Der Medion Akoya E4360 D MD 8338 ist zum Preis von 500 Euro ein attraktives Gesamtpaket zu einem konkurrenzlos günstigen Preis. Als Medienwiedergabegerät fürs Wohnzimmer hat sich der PC in unserem Test in allen Disziplinen qualifiziert. Für die Video- und Bildwiedergabe ist der Medion Akoya E4360 D bestens konfiguriert. Für den Anschluss von Display und Surround-Boxenset sind alle notwendigen Anschlüsse vorhanden. Auch die Terabyte-Festplatte ist für die Preislage um 500 Euro üppig bemessen.
Für die Kommunikation mit dem Heimnetzwerk ist der Medion Akoya E4360 D mit Gigabit-Ethernet und schnellem WLAN ebenfalls bestens gerüstet. Dabei bleibt der Energieverbrauch des PCs niedrig und das Betriebsgeräusch erfreulich leise. Auch die Beigabe der 64-Bit-Betriebssystemvariante ist bei den Aldi-PCs von Medion ein lobenswertes Detail. Trotz der angestaubten Grafikkarte bietet der Medion Akoya E4360 D unterem Strich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und verdient sich deswegen die Preis-Tipp-Empfehlung der PC-WELT.
Das technische Fazit fällt beim Medion Akoya E4360 D allerdings zwiespältig aus: Auf der einen Seite setzt Medion mit dem Intel Core i3 530 auf eine brandneue Prozessor-Technik. Der im 32-Nanometer-Verfahren gefertigte Prozessor ist eben erst auf dem Markt erschienen. Allerdings stellt Medion der CPU mit dem P55-Chipsatz nicht den idealen Partner zur Seite, so dass Sie die in der CPU integrierte Grafiklogik gar nicht nutzen können. Auch bei der Grafikkarte geht Medion beim Akoya E4360 D einen schlechten Kompromiss ein. Nicht nur, dass Medion das Spiel der Firma Nvidia um angestaubte Grafikchips mit neuem Label anscheinend kritiklos mitspielt, auch die Technik der DirectX-10- Grafikkarte ist alles andere als modern. So überträgt beispielsweise der HDMI-Ausgang nicht das Tonsignal, es muss über einen recht wackligen Pfostenstecker zum Onboard-Soundchip durchgeschleift werden.
Update 05.02.2010: Ein Kommentator hat darauf hingewiesen, dass wir uns hier missverständlich ausgedrückt haben. Das Sound-Signal wird selbstverständlich über HDMI ausgegeben, allerdings hat die Grafikkarte keinen eigenen Audio-Chip, sondern bekommt das Signal vom Realtek-Soundchip auf der Hauptplatine über das schon erwähnte Kabel. Hätte die Grafikkarte einen eigenen Audio-Chip, würde im Gerätemanager unter "Audiocontroller" zusätzlich zum Realtek-Controller noch ein zweites "High Definition Audio-Gerät" auftauchen. Solange der wackelige Pfostenstecker funktioniert, ist der Nutzen für den Anwender derselbe. Nur wenn der Pfostenstecker abbrechen sollte, kommt eben über die HDMI-Schnittstelle kein Audio-Signal mehr. Ende des Updates.
Dabei ist es eine recht leichte Übung, den Medion Akoya E4360 D MD 8338 in einen spieletauglichen PC zu verwandeln. Aktuelle Grafikkarten mit ATI Radeon HD5770 und einem Gigabyte eigenem Speicher bekommen Sie momentan zu einem Preis von etwa 140 Euro. Mit dieser Investition verbessern Sie die Spieletauglichkeit des PCs deutlich. Haben Sie ein kleineres Budget zur Verfügung, können Sie für etwa 110 Euro eine Grafikkarte mit ATI Radeon HD5770 und 512 MB Speicher bekommen.
Weitere Kritikpunkte: Die SATA-Kabel innerhalb des Gehäuses sind beim Medion Akoya E4360 D so kurz, dass Sie ohne Kabeltausch kein weiteres optisches Laufwerk in den freien 5,25-Zoll-Schacht einbauen können. Das Bios-Setup erlaubt nur Basis-Einstellungen, Menüs zur Leistungssteigerung wie etwa der Änderung des Referenztaktes sind nicht vorhanden. Zu knapp kalkuliert ist beim Medion Akoya E4360 D auch die Leistung des Netzteils, das wenig Spielraum bei punktuellen Hardware-Upgrades lässt. Die Aufrüstungsmöglichkeiten sind mit zwei freien Speicherstecklätzen, einem freien PCI-Expres-x1-Slot, einem PCI-Steckplatz sowie zwei unbenutzten SATA-Anschlüssen zwar nicht üppig, gehen aber für ein Midi-Tower-Gehäuse in Ordnung.
Alternativen: Dank des sehr schnellen Quad-Core-CPU Intel Core i5-750 bietet der Agando Fuego @9500i5 ocd spürbar mehr Rechenleistung, geizt aber beim Lieferumfang. Der HE-Computer MiniEdition09 wiederum hat eine spieletaugliche Grafikkarte an Bord. Allerdings kosten beide PCs etwa 250 Euro mehr als der Aldi-PC.
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