.

Ein weiterer Vorteil des Aldi-Notebooks: Sie können zusätzlich zur Festplatte eine SSD einbauen. Das Akoya E6416 hat dafür einen freien M.2-Steckplatz.

Das Acer-Notebook ist etwas schwerer als die Aldi-Konkurrenz, läuft aber länger im Akkubetrieb
Vergrößern Das Acer-Notebook ist etwas schwerer als die Aldi-Konkurrenz, läuft aber länger im Akkubetrieb
© Acer

3D-Tempo: Bei beiden Notebooks mau

Auch die 3D-Leistung fällt beim Aldi-Notebook besser aus: Beide Laptops haben keine dedizierte Grafikkarte, sondern nutzen die GPU des Prozessors. Die Intel HD Graphics 5500 im Akoya E6416 ist je nach Benchmark rund 30 bis 50 Prozent schneller als die Radeon R4 im Aspire E5-521. Für aktuelle Spiele sind aber beide zu langsam. Und auch bei älteren gibt es wenig Unterschiede, wenn Sie in der maximalen Displayauflösung des Notebooks spielen wollen. Die liegt beim Akoya E6416 bei Full-HD, beim Acer Aspire E5 bei 1366 x 768 Bildpunkten. Um in der hohen Auflösung flüssig spielen zu können, müssen Sie beim Aldi-Laptop deshalb auch bei den meisten älteren Spielen die Details stark herunterdrehen.

Ausstattung im Vergleich

Medion Akoya E6416

Acer Aspire E5-521-68NT

Prozessor

Intel Core i5-5200U (2,2 GHz)

AMD A6-6310 (1,8 GHz)

Grafikkarte

Intel HD Graphics 5500 (in CPU)

AMD Radeon R4 (in CPU)

Arbeitsspeicher

4 GB DDR3-1600

4 GB DDR3-1600

Festplatte

Hitachi 7K-1000, 931,4 GB

Western Digital WD10JPVX, 931,4 GB

Displaygröße

15,6 Zoll / 39,7 cm

15,6 Zoll / 39,7 cm

Displayauflösung

1920 x 1080

1366 x 768

optisches Laufwerk

DVD-Brenner TSST SU-208GB

DVD-Brenner Matsushita UJ8E2Q

Anschlüsse

Links: VGA, HDMI, 2 USB 3.0, LAN; Rechts: 2 USB 2.0, Audio, Vorne: SD-Kartenleser; Web-Kamera

Links: VGA, HDMI, 1 USB 3.0, LAN, Audio; Rechts: 2 USB 2.0; Vorne: SD-Kartenleser; Web-Kamera

Netzwerk

LAN: Gigabit, WLAN: AC (1x1), Bluetooth: 4.0

LAN: Gigabit, WLAN: N (1x1), Bluetooth: 4.0

Gewicht

2220 Gramm (Netzteil: 260 Gramm)

2328 Gramm (Netzteil: 390 Gramm)

Die Auflösung ist der wesentliche Unterschied bei den 15,6-Zoll-Displays der beiden Notebooks. Durch die höhere Auflösung sehen Schriften und Icons angenehmer auf dem Aldi-Notebook aus. Außerdem bekommen Sie mehr Inhalt auf der Bildschirmfläche unter: Das bringt Vorteile bei großen Excel-Tabellen oder der Bildbearbeitung. Natürlich machen auch Fotos und Filme einen besseren Eindruck aufgrund der höheren Auflösung. Per Blu-ray können Sie die auf dem Aldi-Notebook aber nicht zuspielen, es hat nur ein DVD-Laufwerk.

Das Medion-Notebook hat ein 15,6-Zoll-Display mit 1920 x 1080 Bildpunkten
Vergrößern Das Medion-Notebook hat ein 15,6-Zoll-Display mit 1920 x 1080 Bildpunkten
© Medion

Das Aldi-Notebook hat eine höhere Auflösung, nicht das bessere Display

Die Bildqualität ist dagegen bei beiden Notebooks ähnlich durchschnittlich: Die Helligkeit liegt deutlich unter 200 cd/qm. Kontrast und Bildschirmausleuchtung sind fast identisch. Für Fotos und Filme sind beide Notebooks deswegen nicht optimal. Und auch beim ergonomischen Arbeiten gibt es keinen Unterschied: Beide Display sind entspiegelt.

Bei der Ausstattung liegt das Aldi-Notebook leicht vorne: Es besitzt einen USB-3.0-Port mehr als das Aspire E5. Außerdem arbeitet sein WLAN-Modul mit dem AC-Standard, während das Aspire E5 noch auf den N-Standard setzt. Zahlreiche Anschlüsse wie HDMI, VGA, Kartenleser bieten beide, ebenso Gigabit-Tempo beim LAN-Anschluss.

Testergebnisse im Vergleich

Medion Akoya E6416

Acer Aspire E5-521-68NT

Rechenleistung Multimedia (max. 100 Punkte)

72 Punkte

50 Punkte

Rechenleistung Office (max. 100 Punkte)

66 Punkte

54 Punkte

Rechenleistung Spiele (max. 100 Punkte)

24 Punkte

19 Punkte

Akkulaufzeit

5:39 Stunden

7:47 Stunden

Display: Helligkeit / Kontrast / Ausleuchtung

161 cd/qm / 512:1 / 81 %

158 cd/qm / 544:1 / 83 %

Geräuschentwicklung: Idle / Volllast

0,7 / 0,9 Sone

0,7 / 1,1 Sone

Wärmeentwicklung: Unterseite / Tastatur

42,4 / 32,6 Grad °

45,4 / 32,6 Grad °

Wer mit dem Notebook öfters unterwegs arbeiten will, greift zum Aspire E5. Es ist mit 2328 Gramm zwar minimale 108 Gramm schwerer als das Akoya E6416. Dafür hält es im Akkubetrieb knapp acht Stunden durch. Das Medion-Notebook kommt auf etwas über 5,5 Stunden.

Mehr Sicherheit im Schadensfall bietet Aldi: Das Akoya E6416 kommt mit einer Garantie von drei Jahren. Für den Akku gilt sie allerdings nur sechs Monate. Das Acer Aspire E5-521 hat eine Standardgarantie von 12 Monaten.

Test-Fazit: Aldi besser als Acer - aber nicht immer

© Medion

Das Aldi-Notebook macht Sie flexibler beim Einsatzbereich: Das höhere Rechentempo erleichtert Multimedia-Aufgaben, die höhere Displayauflösung lässt sich im Office-Betrieb sinnvoll einsetzen. Der Tempovorsprung lohnt die über 100 Euro Mehrpreis für das Aldi-Notebook aber nur, wenn Sie häufig Bilder bearbeiten und Videoformate umwandeln. Ein klares Argument für das Aldi-Notebook ist außerdem die lange Garantie – besonders bei Notebooks aus dieser günstigen Preisklasse.

Das Acer-Notebook macht Sie dagegen flexibler bei der Ortswahl: Durch die längere Akkulaufzeit ist es besser für den Einsatz unterwegs geeignet. Und Standardaufgaben wie You-Tube-Videos, Texte und Tabellen erledigt das Acer Aspire E5-521 ebenfalls problemlos.

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